Venedig Tag 6: Phoenix-Doku ein Fake?

Realität oder Fake? Die derzeit meist gestellte Frage am Lido di Venezia. Der Grund für das Rätselraten der Filmkritiker: Die Dokumentation „I´m Still Here“, die Casey Affleck (Bruder von Ben) Montag bei den 67. Filmfestspielen von Venedig präsentierte.

Im Zentrum des Films: Joaquin Phoenix, der sich vor zwei Jahren aus Hollywood zurückgezogen hatte, um eine Laufbahn als Rapper zu starten. Die verlief freilich mit weit geringerem Erfolg, als die Filmkarriere eines der besten Schauspieler („Walk the Line“, „Gladiator“) seiner Generation – bei seinen drei (!) Gigs wurde Phoenix ausgebuht. All das ist in Afflecks Film zu sehen, sowie der Konsum jeglicher Drogen, Sex mit Prostituierten, Wutausbrüche und Weinattacken. Derartige Schonungslosigkeit, sowie die Dramaturgie des Films lassen vermuten, dass sowohl der cineastische Ruhestand des Schauspielers, als auch die Doku eine (perfekt geplante) PR-Inszenierung sind. „Ich finde jeder sollte sich den Film anschauen, und dann selber entscheiden was echt ist und was nicht“, wich Affleck Fragen nach der Authentizität seines Filmes aus. Schwager Joaquin zeigte sich derweil kurz im Nobelhotel Excelsior um Autogramme zu schreiben, bleib jedoch sowohl Pressekonferenz, als auch Gala-Screening fern.
Dies tat dem Ansturm des Publikums keinen Abbruch: Sogar Schauspielkollegen wollten sich das wahre (?) Leben des Leinwand-Exzentrikers nicht entgehen lassen. Enfant terrible Vincent Gallo („Tetro“) mischte sich mit – auffällig unauffälliger – Verkleidung (knallrote Sonnenbrille, Baseball-Kappe, Schal) unters Publikum. Weit entspannter gab sich Birgit Minichmayr, die den Filmfestspielen einen Kurzbesuch abstattet. Die Burgschauspielerin, am Vorabend bei einem Empfang des deutschen Fernsehens gesichtet, zeigte sich von „I´m Still Here“ tief bewegt: „Ehrlich gesagt habe ich mir während des Films gar nicht die Frage gestellt, ob er echt ist oder nicht. Viel mehr haben mich die Höhen und Tiefen des Schauspielerlebens beschäftigt.“ Gleich, ob Afflecks Doku real ist oder nicht – für seine bewegende Selbstinszenierung müsste Mister Phoenix so oder so mit einen Oscar geadelt werden!

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