Netflix erhitzt mit einem Überwachungs-Tweet die Gemüter der Kunden

Netflix erhitzt mit einem Überwachungs-Tweet die Gemüter der Kunden

„Big Brother is watching you.“ Was vor zwanzig Jahren ein dahergesagter Spruch war, betrifft spätestens seit dem Boom der sozialen Medien und des On-Demand-Fernsehens beinahe jeden von uns täglich. Dass die User von Facebook, Instagram, Twitter und Co tatsächlich rund um die Uhr „überwacht“ werden, zeigt nun ein Tweet des amerikanischen Streaming-Riesen Netflix.

Spätestens mit der Erstellung eines Profils bei Facebook sind auch Sie zum gläsernen Menschen geworden. Glauben Sie nicht? Wie oft ist Ihnen beim Surfen im Internet schon „zufällig“ eine Werbeanzeige entgegengeflogen, die just Ihrem Geschmack entsprach? Diese maßgeschneiderten Werbemittel sind nur eine der vielen Nebenwirkungen des stetig wachsenden Webkonsums. Quasi am Laufband werden Ihre Daten an Dritte weitergeleitet, ausgewertet und in geschickte Anzeigen umgewandelt, mit denen Sie zum Genuss von Serien, Filmen und Spielen getrieben werden. „Big Data“ ist aber auch in der Politik längst zum gängigen Hilfsmittel geworden und hat angeblich zuletzt Donald Trump zum Wahlsieg verholfen.

Überprüfen auch Sie Ihre Privatsphäre-Einstellungen!

Big Brother, die Überwachungssoap, bei der sich Menschen rund um die Uhr bei alltäglichen Dingen filmen lassen, galt Ende der 90er zwar als Quotenhit – tatsächlich hätte aber wohl niemand von Ihnen freiwillig dabei mitgemacht, oder? Heute sind wir dank WhatsApp, Netflix und Twitter selbst zu Protagonisten einer großen Show geworden, und mit jedem Like befeuern wir diese Firmen mit weiteren Infohäppchen zu unserer Person. Wem das nun zu skurril klingt, der sollte einen Blick in seine Sicherheitseinstellungen bei Facebook werfen und die Rubrik „Werbeanzeigen“ anklicken. Sie werden überrascht sein, was Mark Zuckerberg alles von Ihnen weiß! Beim Selbsttest stellte sich heraus, dass die Amerikaner u. a. darüber informiert sind, wie viele Leute im jeweiligen Haushalt wohnen, ob man über Kabel oder WLAN ins Internet einsteigt, wie hoch das Einkommen der Person sein muss (zurückzuführen auf das Tracking von Bestellungen bei Online-Versandhäusern) und welches Mobiltelefon der User besitzt. Erschreckend!

Den „Big Data“-Vogel abgeschossen hat momentan allerdings Netflix: Mit diesem Tweet sorgte die amerikanische Seite des Streaming-Riesen kürzlich für Aufregung.

„An die 53 Leute, die A Christmas Prince jeden Tag in den vergangenen 18 Tagen gesehen haben: Wer hat euch wehgetan?“

„An die 53 Leute, die A Christmas Prince jeden Tag in den vergangenen 18 Tagen gesehen haben: Wer hat euch wehgetan?“

„Big Brother is watching you“

Der „lustig“ gemeinte Tweet schlug radikal ins Gegenteil um und brachte die Gemüter der Netzgemeinde zum Kochen. Netflix gesteht damit ein, das Verhalten der User nicht nur aktiv zu tracken (zugegebenermaßen keine große Neuigkeit), sondern auch mitzulesen und User vorzuführen. Das verwundert Menschen mit Web-Paranoia nun weniger, erschreckend ist jedoch die Tatsache, dass sich tatsächlich Mitarbeiter des On-Demand-Dienstes einen Spaß daraus machen, das Sehverhalten der Kunden nachzuverfolgen. Und plötzlich ist George Orwells Zitat „Big Brother is watching you“ (1984) aktueller denn je …

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