TV-MEDA traf die Stars aus ‚Pacific Rim 2‘

TV-MEDA traf die Stars aus ‚Pacific Rim 2‘

In ‚Pacific Rim 2‘ müssen Jungstars wie John Boyega und Scott Eastwood ran, um die Welt vor einem neuerlichen heimtückischen Angriff der Kaiju zu retten. Fortsetzung des Sci-Fi-Hits von 2013.

Zehn Jahre ist es her, dass die riesigen, leuchtenden Kaiju-Monster aus einem Dimensionenriss in der Tiefe des Pazifik stiegen, um im Auftrag einer außerirdischen Intelligenz die Erde zu verwüsten. Damals konterten die Menschen mit Mega-Kampfrobotern, sogenannten Jaegern, die von neuronal vernetzten Piloten, die im Kopf der Riesen saßen, gesteuert wurden – was letzten Endes, nach schweren Verlusten, zum Triumph führte. Seitdem taumelt die Erde zwischen Wiederaufbau und Konsumrausch, samt allem, was dazwischenliegt.

Zwischen diesen Stühlen wetzt auch Jake Pentecost (John Boyega), Sohn des heldenhaften Jaeger-Piloten Stacker (Idris Elba), dessen Selbstopferung einst den Sieg brachte. Jake wäre zwar genauso gut wie sein Vater, wenn nicht noch besser, aber er hat die Jaeger-Truppen längst verlassen und lebt als Hehler und Dieb von begehrter Ex-Kriegstechnologie. Dabei lernt er die ehrgeizige junge Bastlerin Amara (Cailee Spaeny) kennen, die sich einen eigenen kleinen Jaeger gebaut hat. Als sie beide hopsgenommen werden und Gefängnis droht, bleibt nur eine Wahl: das Angebot zur Rückkehr zu den Jaegern anzunehmen – Jake als Ausbilder, Amara als Rekrutin. Doch das ist nicht so leicht, denn dort ist der Nachwuchs eine verschworene, verbissene Truppe, die keine Neulinge wünscht – und vom wenig humorvollen Nate Lambert (Scott Eastwood) angeführt wird, der nicht erfreut ist, mit Querkopf Jake zusammenarbeiten zu müssen. Dabei droht gleich doppelte Gefahr: Einerseits hat ein Großkonzern unter Leitung der eiskaltbrillanten Liwen Shao (Tian Jing) ein Heer virtuell ferngesteuerter, cool designter Ersatz-Jaeger kurz vor der Marktreife. Andererseits greift plötzlich ein den Jaegern ähnliches Monster mit einem kleinen Alien darin die Erde an -der Vorbote einer riesigen Streitmacht. Es müssen also alle ihre Differenzen beilegen und zu einem echten Team werden, um die Welt noch einmal zu retten …

Bunter Sci-Fi-Krawall

Eigentlich besiegte Außerirdische, die unsere Welt nach Jahren noch einmal angreifen; die Kinder großer (gefallener) Helden, die aus deren Schatten treten und zu sich finden müssen; Rivalitäten, die im Dienste der Weltrettung hintangestellt werden müssen; verrückt-witzige Wissenschaftler, die in letzter Sekunde an Lösungen basteln; alles niederwalzende visuelle Effekte; eine eindeutige Marktorientierung Richtung China – und am Ende das Versprechen, dass die Aliens nicht mehr zu kommen brauchen, denn jetzt kommen wir zu ihnen, um sie kräftig in den Hintern zu treten – das haben wir doch erst vor kurzem irgendwo gesehen? Tatsächlich wirkt ‚Pacific Rim: Uprising‘ wie eine Variante von ‚Independence Day: Wiederkehr‘, der 2016 die Fans arg verärgerte und den Ruf Roland Emmerichs beschädigte.

Allerdings war schon ‚Pacific Rim‘ vom frischgebackenen Oscarpreisträger Guillermo del Toro (‚The Shape of Water‘) vor fünf Jahren zwar ein visuell etwas anderer, aber auch nicht gerade berauschender (wenngleich erfolgreicher) Film. Bei der Fortsetzung agierte del Toro nur mehr als Produzent und überließ den Regiestuhl dankend dem TV-Routinier und Drehbuchautor Steven DeKnight für dessen Spielfilmdebüt. Und der liefert tatsächlich fast zwei Stunden lang grandiose Effekte, Explosionen, raufende Roboter und mörderische Monster, einstürzende Neubauten und mit Star Wars-Jungspund John Boyega sowie Scott Eastwood (der seinem Vater Clint beängstigend ähnlich sieht!) zwei sympathische Zukunftsstars. Dass sich die beiden durch zu viele Handlungsstränge, getragen von zu vielen Figuren, kämpfen müssen und dadurch alles eher flach bleibt, ist die Kehrseite der Medaille. Alles in allem: Schneller, lauter und bunter Sci-Fi-Krawall mit ein paar witzigen Einschüben, ideal für alle, die einfach Lust auf verbogenes Metall auf der Leinwand haben. Alle anderen werden eher enttäuscht sein …

Interview mit Scott Eastwood, John Boyega und Regisseur Steven DeKnight

TV-MEDIA-Filmexperte Horst-Günther Fiedler traf die beiden Hauptdarsteller Scott Eastwood und John Boyega, sowie Regisseur Steven DeKnight in London zum Interview. Herausgekommen sind die folgenden zwei Videos:

Scott Eastwood über ‚Pacific Rim 2‘

Interview-Junket zu ‚Pacific Rim 2‘

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