Jungstar-Wahl 2017: Covershooting & Interview mit den beiden Gewinnern

Jungstar-Wahl 2017: Covershooting & Interview mit den beiden Gewinnern

Die Gewinner unserer diesjährigen Jungstar-Wahl stehen fest: Rony Herman und Liliane Zillner haben nicht nur die Filmexperten von TV-MEDIA überzeugt, sondern auch die Leser – die in einem spannenden Onlinevoting mitbestimmen durften, welche beiden Newcomer das Cover unserer aktuellen Ausgabe zieren. Wir baten die zwei nicht nur zum exklusiven Fotoshooting, sondern auch vors Mikrofon.

Ende Jänner haben wir Ihnen 20 Jungschauspieler aus der österreichischen Filmszene vorgestellt – Sie durften darüber entscheiden, von welchem Herrn und von welcher Dame Sie künftig mehr sehen wollen. Während sich bei den Männern ziemlich rasch ein Gewinner herauskristallisierte (der Erstplatzierte Rony Herman gewann mit rund 12.800 Stimmen!), gab es bei den Frauen ein bis zuletzt spannendes Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Liliane Zillner und Antonia Jung – letztlich setzte sich Zillner mit 8.913 Stimmen gegenüber ihrer Konkurrentin (immerhin 8.536 Votes!) durch.

Making-of des neuen TV-MEDIA Covers!

Im Anschluss an die aufregende Bewährungsprobe vor einer der größten Online-Communitys des Landes, baten wir die 23-jährige Salzburgerin und den 26-jährigen Linzer in unserem Fotostudio vor die Linse. Anfangs noch etwas zaghaft, entpuppten sich die beiden Youngsters schnell als echte Vollprofis sobald die Kamera auf sie gerichtet wurde. Das Ergebnis dieser tollen Erfahrung sehen Sie in der aktuellen Ausgabe Nr. 11 /2017 – ein Making-of können Sie jedoch hier bestaunen.

Jungstar-Wahl 2017: Making-of des Covershootings

Interview mit Rony Herman

Rony Herman wurde 1990 in Israel geboren, ein Jahr später zog seine Familie nach Linz. Nach der Matura zog er wiederum nach Wien, um Jus zu studieren – aber nur einen Abschnitt lang, dann reiste er nach New York, um am renommierten Lee Strasberg Institute Schauspiel zu lernen. Heuer wird er in einer Folge von ‚SOKO Kitzbühel‘ und dem Film ‚Tatort Staatsarchiv‘ zu sehen sein.

TV-MEDIA:  Geboren in Israel. Erzähl’ uns mehr.
Rony Herman:  Mein Vater ist Israeli, meine Mutter Linzer Jüdin, die in Israel Medizin studiert hat. Dort haben sie sich kennengelernt und geheiratet, und meine beiden älteren Brüder und mich bekommen. Als ich ein Jahr alt war, sind wir alle nach Linz gezogen.
TV-MEDIA:  Ich nehme an, du kannst dich an nichts aus Israel erinnern?
Herman: Damals war Zweiter Golfkrieg und man hat mir erzählt, dass ich in ein Zelt gebracht wurde, das gegen Giftgas schützte, weil Gasmasken für Babys zu groß sind. Aber erinnern kann ich mich nicht daran.
TV-MEDIA: Zum Jetzt: Warum Schauspielerei?
Herman: Weil es das Einzige in meinem Leben ist, bei dem ich das Gefühl habe, nicht Durchschnitt zu sein. Ich spüre es in mir und würde es mir nie verzeihen, wenn ich nicht versuchen würde, diesem Traum nachzugehen. Es ist nicht leicht außerhalb der Schauspielschule, die Realität ist beinhart, und ich muss mich immer wieder daran erinnern, warum ich es mache.
TV-MEDIA: Hast du in der Schule in einem Theaterstück gespielt?
Herman: Zählt Volksschule? Da war es das Krippenspiel. Ich war Jesus, oder nein Josef – ich bin mir nicht ganz sicher.
TV-MEDIA: Was war deine bisher beste Erfahrung als Jungschauspieler?
Herman: Der Dreh zu ‚Soko Kitzbühel‘. In einer Folge der neuen Staffel spiele ich einen Verdächtigen. Es waren vier Drehtage, ich wohnte in einem Hotel, alles war bezahlt. Es war ein schönes Gefühl (lacht) . Ich habe so lange darauf hingearbeitet und war glücklich, dass ich zeigen konnte, was ich draufhabe.


‚Ich würde es mir nie verzeihen, wenn ich nicht versuchen würde, diesem Traum nachzugehen‘ – Rony Herman über die Schauspielerei

