‚Avengers: Infinity War‘: Blockbuster des Jahres!

‚Avengers: Infinity War‘: Blockbuster des Jahres!

Zehn Jahre haben Fans dem ‚Infinity War‘ entgegengefiebert. Eine Dekade lang haben die Marvel Studios schier endlose Fährten gelegt, um die Handlungsstränge zig verschiedener Comicverfilmungen in einer epischen Schlacht zusammenlaufen zu lassen – das Warten hat sich gelohnt! Rund neun Stunden nach der Weltpremiere in Los Angeles konnte sich TV-MEDIA den „Blockbuster des Jahres“ bereits am Vormittag des 24. April in Wien zu Gemüte führen.

Wenn uns jemand an dieser Stelle nach der Vorgeschichte zu ‚Avengers: Infinity War‘ fragt, verweisen wir auf zehn Jahre ausgeklügelte Filmarbeit, die sich durch 18 Spielfilme und zehn Serien gezogen hat – „kurz zusammenzufassen“ ist hier also ein Ding der Unmöglichkeit, von dem man sich am besten sein eigenes Bild macht. Den passenden Leitfaden dazu finden Sie hier.

Klassentreffen der Marvel-Superhelden

Wer die letzte Dekade nicht unter einem Stein verbracht hat, wird mitbekommen haben, dass Comic-Gigant Marvel ein Feuerwerk an Langfilmen auf uns herabregnen ließ. Darunter solch klingende Titel wie ‚Iron Man‘ (u. a. mit Robert Downey Jr., Gwyneth Paltrow und Don Cheadle), ‚Captain America‘ (Chris Evans, Sebastian Stan und Sam Wilson), ‚Thor‘ (Chris Hemsworth, Tom Hiddleston und Jeremy Renner), ‚Hulk‘ (Mark Ruffalo), ‚Guardians of the Galaxy‘ (Chris Pratt, Zoe Saldana und Dave Bautista), ‚Spider-Man‘ (Tom Holland), ‚Doctor Strange‘ (Benedict Cumberbatch) und ‚Black Panther‘ (Chadwick Boseman). Zusammengefunden hat ein Großteil dieser illustren Figuren bereits in zwei ‚Avengers‘-Crossover-Streifen, in denen auch Charaktere wie Black Widow (Scarlett Johansson), Vision (Paul Bettany) und Scarlet Witch (Elizabeth Olsen) vorkamen.

‚Avengers: Infinity War‘ – Offizieller Trailer #02

Größenwahnsinniger Bösewicht will halbes Universum auslöschen

Summa summarum lautet die Marvel-Superhelden-Formel wie folgt: Immer dann, wenn unserem Planeten (bzw. der Heimatstadt des jeweiligen Protagonisten) Gefahr droht, kommen die „mächtigsten Helden der Welt“ zum Einsatz, um sich mit den bösen Übermächten anzulegen und wieder für Frieden zu sorgen. Diese Gefahr bahnt sich im jüngsten Abenteuer in Form des wahnsinnigen Titanen Thanos (Josh Brolin) an, der das Gleichgewicht im Universum intakt halten will und sich zu diesem Zweck wahllos durch den Kosmos schlachtet. Zivilisation um Zivilisation dezimiert der Koloss – jedoch immer nur zur Hälfte, um die Balance zu wahren. Mittels eines unsagbar mächtigen goldenen Handschuhs, der – ausgestattet mit den titelgebenden Infinity-Steinen – seinem Träger unlimitierte Macht gewährt, könnte Thanos mit einem Fingerschnipp Milliarden Leben auslöschen. Dazu fehlt es ihm jedoch an den nötigen Steinchen, die er sich nach und nach zusammensammelt, wobei er natürlich über den einen oder anderen Superhelden stolpert.

WARNUNG: Ab hier herrscht Spoiler-Gefahr! Wer den Film noch nicht gesehen hat, sollte sich lieber zweimal überlegen, weiterzulesen.

