‚Kalahari Gemsen‘: Gags, Gags, Gags mit Angelika Niedetzky und Ramesh Nair

Angelika Niedetzky und Ramesh Nair sind die ‚Kalahari Gemsen‘

Angelika Niedetzky und Ramesh Nair sind die ‚Kalahari Gemsen‘

Ab 12. Jänner weht frischer Wind durch die ORF-Comedylandschaft. ‚DIE.NACHT‘ (23 Uhr, ORF eins) bekommt eine neue Sketch-Comedy namens ‚Kalahari Gemsen‘ spendiert. Andrea Niedetzky und Ramesh Nair schlüpfen dabei in die diversen Hauptrollen. Zum Start des neuen Spaß-Formats haben wir die beiden zum Interview gebeten.

Nein, es handelt sich nicht um einen Rechtschreibfehler. Die neue ORF-Sketch-Comedy am Dienstag trägt tatsächlich den Namen ‚Kalahari Gemsen‘. Wir wollten vom Blödel-Duo Niedetzky/Nair nicht nur wissen, wie sie auf den Titel gekommen sind sondern auch welche Vorbilder sie haben und welche Rolle der ‚Inder‘ spielt.

TV-MEDIA: Wie ist das jetzt eigentlich mit dem Sendungsnamen?
Ramesh Nair: Unser Co-Autor hat einfach unsere Vornamen genommen und die Buchstaben verwurstet und am besten fanden wir halt Kalahari Gemsen. (Anm.: Es handelt sich dabei um ein Anagramm) . Es passt halt: Khalahari ist ein bisschen das Exotische, wofür ich stehe. Und Geli ist die Gemse – nach alter Rechtsschreibung.
Angelika Niedetzky: Der Name ist so out of space, dass man ihn sich einfach merkt.

TV-MEDIA: Sie erklimmen laut ORF-Aussendung mitunter Berge des Unsinns. Was war so das Blödeste, was Ihnen passiert ist?
Angelika Niedetzky: Ich erinnere mich immer gerne an einen Sketch, wo ich im Schrebergarten stehe, mit Lockenwicklern im Haar. Ramesh kommt von draußen und pinkelt gegen meine Hecke und meine Gartenpflanze. – Aber das mussten wir irgendwie technisch lösen. Es wurde dann die Wasserflasche, da stellte sich halt Frage, wie fest man andrücken muss. Das war einfach wahnsinnig blöd.
Ramesh Nair: Das ist ein wahnsinnig lustiger Sketch, v. a. auch deswegen, weil Geli ganz anders damit umgeht, dass ich in ihren Garten pinkle, als man das erwarten würde …

Ramesh Nair und Angelika Niedetzky schlüpften für die ‚Kalahari Gemsen‘ in zig Rollen und hatten einen Haufen Spaß dabei

TV-MEDIA: Sie spielen mehr als 200 Sketche und schlüpfen dabei in viele Rollen. Was spielen Sie lieber: die schnöde Hausfrau oder den geilen Pfarrer?
Angelika Niedetzky: Das Schöne an diesem Format ist, dass man eben so viele verschiedene Figuren spielen kann. Am liebsten mag ich halt die, die ganz weit weg von mir selber sind und bei denen ich mit Akzenten und Dialekten jonglieren darf.
Ramesh Nair: Ich mag tatsächlich alles, was skurril, absurd, nerdig, laut und mit einem argen Akzent ist. Alles, was man von uns nicht erwartet, das ist auch für mich am lustigsten, weil man einfach verrückt sein darf und seine Haut abstreifen kann.

TV-MEDIA: Auch Ihr Image als ,der Inder‘?
Ramesh Nair: Ich würde lügen, würde ich sagen, das ist nicht so. Viele kennen mich aus dieser Werbung und wissen gar nicht, was ich alles mache. Ich hab mein Ziel ja schon erreicht, weil der ORF den Piloten gesehen und gesagt hat, das Format ist lustig und der Ramesh kann das spielen, der ist wandelbar und nicht nur "der Inder" in unterschiedlichen indischen Outfits.


