One-Oscar-Wonders: Für diese Schauspieler wurde der Oscar zum Karriere-Killer

Nicht nur für Halle Berry war der Oscar ein Unglücksbringer

Nicht nur für Halle Berry war der Oscar ein Unglücksbringer

Der Oscar ist für viele Schauspielerinnen und Schauspieler ein wichtiges Ziel im Laufe Ihrer Karriere. Klar, die goldene Statuette kann einen innerhalb kürzester Zeit in die erste Liga der Hollywood-Stars befördern. Aktuelles Beispiel: Seit ‚Silver Linings‘ spielt Jennifer Lawrence ganz oben mit.

Allerdings gibt es auch Beispiele für Schauspieler, die nach dem Erhalt der Auszeichnung in der Versenkung verschwinden und ihren Lebensunterhalt mit Filmen verdienen müssen, die es nicht auf die große Leinwand schaffen, nur noch in Nebenrollen zu sehen sind, ihr Leben in billigen TV-Serien fristen müssen oder gar keine annehmbaren Rollen mehr bekommen. So geschehen bei diesen Mimen:

Paul Lukas

Ungarisch-US-amerikanischer Schauspieler, bekam 1944 als Filmpartner von Bette Davis einen Oscar für ‚Watch on the Rhine'. Nach der Auszeichnung gab es aber nur noch ein paar Nebenrollen.

Nach dem Oscar war Schluss mit den großen Rollen

Ronald Colman

US-amerikanischer Schauspieler, 1948 mit einem Oscar für ‚Ein Doppelleben' ausgezeichnet. Spielte danach nur noch drei Rollen, zog sich dann komplett aus dem Business zurück und starb schließlich 1958.

Colman trat nach seinem Oscar in Fernsehfilmen auf

Shirley Booth

Die US-amerikanische Theaterschauspielerin erhielt den Oscar 1953 und den Golden Globe für ‚Kehr zurück, kleine Sheba‘ - nur wenige Filme folgten, dafür war Booth am Broadway erfolgreich und kassierte drei Tony Awards.

Statt in Hollywood am Broadway groß rausgekommen

George Chakiris

Chakiris erhielt 1962 einen Oscar für seine Rolle des Bernardo in der ‚West Side Story‘, konnte aber danach nicht mehr an den Erfolg anschließen. Heute widmet er sich der Silberschmuck-Herstellung.

Chakiris bekam den Oscar für die Rolle als Marias Bruder Bernardo

Paul Scofield

Für ‚Ein Mann zu jeder Jahreszeit‘ erhielt der renommierte Shakespeare-Darsteller 1967 die goldene Statuette. Danach war er aber wieder hauptsächlich auf der Theaterbühne vertreten.

Paul Scofields Hauptbetätigungsfeld blieb trotz des großen Erfolges weiterhin die Bühne

Art Carney

Einen Oscar erhielt Art Carney 1974 für seine Hauptrolle in der Filmkomödie ‚Harry and Tonto‘. Später sah man ihn hauptsächlich TV, in Kinofilmen gab es nur noch Mini-Rollen.

Nach dem Oscar für ‚Harry und Tonto‘ war es aus mit den großen Hauptrollen

Marlee Matlin

Die gehörlose Schauspielerin räumte den Oscar 1987 für ‚Gottes vergessene Kinder‘ ab. Seitdem ist sie hauptsächlich in TV-Serien zu sehen.

Wechselte vom Kino ins Fernsehen: Die gehörlose Mimin Marlee Matlin

Roberto Benigni

Der Regisseur und Schauspieler erhielt den Oscar 1999 für ‚Das Leben ist schön‘ - danach war er aber nur mehr in fünf Filmen zu sehen.

Seit dem Oscar feiert Benigni größere Erfolge mit dem Rezitieren von Dantes ‚Göttlicher Komödie'

Halle Berry

Als erste afroamerikanische Schauspielerin bekam Berry 2002 für ‚Monster’s Ball‘ den Oscar als beste Hauptdarstellerin. Danach sah man sie in ‚Stirb an einem anderen Tag' als Bond-Girl. 2005 hagelte es dann eine goldene Himbeere für ‚Catwoman‘ sowie weitere Himbeeren-Nominierungen für ‚The Call‘ und ‚Movie 43‘.

Vom Oscar zur goldenen Himbeere

Jean Dujardin

2011 errang er als erster französischer Schauspieler für seine Rolle in ‚The Artist‘ einen Oscar. Rollenangebote aus Hollywood (bis auf zwei kleine Nebenrollen) blieben aber bislang aus, allerdings ist er in seiner Heimat ein Star.

Oscarreife Leistung: Dujardin als Stummfilmdarsteller George Valentin

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