‚Liebling Kreuzberg‘ Manfred Krug ist tot

 Wie man ihn kennt und liebt: Manfred Krug als Liebling Kreuzberg

Wie man ihn kennt und liebt: Manfred Krug als Liebling Kreuzberg

Wer liebte ihn nicht, den Liebling Kreuzberg alias Manfred Krug? Auch als grummeliger ‚Tatort‘-Kommissar Stoever schoss er so manchen Vogel ab. Jetzt starb Manfred Krug im Alter von 79 Jahren.

Er liebte Gary Cooper, war einer der populärsten Kino- und TV-Schauspieler der DDR und wurde später auch in der Bundesrepublik zum Publikumsliebling – der deutsche Kojak, Manfred Krug, das ruppige Raubein.

Liebling Kreuzberg und Kommissar Stoever

Krug startete in der DDR seine Karriere und avancierte später auch in der Bundesrepublik zum TV-Publikumsliebling mit ‚Tatort‘ und ‚Liebling Kreuzberg‘ zum Schauspielerstar. Nebenbei gab es auch (an der Seite von Lilo Pulver) Gastspiele in der ‚Sesamstraße‘, womit Krug seine Vielseitigkeit unterstrich. Krug spielte in insgesamt 41 ‚Tatort‘-Folgen den kauzigen Kommissar.

Kult-Kommissar Stoever: In der Krimireihe ‚Tatort‘ war Krug zusammen mit Brockmöller (Charles Brauer) ein Team

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Desillusionierter DDR-Star

Geboren wurde er am 8. Februar 1937 in Duisburg, übersiedelte aber bereits als Bub mit seinem Vater 1949 in die gerade entstehende DDR, bevor er 1977, nach seinem Protest gegen die Ausbürgerung Wolf Biermanns, wieder in den Westen wechselte. Zuvor war er jedoch in der DDR der „Tausendsassa der DEFA-Filme", wo er seit 1961 unter Vertrag stand. Wie vom Donner gerührt war der ansonsten eher unerschrockene Schauspieler, als der 1965 gedrehte Frank-Beyer-Film ‚Spur der Steine‘ mit Krug als aufmüpfig-anarchistischer Baubrigadier von der SED verdammt wurde und schnell wieder aus den Kinos verschwand bzw. von Stasitrupps gestört wurde. „Goebbelssche Manier“ ortete Krug und erlebte seinen ersten schweren Einbruch mit meinem Glauben an das bessere, gerechtere Deutschland mit den sozialistischen Idealen. Nach dem massenweisen Künstlerprotest gegen die Ausweisung Wolf Biermanns, dem sich auch Krug angeschlossen hatte, wurde der Schauspieler beruflich kaltgestellt und von Stasi-Leuten verfolgt.

Vielseitiger Schauspieler: Manfred Krug mit Armin Mueller-Stahl in der Mini-Serie ‚Die Verschworenen‘

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Bundesverdienstkreuz und Schlaganfall

Vom aktiven Schauspielberuf hatte sich Krug zwar schon mit dem Eintritt ins offizielle Pensionsalter zurückgezogen. Ungewöhnlich für Schauspieler, doch einen Schlaganfall 1997, von dem er sich ironischerweise in einer Rehaklinik auf dem Gelände der einstigen „SED-Bonzensiedlung" Wandlitz erholte, hatte Krug doch nicht ganz ignorieren wollen. Im April 2013 erhielt der Künstler das Bundesverdienstkreuz. Am vergangenen Freitag starb das liebenswerte Raubein im Alter von 79 Jahren in Berlin.

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