Die ‚Bullyparade‘ ist zurück: TV-MEDIA traf die Stars der kultigen Sketch-Comedy!

Leider gibt es keinen neuen ‚Schuh des Manitu‘, ein Wiedersehen mit den Cowboys und Indianern gibt’s beim ‚Bullyparade‘-Film aber trotzdem!

Leider gibt es keinen neuen ‚Schuh des Manitu‘, ein Wiedersehen mit den Cowboys und Indianern gibt’s beim ‚Bullyparade‘-Film aber trotzdem!

Am 24. Mai 1997 nahm ein Stück Fernseh- (und in weiterer Folge auch Kino-) Geschichte seinen Anfang: Pro 7 strahlte die erste Folge der ‚Bullyparade‘ aus, eine Sketchcomedy mit Protagonisten, die seinerzeit allenfalls Insidern ein Begriff waren. Heute kann man sich Michael „Bully“ Herbig, Christian Tramitz und Rick Kavanian aus der deutschen TV-Landschaft nicht mehr wegdenken – immerhin ist ihr Streifen ‚Der Schuh des Manitu‘ (2001) der erfolgreichste Film Österreichs und genießt auch in Deutschland Kultstatus. Mit ‚(T)Raumschiff Surprise – Periode 1‘ gab es 2004 einen ähnlich populären Nachschlag, seither ist es um das Trio still geworden. Bis jetzt …

Die ‚Bullyparade‘ feiert 20 Jahre nach ihrer TV-Premiere ein Comeback! Die Sketch-Comedy gibt’s jedoch nicht im Fernsehen, sondern auf der großen Leinwand zu sehen. Michael „Bully“ Herbig, Christian Tramitz und Rick Kavanian haben sich noch einmal zusammengesetzt und ihre besten Figuren und witzigsten Geschichten in einen 5-Episoden-Langfilm verpackt. Das Ergebnis weckt bei Kennern der Show auf jeden Fall Erinnerungen – mit dabei sind neben Winnetou und Old Shatterhand freilich auch die Crew von ‚(T)Raumschiff Surprise‘, aber auch die Gebrüder Kasirske sowie Kaiserin Sissi und ihr Franzl.

Die Stars der ‚Bullyparade‘ im Talk mit TV-MEDIA

TV-MEDIA-Redakteur David Schoof bat das Trio zum großen Interview über den neuen Film, die Entstehung von neuen Figuren, die Erwartungshaltung der Fans und den immensen Erfolgsdruck.

TV-MEDIA: Können Sie sich noch erinnern, wie der Start der ‚Bullyparade‘ vor 20 Jahren medial begleitet wurde?
Michael „Bully“ Herbig: Ich kann mich noch an einen Trailer-Dreh erinnern, den hat witzigerweise Günther Kurth gemacht. Ich musste die ganze Zeit Schilder hochhalten. Für ‚Bullyparade – Der Film‘ war er Teil des Making-of-Teams. So schließt sich der Kreis.
Christian Tramitz: Warst du nicht mal als Superman zu sehen?
Rick Kavanian: Sag, mal könnt ihr euch noch an die City Lights erinnern? In ganz Deutschland hingen die – und trotzdem wollte es dann keiner sehen.
Tramitz: Die haben schon Werbung für uns gemacht, haben das aber dann relativ schnell eingestellt, als sie gesehen haben, dass das quotenmäßig nicht so toll läuft.

TV-MEDIA: Die erste Staffel hatte im Schnitt 760.000 Seher pro Folge …
Herbig: Und die zweite nur noch 500.000.

TV-MEDIA: Dann gingen die Zahlen aber wieder rauf, vor allem die letzte Staffel war stark …
Herbig: Ja, aber da war ‚Der Schuh des Manitu‘ eine Art Brandbeschleuniger. Sagen wir so: Die Zuschauerzahlen gingen nicht nach oben, aber nachdem wir vom Abend- ins Spätabendprogramm verbannt wurden, hat sich automatisch – das ist ein ganz normaler Prozess – der Marktanteil verbessert (lacht) . Der Erfolg, den man im kollektiven Gedächtnis mit sich herumträgt, kommt eher von den Wiederholungen. Gerade die vierte, fünfte und sechste Staffel wurde jahrelang wiederholt.