Der Film hebt sogleich mit dem Aufeinandertreffen zwischen Thanos und dessen Elite-Armee Black Order (in diesem Artikel erklären wir die Truppe ein bisschen ausführlicher), den beiden Asgard-Halbgöttern Thor und Loki sowie dem Hulk an. Nach knapp zehn Minuten gibt es bereits die ersten Todesfälle zu beklagen, die diesmal „permanent“ [sic] sind. Von Beginn an ist klar: Die Regie-Brüder Joe und Anthony Russo, die u. a. auch ‚The Return of the First Avenger‘ (2014), ‚Ant-Man‘ (2015) und ‚The First Avenger: Civil War ‘ (2016) inszenierten, nehmen diesmal keine Gefangenen! Im Anschluss an die aufrüttelnde Einstiegssequenz werden Fans übrigens darüber aufgeklärt, wie Thor in der End-Credit-Szene von ‚Thor: Tag der Entscheidung‘ (2017) auf die Guardians of the Galaxy trifft.

Magie trifft Wissenschaft

Während der Donnergott mit der schrägen Antihelden-Truppe durch die Galaxie tingelt und sich Gedanken darüber macht, wie er seinen geliebten Hammer Mjölnir wiederbekommen könnte (die ikonische Waffe wurde in ‚Thor: Tag der Entscheidung‘ von seiner bösen Schwester Hela zerstört), erwacht der grüne Zornbinkel Hulk just im New Yorker Sanctum Sanctorum – einem von drei magischen Schutztempeln, der von Doctor Strange gehütet wird. Freilich ist der Superzauberer ein wenig irritiert über den ungebetenen Gast, doch spätestens als Tony Stark (alias Iron Man) vor seiner Türe steht, beginnt es ihm zu dämmern: Thanos hat es auf sein magisches Amulett – das Auge von Agamotto – abgesehen, in dessen Inneren sich der grüne Time Stone befindet. Keine Viertelstunde später fällt auch bereits ein Teil der Black Order über New York her und richtet gewaltigen Schaden an, den die drei ungleichen Helden jedoch mithilfe von Peter Parker/Spider-Man abwehren können.

Dabei wird Doctor Strange allerdings gekidnappt und in die Unweiten des Alls entführt, was Tony und Peter freilich nicht zulassen können, weshalb sie sich kurzentschlossen an Bord des gigantischen donutförmigen Raumschiffes der Black Order schleichen. Der Hulk bleibt alleine zurück und nimmt mit Captain America Kontakt auf. Der schlägt sich indes gemeinsam mit Black Widow und Falcon in Schottland mit der anderen Hälfte der Black Order herum, denn dort sind Scarlet Witch und Vision untergetaucht. Aufmerksame Filmseher wissen: In Visions Stirn befindet sich der Mind Stone. Nachdem auch dieses Scharmützel erfolgreich über die Bühne gebracht wurde, beschließt die frisch zusammengewürfelte Avengers-Truppe, gemeinsam mit Hulk nach Wakanda zu reisen, in das Heimatland von Black Panther, um dort eine mächtige Allianz zu formen und weitere Vorgehensweisen zu planen.

Spannung bis zur letzten Sekunde

Thanos, der zwischenzeitlich in den Besitz von Space, Reality und Power Stone gekommen ist und ein hitziges Gefecht mit den Guardians hinter sich gebracht hat, beobachtet das Scheitern seiner Truppen aus sicherer Entfernung und steht vor einer schwerwiegenden Entscheidung. Um an den bisher nicht gezeigten letzten Infinity-Stein – den Soul Stone – zu gelangen, muss er ein gewaltiges Opfer bringen. Diese Szene ist zugleich eine der wenigen im Film, die diesem unglaublich mächtigen Wesen einen Hauch Menschlichkeit verleihen und es dem Publikum für eine Millisekunde vielleicht sogar sympathisch machen – das ändert jedoch nichts an der Tatsache, dass er sein Ziel weiterhin verfolgt und dank der Kraft von drei Infinity-Steinen bereits schier unaufhaltsam ist.

Der Blockbuster des Jahres steht fest!

