Musiker Thomas David bewertet die ESC-Songs!

Musiker Thomas David bewertet die ESC-Songs!

2013 gewann er die ORF-Show ‚Die große Chance‘, seither ist es in der breiten Öffentlichkeit ruhig geworden um Thomas David Putz. Wir haben mit dem heute 32-jährigen Steirer Kontakt aufgenommen und ihn gebeten, für TV-MEDIA die 43 Lieder des diesjährigen Eurovision Song Contest zu bewerten.

Der 32-jährige Steirer Thomas David Putz wird Ihnen ad hoc wahrscheinlich nichts sagen? So Sie aber zu den aufmerksamen ORF-Sehern zählen, wollen wir Ihnen kurz auf die Sprünge helfen: In der Saison 2002/2003 war er Teilnehmer der ersten Staffel von ‚Starmania‘ (damals gewann Michael Tschuggnall, Putz landete auf dem 10. Platz), zehn Jahre später siegte er bei ‚Die große Chance‘ mit dem Song ‚Able‘. Satte 100.000 Euro und einen anschließenden Deal mit der Plattenfirma Sony konnte er seinerzeit einsacken, tatsächlich verschwand er danach aber wörtlich von den Bildschirmen.

Jetzt meldet er sich mit einem neuen Album (‚To Love‘) und einer wirklich gelungenen Singleauskopplung (‚Find My Love‘) zurück. Wir haben ihn zu uns in die Redaktion eingeladen, und uns eine Kostprobe des Liedes geben lassen. Viel Vergnügen!

Shoutout - Thomas David

‚Große Chance‘-Gewinner kommentiert die ESC-Songs

Dem aber nicht genug. Wenn wir schon einen ambitionierten Musiker zum Greifen haben, wollten wir uns von ihm seine fachmännische Meinung zu den 43 Nummern der teilnehmenden Länder des Eurovision Song Contest 2017 einholen. Thomas David vergab Punkte (nach TV-MEDIA-System von 0-4) und kurze Statements zu den jeweiligen Nummern. Vorweg seine allgemeine Einschätzung: „Sehr schade, dass so viele Songs aus dem gleichen musikalischen Eck kommen. Gut aber für andere, die dadurch herausstechen.“ Eine komplette Übersicht der Lieder finden Sie übrigens hier.

Anbei lesen Sie seine Einschätzung, bei den Favoriten haben wir Ihnen außerdem noch einmal das entsprechende Musikvideo ergänzt. Die Länder werden in alphabetischer Reihenfolge gelistet, zu Russland und Österreich entfällt die Meinung.

  • Albanien: Stark Stimme. Sehr rockig, geht fast schon in die Symphonic-Metal-Richtung. Der Text ist für mich zwar schwer verständlich, kann aber durchaus als typischer ESC-Song gewertet werden. (3 Punkte)
  • Armenien: Sehr modern und mit armenische Zügen – das finde ich super! Extrem toll produzierte Nummer, hat was von Madonnas ‚Frozen‘ ;-) (3 Punkte)
  • Aserbaidschan: Ähnlich wie Albanien: Man glaubt fast nicht, dass solch eine Musik von dort kommt! Sehr pop-lastig, ist aber auch gerade sehr angesagt. (3 Punkte)
  • Australien: Könnte von Adele sein. Auch wieder sehr poppig, wird sich sicher in die Charts spielen. Der Sänger ist ein cooler Typ. Aber warum darf Australien beim ESC mitmachen? Egal, die Australier sind Sympathieträger und werden sicher punkten. (4 Punkte)
  • Belgien: Wow, ich dachte zuerst da singt ein Mann! Finde ich sehr cool: funktioniert ohne Firlefanz, groovt aber von Beginn an. Erinnert mich ein bisschen an Kodaline. (4 Punkte)

ESC 2017 - Belgien (Blanche - ‚City Lights‘)

