Kurzfilm-Projekt ‚ADAM‘: Neill Blomkamp gibt Robotern eine Seele

Kurzfilm-Projekt ‚ADAM‘: Neill Blomkamp gibt Robotern eine Seele

Mit seinen Filmen ‚District 9‘, ‚Elysium‘ und ‚Chappie‘ festigte der südafrikanische Regisseur Neill Blomkamp in den letzten zehn Jahren seinen Stand im Sci-Fi-Genre. Während Fans des Johannesburgers vergeblich auf Nachschlag in Form eines weiteren Langfilms warten, hat es den Visionär zwischenzeitlich ins Segment der Kurzfilme verschlagen. Auch dort spielt der gelernte 3D-Animateur seine Stärken aus: künstliche Intelligenz, die philosophische Frage nach dem „Sein“, sowie atemberaubende Animationstechnik!

Science-Fiction-Fans sind sich einig: Der 38-jährige Filmemacher Neill Blomkamp ist ein Genie! Während im Genrekino gerne im Minutentakt etwas in die Luft fliegt und ein extraterrestrisches Wesen für den nötigen „Sci“-Faktor sorgt, hinterfragt der Südafrikaner mit seinen Visionen das Leben. Mit dem Alien-Flüchtlingsdrama ‚District 9‘ (2009) bewies er, dass uns die „Aggressoren aus dem All“ nicht immer feindlich gesinnt sein müssen, in ‚Elysium‘ (2013) beängstigte er mit einer dystopischen Zukunftsvision des Jahres 2154, und in seinem letzten Streich aus dem Jahr 2015 hauchte er dem Roboter ‚Chappie‘ Leben ein. Dieser Linie bleibt der Regisseur treu, nur verschlägt es ihn seither ins Kurzfilm-Fach.

Meisterwerke gratis auf YouTube

Seit Juni 2017 veröffentlicht er über sein Oats Studio in unregelmäßigen Abständen kleine Meisterwerke auf YouTube. Den Start machte die dreiteilige Militär-Sci-Fi ‚Rakka‘, mit ‚Alien‘-Ikone Sigourney Weaver in der Hauptrolle (TV-MEDIA berichtete). Es folgte das Projekt ‚ADAM‘, ebenfalls eine Reihe von miteinander verwobenen Clips, die den Themenanker künstliche Intelligenz haben. Im Mittelpunkt: Ein Roboter, dem menschliches Bewusstsein eingehaucht wird.

ADAM: Chapter 1

Mit ‚The Mirror‘ gib es seit kurzem den zweiten Teil dieser Geschichte zu bestaunen. Das Besondere: Blomkamp drehte den 7-minütigen Film, wie auch bereits den Vorgänger, mit der Unity Engine – eine extrem kraftvolle Laufzeit- und Entwicklungsumgebung für Videospiele. Während man in dieser Branche mit dem Tool bereits seit Jahren Zwischensequenzen animiert (was nicht immer ganz fehlerfrei abläuft, Anm.) , hat sich im Filmsektor bislang noch niemand an das sogenannte „Echtzeit-Rendering“ gewagt. Das realitätsnahe Ergebnis kann sich jedoch sehen lassen, und gilt vermutlich bald als zukunftsweisend für das gesamte Genre des Animationsfilms.

ADAM: The Mirror

Sci-Fi so philosophisch wie noch nie

Die Frage nach dem „Sein oder Nichtsein“, sowie der Drahtseilakt zwischen künstlicher Intelligenz und der Versklavung von Technik scheint momentan auch wieder in Hollywood ein ganz heißes Thema zu sein. Zuletzt marschierte Sci-Fi-Visionär Ridley Scott mit seinem philosophischen ‚Alien: Covenant‘ in diese Richtung, auch ‚Blade Runner 2049‘ (ebenfalls unter Mitarbeit von Scott, Anm.) nimmt sich der Thematik an. Ein weiteres Großprojekt, das Interessierte im Auge behalten sollten, ist Steven Spielbergs kommendes Werk ‚Ready Player One‘.

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