Ob und wie er sich die restlichen Artefakte einverleiben kann und ob der finale Fingerschnipp zur Auslöschung der halben Menschheit tatsächlich gelingt, darüber hüllen wir uns an dieser Stelle allerdings in Schweigen. Fest steht: Mit ‚Avengers: Infinity War‘ wurde die ambitionierteste Comicadaption der Filmgeschichte realisiert, die zu keiner Sekunde langweilt (was bei einer Laufzeit von 2 Stunden und 50 Minuten wirklich beachtlich ist!) und die hohe Erwartungshaltung der Marvel-Fans voll erfüllt.

Auf popkultureller Ebene lässt sich das Projekt vermutlich am ehesten mit ‚Star Wars – Episode V: Das Imperium schlägt zurück‘ vergleichen, nur dass der Infinity-Krieg eine einzige gigantische Schlacht darstellt, deren Vorbereitungszeit möglicherweise in die Annalen der Filmgeschichte eingeht. Spekulanten gehen davon aus, dass der Film die 2-Milliarden-Marke knackt, weltweit also so viel Geld einspielt, dass ihm der Einzug in die Liste der erfolgreichsten Filme aller Zeiten gelingt. Diese wird in den Top-3-Positionen von ‚Avatar – Aufbruch nach Pandora‘ (2,787 Milliarden Dollar), ‚Titanic‘ (2,187 Milliarden Dollar) und ‚Star Wars – Episode VII: Das Erwachen der Macht‘ (2,068 Milliarden Dollar) angeführt.

Düsterer Actionthrill mit reichlich Humor

Trotz des für Marvel-Verhältnisse ungewohnt düsteren Grundthemas (hier stechen die Russo-Brüder wie schon bereits in ‚The Return of the First Avenger‘ meisterlich ins Thrillerfach ab!) kommt auch der Humor nicht zu kurz – was vor allem den Szenen mit den Guardians of the Galaxy und Thor geschuldet ist.

Dass der ‚Infinity War‘ in zwei für sich stehende Parts geteilt wird, stand im Vorhinein bereits fest (den Nachschlag gibt’s im Mai 2019), deswegen ist es nicht weiter verwunderlich, dass es einen richtig gemeinen Cliffhanger gibt, der dem Publikum die Münder offen stehen lässt. Zu den obligaten End-Credit-Szenen sei nur so viel verraten: Ja, es gibt eine …

‚Avengers: Infinity War‘ läuft ab 25. April um 23.59 Uhr in den österreichischen Kinos. Alle Spielzeiten sowie Spielstätten finden sie HIER in unserem praktischen Kinoplaner.

Mehr zum Thema AVENGERS: INFINITY WAR finden Sie hier:

Top Storys
Marcel Hirscher will seinen Weltcup-Titel verteidigen. Dazu hat er jede Menge Gelegenheit!

Ski Alpin-Kalender 2018/19

Die Alpin-Saison im Griff. Jetzt auch als PDF zum Download!

Top Storys
Das neue Team von Hubert ohne Staller

Hubert OHNE Staller: so geht es bei der Hit-Serie weiter

Ab 2019 gibt es bei Hubert und Staller neues Personal – und keinen Staller mehr

Top Storys
Gänsehaut garantiert: Die 18 besten Spukhaus-Filme

Gänsehaut garantiert: Die 18 besten Spukhaus-Filme

Fans von Spuk in Hill House garantieren wir auch bei diesen Horrorhäusern Gänsehaut!

Top Storys
ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz kämpft um die Zukunft des öffentlich-rechtlichen TV

ORF-Gebühr unter Druck: Polit-Debatte, Klage und GIS-freie TV-Geräte

ORF-Update: Reform, Gebühren, Publikumsbefragung und gebührenfrei fernsehen

Top Storys
David Tennant ist einer von vielen interessanten britischen Serienermittlern

Die 13 besten britischen Crime- und Thriller-Serien

Zeit sparen bei der Seriensuche: Top-Auswahl für Netflix und Amazon Prime

Top Storys
Norbert Steger ist Vorsitzender des ORF-Stiftungsrates und kritisiert das derzeitige ORF-Management scharf

ORF: Aufsichtsratschef Steger schießt scharf gegen Wrabetz & Co

Norbert Steger, Vorsitzender des ORF-Stiftungsrates, kritisiert: „Die jetzige Geschäftsführung ist schwach“