„Die haben schon Werbung für uns gemacht, das aber dann relativ schnell eingestellt“ – Christian Tramitz

TV-MEDIA: Das erinnert ein bisschen an ‚Stromberg‘, das ja auch nicht wahnsinnig tolle Quoten hatte …
Tramitz: Aber eine sehr treue Fangemeinde, die jetzt nicht irrsinnig groß ist, aber die, die es schauen, sind wahnsinnig treu. Das war auch bei der TV-Show ‚Bullyparade‘ so, beim ‚Schuh des Manitu‘ hat es anders ausgeschaut.
Herbig: Das hat sich ein bisschen hochgeschaukelt. Der Film hat der TV-Show geholfen, vor allem bei den Wiederholungen, die danach kamen.

In der Episode ‚Winnetou in Love‘ bekommt der Ober-Apache (Herbig) Amors Pfeil ab

In der Episode ‚Winnetou in Love‘ bekommt der Ober-Apache (Herbig) Amors Pfeil ab

TV-MEDIA: Stichwort Stammpublikum: Viele junge Leute haben nie eine ‚Bullyparade‘-Folge gesehen …
Herbig: Na klar, weil sie noch gar nicht auf der Welt waren.

TV-MEDIA: … funktioniert der ‚Bullyparade‘-Film auch für Nicht-Auskenner?
Herbig: Wir haben uns darüber keine Gedanken gemacht. Der Grund, warum wir uns noch einmal getroffen haben, war, dass die Nachfrage nach einer Fortsetzung von ‚Der Schuh des Manitu‘ und ‚(T)Raumschiff Surprise‘ einfach nicht aufgehört hat. Anfangs dachten wir noch, das geht irgendwann vorbei, aber weil die Filme ja regelmäßig im TV laufen, kam dann eine neue Generation von Zehn-, Zwölfjährigen, die dann auch gesagt haben: Macht doch mal eine Fortsetzung. Das war die Initialzündung. Dass es dieser Film geworden ist, liegt daran …
Tramitz: … dass wir nicht wussten , welche Fortsetzung wir drehen sollen …
Herbig: … und gesagt haben: Machen wir halt alles!

TV-MEDIA: Waren Fortsetzungen von ‚Schuh des Manitu‘ und ‚(T)Raumschiff‘ jemals nah an der Realisierung?
Herbig: Ich wollte es nie.
Tramitz: Nach so langer Zeit hätte es schon seine Berechtigung gehabt, finde ich. Beim ‚Schuh des Manitu‘ hätte man dann gesagt: Okay, 15 Jahre haben sich die beiden Deppen nicht gesehen, und jetzt sollen sie nochmal was zusammen machen.
Herbig: Winnetou und Old Shatterhand?
Tramitz: Winnetou und Old Shatterhand!
Herbig: Weil du gesagt hast „die beiden Deppen“, dachte ich schon an uns.
Tramitz: Meine ich auch ein bisschen (lacht) .

Feucht-fröhliches Wiedersehen mit der Crew von ‚(T)Raumschiff Surprise‘ - v.l.n.r.: Mr. Spuck (Herbig), Captain Kork (Tramitz) und Schrotty (Kavanian)

Feucht-fröhliches Wiedersehen mit der Crew von ‚(T)Raumschiff Surprise‘ - v.l.n.r.: Mr. Spuck (Herbig), Captain Kork (Tramitz) und Schrotty (Kavanian)

TV-MEDIA: (Wir zeigen die Liste der erfolgreichsten Kinofilme in Österreich mit ‚Schuh des Manitu‘ auf Platz 1 und ‚(T)Raumschiff‘ auf Platz 6): Gemessen an der Einwohnerzahl war ‚Der Schuh des Manitu‘ mit 2,091 Mio. Besuchern in Österreich noch erfolgreicher als in Deutschland …
Herbig: Umgerechnet auf Deutschland wären das 20 Millionen Besucher.
Tramitz: Wahnsinn!
Kavanian: Irre!
Herbig: In Deutschland sind wir „nur“ der erfolgreichste deutsche Film. Guck mal, ‚Wickie‘ ist auf Platz 15 – und die Lissi hat es unter die Top 100 geschafft (‚Lissi und der wilde Kaiser‘ auf Platz 86, Anm.). Aber guck: Nur ganz knapp hinter ‚Findet Dorie‘ (Platz 85, Anm.), und das ist animationsmäßig eine ganz andere Nummer, auch, was das Budget betrifft. Lissi gleich nach Dorie (lacht) .
Tramitz: Ich bin ja noch in ganz anderen Filmen in den Top 100 (als Synchronsprecher, Anm.).
Herbig: Du spielst ja auch wirklich alles, bist überall dabei.