TV-MEDIA: Okay, da bist du verdächtig. Hast du schon einmal eine Leiche gespielt?
Herman: Ja, das war im österreichischen ‚Tatort Vergeltung‘ (Anm.: 2011). Da musste ich lange regungslos auf dem kalten U-Bahnboden liegen. Das hat nicht so viel Spaß gemacht. Andererseits habe ich gehört, dass es Glück bringen soll, wenn man als erste Rolle eine Leiche ausfasst.
TV-MEDIA: Wie wurdest du getötet?
Herman: Ich habe einen Neonazi gespielt, der von einem Mädchen mit einem Baseballschläger brutal totgeschlagen wird.
TV-MEDIA: Ausgerechnet einen Neonazi? Was haben die Eltern dazu gesagt?
Herman: Ein Jude als Neonazi – sie haben gelacht (lacht) . Aber es war jetzt keine Rolle, in die ich mich hineinfühlen musste, es war unter Anführungszeichen nur eine Leiche. Andererseits: Wenn es eine echte Rolle gewesen wäre, hätte ich es getan. Es ist ja mein Beruf.
TV-MEDIA: In deiner Vita steht, dass du die israelische Selbstverteidigungstechnik Krav Maga beherrschst. Das heißt, du könntest mich jetzt leicht außer Gefecht setzen?
Herman:  Nein, dazu bräuchte ich noch viel mehr Training, das wäre nur ein Herumgefuchtel. Aber ich war auch noch nie in einer Schlägerei und das soll auch so bleiben.
TV-MEDIA: Außerdem bist du Fußballfan. Lieblingsverein?
Herman: Bayern München. In Österreich habe ich keinen Lieblingsverein.
TV-MEDIA: Welche Rolle hättest du für dein Leben gern gespielt?
Herman: Die von Matt Damon in ‚Good Will Hunting‘. Das ist einer meiner Lieblingsfilme.

Interview mit Liliane Zillner

Liliane Zillner wurde 1994 in Oberndorf geboren, seit gut fünf Jahren lebt sie in Wien. Zunächst hat die fesche Blondine Philosophie und Jus studiert, entschied sich dann aber fürs Schauspiel (Max-Reinhardt-Seminar). Zu bewundern war sie bis dato u. a. in Das Sacher als Geliebte des Erzherzogs Otto, im Winter wird man sie im zweiten steirischen Landkrimi Steirerkind sehen.

TV-MEDIA: Warum Schauspielerei?
Liliane Zillner:  Da haben sich im Prinzip alle Dinge getroffen, die mich interessiert haben. Ich war immer literatur- und philosophiebegeistert. Und die Schauspielerei macht die Philosophie erlebbar, sie reißt sie aus einer trockenen Theorie in etwas Psychophysisches. Die Philosophie ist sinnlos, wenn dabei der Gedanke nicht wesentlich wird und an die Existenz anrührt.
TV-MEDIA: Wow, spannende Antwort. Deiner Vita entnehme ich aber auch, dass du kickboxen kannst.
Zillner: Ja, das habe ich vier, fünf Jahre lang gemacht, auch professionell Kämpfe bestritten. Ich war mit 15 Jahren auch Kickbox-Meisterin.
TV-MEDIA: Warum Kickboxen? Wegen der Selbstverteidigung?
Zillner: Eher wegen meines irrsinnigen Energieüberschusses! Ich habe das gebraucht. Es ging darum, den Körper zu spüren. Wobei mir die Kämpfe im Endeffekt zu konkurrenzbetont waren. Ich brauche das nicht, dass die Gegnerin heulend am Boden liegt, ich steige lieber in den Ring, um mit dem anderen zu kämpfen und nicht nur gegen den anderen.
TV-MEDIA: Und tatsächlich Vollkontakt?
Zillner: Ja, aber schon mit Handschuhen, Kopfschutz und Zahnschutz. Wobei: Einmal wurde mir die Hälfte des Zahns ausgeschlagen.
TV-MEDIA: Hast du in der Schule in einem Theaterstück gespielt?
Zillner: Das einzige Stück war ‚Auf der Greifswalder Straße‘ von Schimmelpfennig. Da habe ich ein junges Mädchen gespielt, das den Gedanken nicht ertragen kann, geliebt zu werden, weil sie das nicht glauben kann. Sie erschießt ihren armen Liebhaber und zerkratzt sich selbst das Gesicht. – Eine freakige Rolle. Aber sehr intensiv.


‚Ich hatte Angst vorm Spielen. Aber das, wovor man am meisten Angst hat, ist auch das Interessanteste‘ – Liliane Zillner: den Mutigen gehört die Welt!

TV-MEDIA: Ich merke schon, du magst das Intensive. Hast du nach eben dieser Rolle Lust an der Schauspielerei bekommen?
Zillner: Absolut. Davor habe ich immer nur darüber nachgedacht und große Angst vor der Schauspielerei gehabt. Aber irgendwie ist es ja so, dass das, wovor man am meisten Angst hat, auch das Interessanteste ist und einem am Herzen liegt.
TV-MEDIA: Was war deine bisher beste Erfahrung in Sachen Schauspielerei?
Zillner: Beim Film. Das Drehen mit Robert Dornhelm (Anm.: ‚Das Sacher‘) und Wolfgang Murnberger (‚Steirerkind‘). Da hat mich die Professionalität begeistert. Jeder hat seinen Job konzentriert gemacht, aber es gab auch immer auch eine gewisse Lässigkeit, man hat sich gegenseitig geholfen. Beim Theater kann es schon passieren, dass jemand autoritär wird. Und wenn man dann als blonde junge Frau mit Philosophie daherkommt … (lacht) .
TV-MEDIA: Was sagen die Eltern zur Berufswahl?
Zillner: Meine Mama ist echt cool. Die ist wahnsinnig genug, an alles zu glauben, was ich machen will.
TV-MEDIA: Welche Rolle hättest du für dein Leben gern gespielt?
Zillner: Mein größter Traum ist es, zu spielen, was ich selbst geschrieben habe, da arbeite ich dran. Ansonsten die Rolle, die Kate Winslet in ‚Der Vorleser‘ gespielt hat, Charlize Theron als Mörderin in ‚Monster‘, oder Uma Thurman in ‚Les Misérables‘ oder in ‚Kill Bill‘.

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