Maximilian: Das dreiteilige 15-Millionen-Euro-Spektakel im ORF

Kaiser Maximilian (Jannis Niewöhner) und seine Frau Maria (Christa Théret) sind das Zentrum des opulenten Historien-Epos. Mit dabei auch Miriam Fussenegger als Marias Hofdame und Stefan Pohl als Wolf von Polheim

Kaiser Maximilian (Jannis Niewöhner) und seine Frau Maria (Christa Théret) sind das Zentrum des opulenten Historien-Epos. Mit dabei auch Miriam Fussenegger als Marias Hofdame und Stefan Pohl als Wolf von Polheim

Im Habsburger-Historien-Epos ‚Maximilian - Das Spiel von Macht und Liebe‘ dramatisiert der ORF das Leben des charismatischen Habsburger-Kaisers. Die internationale Großproduktion läuft diese Woche im TV.

Schon in der ersten Sequenz nimmt ‚Maximilian - Das Spiel von Macht und Liebe‘ die Zuseher mit auf eine ungewöhnliche Reise: Das Einstiegsbild vom Ende einer Schlacht (in der der Burgunderkönig Karl der Kühne stirbt) wurde in Tschechien gedreht, es geht weiter mit einem Reiter, der durch die burgenländische Lange Lacke hetzt, dann macht der erste von drei Teilen des historischen ORF-Großprojekts Station in der Burg Kreuzenstein (NÖ), es geht weiter nach Laxenburg, ins Stift Klosterneuburg, nach Pressbaum, Rappottenstein, in ein Filmstudio nach Ungarn, nach Allentsteig, zur Rosenburg, ins Stift Zwettl, schließlich die Freyung in Wien. - Ein Dutzend Drehorte in fünf Minuten, so viel Aufwand ist für ein österreichisches TV-Movie dann doch ungewöhnlich.

Maria von Burgund ist Maximilians große Liebe

‚Maximilian‘ ist ein Werk der Superlative: 77 Tage Drehdauer, 100-köpfiges Team, 3.000 (!) Komparsen

Das TV-Event - eine Produktion der Wiener MR-Film für ORF und ZDF -, das kommende Woche von Mittwoch bis Freitag jeweils um 20.15 Uhr in ORF eins gezeigt wird, geizt auch sonst nicht mit Superlativen: Der 77 Tage lange Dreh eines knapp 100-köpfigen Teams unter der Regie von Andreas Prochaska (‚Das finstere Tal‘, ‚Die unabsichtliche Entführung der Frau Elfriede Ott‘) spielt in insgesamt 60 Burgen, Schlössern, Kreuzgängen und mittelalterlichen Straßenzügen, 3.000 Komparsen waren im Einsatz, 800 Kostüme und 100 Rüstungen schaffen eine „authentische“ Kulisse für die Geschichte des Habsburgers Maximilian I. (1459-1519), der mit seiner Macht- und Heiratspolitik den Grundstein für das spätere Weltreich der österreichischen Herrscherdynastie legte.

3.000 Komparsen, 800 Kostüme und 100 Rüstungen wurden für das Epos gebraucht

Dreiteiler um den jungen König und Kaiser und letzten Ritter Maximilian

Der Dreiteiler greift aus dem bewegten Leben des charismatischen deutschen Königs und Kaisers des Heiligen Römischen Reiches freilich nur fünf Jahre heraus, jene von 1477 bis 1482, in denen der junge Maximilian („der letzte Ritter“) den Kampf um die burgundische Königstochter Maria und deren Thron für sich entscheidet - und aller politischer Sachzwänge zum Trotz mit ihr glücklich wird. Für Regisseur Prochaska war dies auch der "schönste Aspekt" des Projekts: „Eine Coming-of-Age-Geschichte zu erzählen, in der der junge Maximilian gegen den Widerstand des Vaters dessen Politik überwindet, Kraft für sich selbst daraus bezieht und seine Liebe findet. Die ursprünglich erzwungene Beziehung wurde eine große Liebe.“

Es gibt ein Wiedersehen mit Tatort-Star Martin Wuttke

Und wie treu blieb der Filmemacher („mir selbst war Maximilian erst kein Begriff, da muss ich im Geschichtsunterricht geschlafen haben“) den historischen Fakten? Prochaska: „Mit denen sind wir relativ frei umgegangen, das muss man offen sagen. Wir nehmen den allfälligen Aufschrei von Historikern aber bewusst in Kauf. Die Aufgabenstellung war: möglichst hohe Authentizität bei möglichst großer Nähe zum Publikum. Den Film sollten bei diesem Aufwand schon einige Leute sehen “

Auch Erwin Steinhauer ist mit von der Partie

Was dem Historien-Movie (Buch: Martin Ambrosch), das mit 15,5 Millionen Euro Budget, 4,4 davon vom ORF, als internationale Großproduktion angelegt und atmosphärisch dicht erzählt ist, aus Sicht von Prochaska guttut: „Dass die wichtigen Rollen mit Schauspielern aus dem jeweiligen Kulturkreis besetzt wurden. Österreicher, die so tun, als wären sie Franzosen: grauenhaft.“ - So konnte er auf ein hochkarätiges Ensemble zurückgreifen: Den jungen Kaiser gibt der 24-jährige deutsche Jungstar Jannis Niewöhner, seine Braut Maria von Burgund die junge Französin Christa Théret, 25, in ihrer Heimat bereits für Césars nominiert. Ein eindringlicher Tobias Moretti als Friedrich III. (Maximilians Vater), Johannes Krisch, Miriam Fussenegger, Fritz Karl oder Martin Wuttke runden das Starensemble ab.

Tobias Moretti spielt Friedrich III., Maximilians Vater

Begleitende Doku über die gesamte Lebensgeschichte des Reformerkaisers

Wer Maximilian I. abseits von Liebe und Intrige in seiner geschichtlichen Bedeutung erfassen will, der sei auf die begleitende Dokumentation Der Brautzug zur Macht verwiesen (Freitag, im Anschluss an Teil drei). Diese erzählt - mit aufwendigen Spielszenen, Kartenanimationen und Experten wie Manfred Hollegger - die gesamte Lebensgeschichte des Reformerkaisers und sendungsbewussten Monarchen; der übrigens nicht in der Innsbrucker „Schwarzen Mander“-Kirche in dem ihm zugedachten Grabmal, sondern in Wiener Neustadt begraben ist. Sein Ende ist zudem gut dokumentiert: Er wurde als "Sünder und Büßer" begraben, sein Leichnam zuvor gegeißelt, die Haare geschoren und die Zähne ausgebrochen. Auch das Teil einer Selbstinszenierung, um den Nachruhm zu sichern.

Die TV-Termine zu ‚Maximilian‘ im Überblick:

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