TV-MEDIA: Gibt’s eine Erklärung, dass der Bully-Humor gerade bei uns so gut ankommt? Bis auf die ‚Sissi und Franz‘-Sketches ist ja das wenigste wirklich Österreich-affin …
Herbig: Ja, aber Sissi und Franz sind ja fast schon Allgemeingut, Weltkulturerbe. Das kann man auf der ganzen Welt gucken.
Kavanian: Tatsächlich hängt es, glaube ich, schon mit dieser Nähe Bayerns zu Österreich zusammen und dass wir alle in München geboren sind. Interessanterweise finden das aber auch die Hamburger gut bzw. die Rest-Deutschen.
Tramitz: Wir haben ein kleines Tal in Nordrheinwestfalen, dabei wäre das gut für uns, weil dort die meisten Menschen wohnen.
Herbig: Pressemäßig ist es schwierig in NRW, dabei bezeichnen sich die selbst als heiteres Völkchen. Aber die Motivation, über uns zu lachen, ist eine andere. Die Norddeutschen lachen im allgemeinen sehr gerne über die Bayern und noch lieber lachen sie uns aus. Und Österreich und Bayern verbindet durchaus eine humoristische Seelenverwandtschaft.
Tramitz: Hitler – Entschuldigung (lacht) !
Herbig: Das Interview hat so gut angefangen (lacht) !


„Österreich und Bayern verbindet durchaus eine humoristische Seelenverwandtschaft“ – Michael „Bully“ Herbig

TV-MEDIA: Bei der Auswahl der Episoden im ‚Bullyparade‘-Film konnten die Fans ein Wort mitreden. Haben sich deren Vorstellungen mit Ihren gedeckt?
Kavanian: Bei den Episoden weniger, aber bei der Auswahl der Charaktere waren wir schon sehr nahe zusammen. Und eine Episode zum (T)Raumschiff lag auf der Hand, Sissi auch, und natürlich Winnetou und Old Shatterhand.
Herbig: Lustig war, dass via Facebook auch sehr oft Outtakes gewünscht wurden. Dabei kann man die ja nicht produzieren und schreiben, die passieren halt einfach. Aber dadurch, dass wir wieder dieselbe Chemie hatten und ins selbe Fahrwasser wie vor 20 Jahren geraten sind, hat es sich genauso wie früher angefühlt. Also sind zum Glück auch wieder Outtakes entstanden.

Natürlich dürfen Kaiserin Sissi (Herbig, r.) und ihr Franzl (Tramitz) auch bei der Langfilm-Variante der ‚Bullyparade‘ nicht fehlen

Natürlich dürfen Kaiserin Sissi (Herbig, r.) und ihr Franzl (Tramitz) auch bei der Langfilm-Variante der ‚Bullyparade‘ nicht fehlen

TV-MEDIA: Wenn man die am Schluss des Films sieht, kriegt man den Eindruck, so ein Dreh wäre eine einzige Spaßveranstaltung. Ist es tatsächlich das Schwierigste, vor der Kamera ernst zu bleiben?
Herbig: Wir lachen natürlich selber über Dinge, die uns misslingen. Wir haben uns sehr daran gewöhnt …
Tramitz: … dass uns Dinge misslingen (lacht) .
Herbig: Die meisten Figuren waren uns ja vertraut. Christian als Old Shatterhand, als Kaiser oder Captain Kork kennt man ja. Aber Rick als Yeti war neu. Und da ist es dann schon schwerer ernst zu bleiben. Und wenn man sich dann noch verhaspelt, ist es halt vorbei.
Tramitz: Als Figur verhaspelt. Dieses verzweifelte Weiterspielen, auch wenn einer einen Hänger hat, das sind wir gewohnt, denn wir brechen eigentlich nie ab. Keiner von uns.
Kavanian: Das ist natürlich auch der Vorteil, wenn der Regisseur mitspielt und einen durchaus distanzierten, differenzierten Blick hat und auch weiß, da kann noch was entstehen. Und dann laufen lässt. Das hilft schon sehr.

