TV-MEDIA-Interview mit Peter Praschinger: Der beliebteste Wettermoderator der Leser

TV-MEDIA war live dabei beim großen Treffen der deutschsprachigen Wetterprofis. Peter Praschinger war für die TV-MEDIA-Leser eindeutig der beste Moderator unter ihnen: Beim Online-Voting gaben mehr als 50 Prozent ihre Stimme für den sympathischen Wetterfrosch ab. Wir baten den Schauspieler nach der Siegerehrung in Velden zum Talk.

TV-MEDIA: Beliebtester Wettermoderator. Damit haben Sie sich gegen Kummer, Häckl & Co durchgesetzt. Wie fühlt sich das an?
Peter Praschinger: Super. Ich freue mich sehr über diesen Preis, der ja vom Publikum vergeben wird. Und um die Zuseher zuhause geht es ja eigentlich. Vielen Dank.

TV-MEDIA: Stichwort Publikum. Bekommen Sie von den Zusehern Feedback? Reagieren Sie auf die Sendung?
Peter Praschinger: Die Sendung verändert sich kontinuierlich. Sie schaut jetzt ganz anders aus, als noch vor sechs Jahren. Wir haben ständig neue Grafiken, wir versuchen viele Infos sehr übersichtlich zu gestalten. Und all das wird viel diskutiert. Besonders die Außensendungen. Auf diese werde ich total oft auf der Straße angesprochen, ich bekomme sehr viel direktes Feedback. Ich finde das auch super, mit Menschen zu reden, die meine Sendung sehen.

TV-MEDIA: Wird Kritik angenommen?
Peter Praschinger: Ja schon, aber nicht was Kleinigkeiten betrifft. Zum Beispiel wenn mir jemand sagt, die Hose die ich an hatte, war nicht gut, dann entschuldige ich mich am nächsten Tag nicht dafür, und trete mit Rock vor die Kamera (lacht). Aber wenn konstruktives Feedback kommt, dann wird das mit dem ganzen Team diskutiert.

TV-MEDIA: Christian Häckl von RTL schlüpfte schon mal in ein pinkes Kostüm. Wo liegt bei Ihnen die Grenze?
Peter Praschinger: Ich würde das nicht machen. Prinzipiell muss ich mich dabei wohlfühlen, nur dann wirkt es authentisch. Aber für ein bisschen Spaß bin ich schon zu haben. Die Information darf halt nicht verloren gehen. Die Zuschauer wollen ja wissen wie das Wetter wird.

TV-MEDIA: Haben Sie schon Kopf und Kragen für den Job riskiert?
Peter Praschinger: Es gibt ein paar arge Sachen, die ich gemacht habe. Bungee Jumping von der Europabrücke zum Beispiel. Total entspannt moderieren und dann 94 Meter in die Tiefe, da hab ich dann nix mehr gesagt, nur mehr geschrien (lacht). Einmal haben wir auch ganz spontan eine Sendung über Sommerskispringen gemacht. Ich bekam drei Minuten Einschulung, musste bei 34 Grad in einen Ganzkörperanzug schlüpfen und bin dann über die Schanze gesprungen. Ich war gar nicht so schlecht. Der österreichische Jugendtrainer hat mir sehr gute Noten gegeben und Talent attestiert. Was mich sehr stolz macht, bin ich doch ein riesiger Skisprungfan.

TV-MEDIA: Sie sind Wettermoderator. Sind Sie auch Meteorologe?
Peter Praschinger: Ich habe Schauspiel studiert. Als ATV das Casting für den Wettermoderator ausgeschrieben hat, bin ich hingegangen. Und hab gewonnen. Danach habe ich dreieinhalb Jahre mit Andreas Jäger zusammengearbeitet, er war der beste Lehrer, den man sich vorstellen kann. Von ihm hab ich sehr viel gelernt. Zum Beispiel wie man Wetterkarten liest, was sehr wichtig ist. Ich muss eigentlich immer wissen, wie das Wetter wird, die Leute sprechen mich auch auf der Straße darauf an. Und fragen mich, wie der Sommer wird. Das sollte ich dann schon wissen.

TV-MEDIA: Wie ist Peter Praschinger privat?
Peter Praschinger: Ich rede gerne, liebe das Theater und sportle viel. Bewegung und Natur brauch ich zum Ausgleich. Ich bin auch ein sehr positiver Mensch.

TV-MEDIA: Was bei der Wetterlage von Vorteil ist. Werden Sie eigentlich für Schlechtwetter beschimpft?
Peter Praschinger: Früher viel mehr als heute. Die meisten meinen es eh lustig und wollen nur ins Gespräch kommen.

TV-MEDIA: Wetter ist ja ein beliebtes Small Talk-Thema. Das wird der wahre Grund gewesen sein, warum sie Wettermoderator geworden sind…
Peter Praschinger: Nein. Der wahre Grund ist, dass Wetter schon immer wichtig war. Ich bin ein Naturbursch und am Land aufgewachsen. Dort hat das Wetter einen viel höheren Stellenwert, als in der Stadt. In der Stadt ist wichtig, dass man Regenschirm und Gummistiefeln hat, sonst wird’s beim Regen ziemlich unbequem. Aber für die Bauern ist Wetter lebenswichtig, und damit bin ich aufgewachsen.

TV-MEDIA: Übrigens: Wie wird der Sommer?
Peter Praschinger: Sicher wärmer als der Winter(lacht), aber die Langfristprognosen schauen nicht so schlecht aus!

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