Motto: Die Kalahari Gemsen erklimmen Berge von Unsinn

TV-MEDIA: Wie aktuell und brisant sind Ihre Sketches?
Ramesh Nair: Wir haben tatsächlich darüber diskutiert, wie wir auf momentane News reagieren. Wenn man so ein Projekt plant, weiß man ja nicht, wann das ausgestrahlt wird. Deswegen haben wir uns für Geschichten entschieden, die immer funktionieren werden.
Angelika Niedetzky: Das Dankbare an solchen Formaten ist, das haben wir auch bei ‚Echt fett‘ festgestellt, dass kurze Dinge gezeigt werden. Dann bleiben die Leute dran. Selbst wenn ein Sketch nicht gefallen sollte, dann wartet man auf den nächsten, weil man neugierig ist. Spätestens nach zwei Minuten ist er wieder vorbei. Zweiminüter sind bei uns eh eher die langen, wir haben g’schaut, dass wir meistens unter 60 Sekunden bleiben.
Ramesh Nair: Was für uns eine Herausforderung war, weil wir am Tag sechs bis acht Figuren gespielt haben und das ganz schnell abhandeln mussten, um das Pensum zu erreichen.
Angelika Niedetzky: Und mehr schreiben mussten wir auch, 200 kurze ist natürlich mehr Aufwand als 100 längere.

Pro Tag hat das Comedy-Duo sechs bis acht Figuren gespielt

TV-MEDIA: Ramesh Nair, Sie hatten die Idee, wie kam’s überhaupt zu den ‚Kalahari Gemsen‘?
Ramesh Nair: Die Idee gibt's tatsächlich schon sieben Jahre. Wir haben uns 2012 kennengelernt und haben dann überlegt, weil wir uns schmähmäßig gut verstanden haben, ob wir was kabarettmäßiges aufziehen. Ursprünglich hatte ich im Kopf, diese Sketches alleine zu machen. Aber dann haben wir gemeinsam sinniert und 2013 hab ich das einem Kollegen erzählt, der dann gleich ein paar Sketches geschrieben hat. Dann ging alles ganz schnell. Innerhalb von ein paar Monaten haben wir einen Piloten gedreht, den wir im Dezember 2014 dem ORF gezeigt haben. Der gab sein Go. Und wir haben weitergeschrieben und gedreht. Jetzt, ein gutes Jahr später, geht er auf Sendung.
Angelika Niedetzky: Das ist unser Baby, weil wir Darsteller und Autoren sind. Wir waren vom Anfang bis zum Ende dabei. Das ging so schnell.


Nair: „Wenn die Zuschauer soviel Spaß haben wie wir, sind wir auf der sicheren Seite“

TV-MEDIA: Hatten Sie Vorbilder?
Ramesh Nair: Ich habe tatsächlich ein Comedyvorbild, Ange Enkelke, die lieeeebe ich, die Art und Weise wie sie sich verwandelt und sie ihre Sendung ‚Ladykracher‘ gestaltet. Martina Hill mag ich auch, die ist aber mehr sie selbst und verwandelt sich nicht, macht eine andere Art des Humors, aber ist sensationell. Die beiden sind für mich, und letztendlich auch für Geli, ziemlich cool.
Angelika Niedetzky: Hill inspiriert mich immer. Sie ist schnell, frech und sie kann Pointen wahnsinnig schnell auf den Punkt bringt.

TV-MEDIA: Sketchcomedys werden in Österreich eher stiefmütterlich behandelt. Ausgenommen vielleicht ‚Echt fett‘ oder ‚BÖsterreich‘ …
Angelika Niedetzky: Wobei ‚Echt fett‘ mit versteckter Kamera war und ‚BÖsterreich‘ hatte andere Themen.
Ramesh Nair: ... und war kein echtes Comedy-Format, das war mehr Satire. – Das hat mich auch gewundert. ich hab’ tatsächlich lange gedacht, dass es für dieses Format in Österreich offensichtlich keinen Markt gibt, keiner will das. Aber in Deutschland ist der Markt komplett überlaufen ist. Da haben wir jetzt tatsächlich einen Vorteil, weil es eine neue Farbe bringt und hoffentlich wird das angenommen. Wenn die Leute so viel Spaß haben wie wir, dann sind wir auf der sicheren Seite.

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