Marlon Brando: Ein Leben auf der Leinwand - und auf Musikkassette

Marlon Brando in ‚Endstation Sehnsucht‘

Marlon Brando in ‚Endstation Sehnsucht‘

Er revolutionierte in den 50er-Jahren die Schauspielerei. Statt Pathos und Klischee suchte er nach der Wahrhaftigkeit der Gefühle. Als er 2004 starb hinterließ er säckeweise Schätze.

Marlon Brando zählt zu den bedeutendsten Charakterdarstellern der Filmgeschichte des 20. Jahrhunderts. Mit seinen Rollen in den Filmen ‚Endstation Sehnsucht‘ (1951) und ‚Die Faust im Nacken‘ (1954) verschaffte er der Schauspieltechnik des Method Acting weltweit Beachtung. Sowohl mit seiner Art der Darstellung als auch durch sein Auftreten in der Öffentlichkeit als gesellschaftlicher Außenseiter, den die Spielregeln Hollywoods nicht interessierten, beeinflusste er die jüngere Schauspielergeneration nachhaltig.

Zwei Oscars gewonnen, einen verweigert und Engagement für Menschenrechte

Zwischen 1952 und 1990 war er siebenmal in der Kategorie Bester Hauptdarsteller und einmal als Bester Nebendarsteller für den Oscar nominiert, zweimal (1955 und 1973) gewann er ihn. 1973 verweigerte er die Annahme der Auszeichnung für seine Titelrolle in Der Pate aus Protest gegen den bis zu dieser Zeit verbreiteten abwertenden Umgang der amerikanischen Filmindustrie mit den Indianern. Statt ihm kam die indianische Schauspielerin Sacheen Littlefeather zur Oscar-Verleihung. Marlon Brando nutzte seine Prominenz für ein vielseitiges gesellschaftspolitisches Engagement, beispielsweise zur Unterstützung der US-Bürgerrechtsbewegung der Afroamerikaner und der indigenen Organisation des American Indian Movement.

Gesprächige Hinterlassenschaft

Als Marlon Brando am 1. Juli 2004 in Los Angeles starb, hinterließ er Säcke voller Kassetten. Er hatte sie selbst besprochen, es gab darunter auch welche, die er zur Selbsthypnose verwendete um seine Seele zu beruhigen. Aber auch zum Abnehmen - Brando war am Ende seines Lebens ziemlich korpulent.

Brando zeichnete sein ganzes Leben auf Kassette auf - Auszüge davon wurden im Dokumentarfilm ‚Listen to me Marlon‘ verwendet

Brando zeichnete sein ganzes Leben auf Kassette auf - Auszüge davon wurden im Dokumentarfilm ‚Listen to me Marlon‘ verwendet

Listen to me Marlon: Brando kommt zu Wort

Regisseur Stevan Riley bekam exklusiven Zugang zu den Aufnahmen und verwertete sie in seinem Film ‚Listen to me Marlon‘. Er schuf ein intimes Porträt des Schauspielers, der immer auf der Seite der Outsider stand und sich für sie einsetzte.

Marlon Brando in seinen eigenen Worten

Top Storys
Die kultigsten Autos der TV- & Filmgeschichte

Die kultigsten Autos der TV- & Filmgeschichte

Von Columbos Peugeot 403 bis hin zu James Bonds Aston Martin – diese Filmautos sind Kult!

Top Storys
Wohin führt die Zukunft Tom Turbo & Co?

Wohin steuert das ORF-Kinderprogramm?

Was passiert mit ABC-Bär, Tom Turbo & Co?

Top Storys
Die 50er-Jahre-Serie The Marvelous Mrs. Maisel räumte bei den 70. Emmys ab. Auch ihr Star, Rachel Brosnahan, darf sich freuen: Sie wurde zur besten Comedy-Hauptdarstellerin gekürt

Primetime Emmy Awards 2018: Das sind die Gewinner aus allen Kategorien

Die Abräumer der 70. Emmy Awards

Top Storys
Die gemeinsten Cliffhanger der TV-Geschichte

Die gemeinsten Cliffhanger der TV-Geschichte

Manche Serien lassen ihre Zuschauer eiskalt im Regen stehen – und wurden bis heute nicht aufgelöst

Top Storys
Robert De Niro in Kombination mit Regisseur Martin Scorsese (Casino) ist ein Garant für etliche F-Bomben!

Diese 20 Filme überstrapazieren das F-Wort gewaltig!

Martin Scorsese als „Fuck“-Spitzenreiter? Fast kein Regisseur benutzt das F-Wort öfter!

Top Storys
Beliebt beim ZiB-Publikum: Tarek Leitner und Nadja Bernhard

ZiB-News: Wer künftig wo moderiert

TV-MEDIA weiß, wie die ZiBs des ORF künftig aussehen sollen