‚Kubo - Der tapfere Samurai‘: Stop-Motion-Hit könnte Oscar-Geschichte schreiben!

‚Kubo - Der tapfere Samurai‘: Stop-Motion-Hit könnte Oscar-Geschichte schreiben!

Morgen könnte es zu einem Paukenschlag in der Oscar-Geschichte kommen: Die Spekulationen laufen heiß, dass ‚Kubo - Der tapfere Samurai‘ für eine der begehrten Goldstatuetten nominiert wird – in einer für das Genre der Stop-Motion-Animation gänzlich ungewöhnlichen Kategorie, nämlich „Kostümdesign“. Wir wären davon schwer begeistert, denn immerhin zählt dieses kleine Meisterwerk aus dem Hause Laika (u. a. ‚Coraline‘ und ‚The Boxtrolls‘) mitunter zu den feinsten Filmen, die im Vorjahr über die Kinoleinwand flimmerten.

Wenn man an das Filmjahr 2016 zurückdenkt, bleiben einem Streifen wie ‚The Revenant‘, ‚Rogue One‘ ‚Deadpool‘ und ‚Spotlight‘ im Kopf haften. Beim Blick auf die Animationsfilme dominierte ganz klar ‚Zoomania‘ aus den Walt Disney Animation Studios. Letzteres Movie ist zwar über alle Maßen putzig, und verbreitet zudem eine wirklich gute Message an die jüngeren Filmfreunde, lenkte das Scheinwerferlicht von einigen richtigen Geheimtipps ab. So einer ist ‚Kubo - Der tapfere Samurai‘ (Originaltitel: ‚Kubo and the Two Strings‘).

Kleines Animations-Meisterwerk

Der aufwendige Stop-Motion-Animationsfilm erzählt vom gutherzigen Buben Kubo im frühen Japan. Als Geschichtenerzähler verdingt sich der Sohn eines legendären Samuraikriegers seinen Unterhalt, der mittels einer magischen dreisaitigen Laute (einem sogenannten Shamisen) seinen Erzählungen noch mehr Pepp verleihen kann. Als er mit dem Musikinstrument versehentlich einen mythischen Geist heraufbeschwört, kriegt er es mit allerlei Göttern und Monstern zu tun. Es gilt, eine magische Rüstung zu finden – auf seiner abenteuerlichen Reise wird er von einem Affen (Stimme: Charlize Theron) und einem Käfermenschen (Matthew McConaughey) begleitet.

Das fantastische Filmchen stammt, wie könnte man es anders vermuten wenn es um Stop-Motion-Produktionen geht, aus dem Hause Laika, die sogleich mit ihrem Erstlingswerk ‚Coraline‘ (2009) den internationalen Durchbruch feierten, und zuletzt ‚ParaNorman‘ (2012) sowie ‚The Boxtrolls‘ (2014) in die Kinos brachten. Knapp 70 Mio. US-Dollar konnte ‚Kubo‘ (lief Mitte August 2016 in amerikanischen Lichtspielhäusern an, Anm.) bisweilen weltweit in die Kinokassen spülen. Damit hinkt er zwar hinter dem bombastischen Erfolg von ‚Coraline‘ (rund 125 Millionen Dollar Einspiel; bei einem Budget von 60 Mio. USD) nach, konnte aber ebenfalls bereits seine Produktionskosten (ebenfalls 60 Mio. Dollar) einspielen.

Ungewöhnliche Oscar-Nominierung

Dem aber nicht genug der Lorbeeren: Nachdem ‚Kubo‘ bereits einige renommierte Preise gewonnen hat – darunter den Austin Film Critics Association Award, den Chicago Film Critics Association Award und den Hauptpreis in der Kategorie „Best Animated Film“ beim Florida Film Critics Circle –, dürfte es auch bei der diesjährigen Oscar-Vergabe zu einem kleinen Wunder kommen.

So man den Gerüchten glauben schenkt, hat der tapfere Samurai bei den Entscheidungsträgern der Academy bereits im Vorfeld so viel positive Kritik geerntet, dass erstmals in der Geschichte des weltweit wichtigsten Filmpreises ein Animationsfilm in der Kategorie „Bestes Kostümdesign“ mitmischen könnte. Ob das der Tatsache entspricht, erfahren wir morgen – dann nämlich, werden die Nominierten für die 89. Oscar-Vergabe bekanntgegeben. Wir halten Sie freilich auf dem Laufenden.

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