  • Bulgarien: Killer Sänger, geil produziert, sehr interessant, aber es passiert nicht wirklich was. Verliert mich gegen Ende. (4 Punkte)
  • Dänemark: Klassischer dänischer Pop-Song. Wahnsinns Stimme! (3 Punkte)
  • Deutschland: Dazu wurde ja schon viel gesagt. Ich finde auch, dass speziell der Anfang sehr stark nach ‚Titanium‘ von David Guetta klingt. (3 Punkte)
  • Estland: Könnte meines Erachtens nach ein Lady-Gaga-Song aus ihrem ersten Album sein :-) (3 Punkte)
  • Finnland: Finde ich persönlich eine sehr starke Indie-Nummer, leider wartet man vergebens darauf, dass etwas Großes passiert. Textlich dreht man sich hier auch eher im Kreis. Ob das Lied wirklich ESC-tauglich ist wage ich zu bezweifeln. (3 Punkte)
  • Frankreich: Endlich wieder ein Song in der eigenen Sprache, geil! Ah, zu früh gefreut, doch wieder Englisch. Cooler Beat und sehr interessante Künstlerin. (4 Punkte)
  • Georgien: Heißer Kandidat für James Bond ;-) Absolut aufgelegtes Songcontest-Lied. (3 Punkte)
  • Griechenland: Ziemlich dancy, nicht ganz meine Richtung. Auch textlich passiert nicht viel, schade. (2 Punkte)
  • Irland: Die Musik klingt so wie der Typ aussieht. Ist mir etwas zu soft. (2 Punkte)
  • Island: Geiler Pop-Song, der mich an Ellie Goulding erinnert. (3 Punkte)
  • Israel: In Israel wahrscheinlich ein Hit, mir persönlich aber zu glatt. (3 Punkte)
  • Italien: Ein Song in der Muttersprache, geil! Zwar wieder Dance, funktioniert aber bestimmt super in Italien. Ob’s aber auch für den Sieg beim ESC reicht? (4 Punkte)
  • Kroatien: Warum muss man hier Englisch und Italienisch mischen!? Bin kein Fan von so einem Mischmasch. (2 Punkte)
  • Lettland: Sehr schwierig. Ich kann damit nix damit anfangen. Ist das Indie? Oder Dance? Pop? (2 Punkte)
  • Litauen: Hmm, ehrlich gesagt sehr viel Gejaule und immer wieder das gleiche. (2 Punkte)
  • Malta: Eine Song-Contest-Ballade wie aus dem Lehrbuch. Diese Hymne hebt sich allein durch das Wort „Breathlessly“ schon von der Masse ab und verspricht Großes. (3 Punkte)
  • Mazedonien: Könnte ebenfalls von Lady Gaga kommen. Interessant, ist mir aber wieder zu dancy. (3 Punkte)
  • Moldawien: Hat mich gefesselt, auch das Saxophon ist ein nettes Gimmick – kennen wir aber schon aus anderen Produktionen. (4 Punkte)
  • Montenegro: Schade, dass es nicht in der Landessprache gesungen wurde. (2 Punkte)
  • Niederlande: Mehrstimmig anzufangen finde ich immer sehr schön. Drei Stimmen ohne viel Schnickschnack, teilweise vielleicht zu „chipmunkig“. Die drei Grazien ergeben aber ein schönes Gesamtbild. (4 Punkte)
  • Norwegen: Der Song hat einen coolen Flow! Absoluter Radio-Hit. (3 Punkte)
  • Österreich: Keine Bewertung. Grund: Man darf nicht für sein eigenes Land stimmen.
  • Polen: Hier passiert eindeutig zu wenig. Eher fad! (2 Punkte)
  • Portugal: Mutig, sich auch einmal etwas Neues zu trauen. Auch dass der Song in der Landessprache eingesungen wurde finde ich super. Es passiert zwar nicht viel, aber man muss dennoch zuhören. (4 Punkte)

ESC 2017 - Portugal (Salvador Sobral - ‚Amar Pelos Dois‘)

  • Rumänien: Geil, einfach geil! Der Rap ist zwar nicht so stark, aber das Jodeln bleibt im Ohr hängen. Sehr herausstechend! (4 Punkte)

ESC 2017 - Rumänien (Ilinca feat. Alex Florea – ‚Yodel It!‘)

  • Russland: Keine Bewertung. Grund: Von der Teilnahme des ESC ausgeschlossen.
  • San Marino: Sind die dort erst jetzt in den 80er-Jahren angekommen? Finde ich zu cheesy. (2 Punkte)
  • Schweden: Der Justin-Timberlake-Verschnitt ist im Heimatland bestimmt ein Hit, beim ESC male ich dem Kerl aber keine zu großen Chancen aus. (3 Punkte)
  • Schweiz: Wieder eine Ellie-Goulding-Nummer. (3 Punkte)
  • Serbien: Kling wie alle anderen Songs auch, hat leider keine serbischen Elemente darin. Schade. (2 Punkte)
  • Slowenien: Leider gar nicht mein Fall. Sehe auch für den Song Contest keine große Hoffnung. (2 Punkte)
  • Spanien: Fängt cool an, der Refrain mit „Do it for your Lover“ ist’s aber weniger. Die Phrase kommt aber so oft und die Message ist so plakativ, dass sie schon wieder im Kopf haften bleibt. (3 Punkte)
  • Tschechien: Ganz schlicht, cooler rhythmischer Gesang, gefällt mir sehr gut. Erinnert mich an Lukas Graham. Die Gestaltung des Songs ist zwar eher 08/15, aber passt in dem Fall. Hier fehlen zwar die Highlights, aber das Schlicht-einfache mag ich! (3 Punkte)
  • Ukraine: Die einzig rockige Nummer bisher! Mal sehen was der Gastgeber damit für Chancen hat. (2 Punkte)
  • Ungarn: Yeah, wieder etwas in der Muttersprache. Modern trifft auf Old-School, mit Geige und Rap – geil! (4 Punkte)
  • Vereinigtes Königreich: Setzt eher auf Stimme und Text, finde ich aber sehr schön. (4 Punkte)
  • Weißrussland: Sehr catchy Song, in der Landessprache gesungen. Finde ich klasse! (4 Punkte)

ESC 2017 - Weißrussland (NAVI - ‚Historyja majho žyccia‘)

  • Zypern: Der Beat erinnert an Rag'n'Bone Man. Textlich zwar nicht so stark, aber der Refrain ist sehr hookig. (3 Punkte)
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