‚Phantastische Tierwesen 2‘: Regisseur David Yates verteidigt Johnny Depp

‚Phantastische Tierwesen 2‘: Regisseur David Yates verteidigt Johnny Depp

Mit dem ‚Harry Potter‘-Ableger ‚Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind‘ ließ Warner Bros. die Fans des Zauberschülers im vergangenen Jahr abermals in das magische Potterverse abtauchen. Ende 2018 wird die Geschichte rund um Tierfreund Newt Scamander (Eddie Redmayne) mit ‚Phantastische Tierwesen 2: Grindelwalds Verbrechen‘ fortgesetzt – zentrale Rolle dabei spielt der böse Zauberer Gellert Grindelwald, der von Johnny Depp porträtiert wird. Die Fans sind alles andere als erfreut darüber und fordern eine Neubesetzung der Figur. Regisseur David Yates kann dies allerdings nicht nachvollziehen.

Mit einem Foto, das die Schauspieler des magischen Abenteuers ‚Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind 2‘ zeigt, zog sich Warner Bros. zuletzt den Unmut der Fans zu. Nicht jedoch, weil der anfangs als Fehlbesetzung gehandelte Jude Law als junger Albus Dumbledore darauf zu sehen war (TV-MEDIA berichtete), sondern weil Regisseur David Yates einen Akteur im Boot behält, über den sich momentan die Geister scheiden: Johnny Depp.

Dieses Foto sorgte für Unmut unter Fans: Darauf zu sehen ist nicht nur der junge Albus Dumbledore (Jude Law, l.), sondern auch der böse Grindelwald (Johnny Depp, r.)

Dieses Foto sorgte für Unmut unter Fans: Darauf zu sehen ist nicht nur der junge Albus Dumbledore (Jude Law, l.), sondern auch der böse Grindelwald (Johnny Depp, r.)

Johnny Depp wirkte bereits im ersten Teil mit

Wie nicht anders zu erwarten, wird dieser auch im zweiten Teil des ‚Harry Potter‘-Spin-offs die Rolle des bösen Zauberers Grindelwald übernehmen. Bei solch einem Großprojekt wird natürlich nicht gekleckert, und wenn eine elementare Figur in dieses Universum gecastet wird, macht man ein Jahr später keinen Rückzieher. Branchenkenner kennen das Prozedere, die Fans offenbar nicht, und fordern – wie so oft in letzter Zeit – per Online-Petition die Neubesetzung des Bösewichts.

Grund für die Proteste ist allerdings nicht Depps schauspielerische Leistung, sondern vielmehr seine Taten in der echten Welt: Er wurde 2016 von seiner Frau Amber Heard wegen verbalem und körperlichem Missbrauch öffentlich beschuldigt. Die Scheidung folgte 2017 und ein Unterlassungserklärung gegen Depp existiert inzwischen ebenfalls.

Regissuer gibt Statement zu seiner Entscheidung ab

Auf Drängen der Fans, gibt David Yates (der auch bereits beim Erstlingswerk hinter der Kamera saß) nun ein öffentliches Statement ab und erklärt gegenüber Entertainment Weekly seine Entscheidung, Johnny Depp weiterhin im Team zu behalten: „Um ehrlich zu sein gibt es derzeit eine Menge Leute, denen man gewisse Dinge vorwirft – und das von mehreren Opfern. Das ist beängstigend. Bei Johnny habe ich den Eindruck, dass es eine Person auf ihn abgesehen und etwas behauptet hat. Ich kann nur von dem Mann erzählen, mit dem ich jeden Tag zu tun habe: Er ist voller Anstand und Freundlichkeit. Und das ist alles, was ich sehe. Was auch immer für Vorwürfe existieren sollten, sie stimmen nicht überein mit dem Menschen, mit dem ich gearbeitet habe.“

Angespielt wird in dem Sager freilich auf die Missbrauchsvorwürfe gegenüber Kevin Spacey (TV-MEDIA berichtete). Anders als bei ‚House of Cards‘ wird bei ‚Phantastische Tierwesen 2‘ allerdings nicht die Reißleine gezogen und mit aufwendigen Nachdrehs die Veröffentlichung des Films verzögert.

‚Phantastische Tierwesen 2: Grindelwalds Verbrechen‘ soll im November 2018 in den österreichischen Kinos anlaufen.

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