TV-MEDIA: Braucht es lange, bis man sich die Schrullen und Manierismen der einzelnen Figuren wieder aneignet?
Tramitz: Nein, das ist bei uns so in Fleisch und Blut, das hat bei uns sofort funktioniert.
Herbig: Wir haben das über Jahre gespielt, und selbst wenn du dich privat getroffen hast, rutscht du mal in so eine Figur rein.
Kavanian: Vor allem, wenn du dann am Set stehst, in dem vertrauten Kostüm und mit dem vertrauten Text.


„Ich hab ihn jetzt zweimal gesehen und bin zweimal immer tiefer in diesen Kinosessel reingerutscht“ – Christian Tramitz

TV-MEDIA: Wenn Sie jetzt den fertigen Film sehen: Wurden Ihre Erwartungen erfüllt?
Herbig: Für mich ist er tatsächlich so geworden, wie ich ihn im Kopf hatte. Die 100 % kriegst du ja nie hin, aber ich bin schon relativ knapp dran. Es gab ein paar technische Baustellen, wo ich nicht sicher war, ob wir’s perfekt hinkriegen.
Tramitz: Rick ist, glaube ich, super zufrieden.
Kavanian: Das Ding ist ja: Ich kenne das Buch, und beim Dreh ist immer noch die Möglichkeit zu sagen: Ich will das anders machen. Und wenn man dann einen Vorschlag hat, dann wird der auch berücksichtigt. Das heißt, ich weiß ja, was wir da drehen und worauf ich mich einlasse. Insofern denke ich mir bei der Umsetzung, wenn ich das sehe: das ist auch meine ‚Bullyparade‘ in aller Bescheidenheit. Ich finde, dass der Bully da auch meine Vision sehr gut bedient. Unterm Strich: ich mag den Film.
Tramitz: Ich hab ihn jetzt zweimal gesehen und bin zweimal immer tiefer in diesen Kinosessel reingerutscht (lacht) . Das passiert mir aber immer. Ich bin selten bei einem Film gesessen und habe mir gedacht: He, geil! Das ist so eine Eigenart von mir, aber da geht es vor allem um Sachen, bei denen ich mir denke, das hast du aber Sch… gespielt. Ein Phänomen, das nur mich betrifft, auch bei Sachen, die ich geschrieben habe, und an das ich mich nicht hundertprozentig gewöhnen kann. Ihr zwei seid da viel positiver.
Herbig: Das liegt vielleicht auch daran, dass ich selbst gar nicht so auf mich gucke, sondern auf den Gesamtfilm. Und wenn ich mir die visuelle Umsetzung, den Rhythmus, das Sounddesign und die Handschrift des Filmes anschaue, dann gefällt mir das. So was kann ja auch böse in die Hose gehen, Drehtage können dir wegbrechen, Dinge können nicht gut ausschauen, das Timing kann versaut werden. Es entsteht ja alles dreimal: Schreiben, Drehen, Postproduktion. Das Ganze ist immer in Bewegung, selbst beim Synchronisieren, selbst in der Tonmischung passieren noch Dinge.

Kannte man bisher nur aus der TV-Show: In der Episode ‚Lutz of Wall Street‘ braucht das Nerd-Duo Lutz (Herbig, l.) und Löffler (Kavanian) dringend Bares und will an der Börse abkassieren.

Kannte man bisher nur aus der TV-Show: In der Episode ‚Lutz of Wall Street‘ braucht das Nerd-Duo Lutz (Herbig, l.) und Löffler (Kavanian) dringend Bares und will an der Börse abkassieren.

TV-MEDIA: Die ‚Planet der Frauen‘-Episode schaut sehr opulent aus, Sissi und Franz ist eher klassisch …
Tramitz: Dieses 50er-Jahre-Flair finde ich unglaublich gut getroffen.
Herbig: Jede Episode hat eine andere Bildsprache. Bei ‚Sissi‘ sind es die langen Einstellungen, die Kamerafahrten, wenig Schnitte, ‚Lutz of Wallstreet‘ ist dagegen sehr auf Tempo gedreht, fast schon montageartig. Western muss dagegen nach Western aussehen. Der Zuschauer nimmt das unbewusst wahr, dann heißt es oft: Das sieht so gar nicht deutsch aus, sondern nach Hollywood, wobei die Leute nicht sagen können, woran es liegt, es ist einfach der Gesamteindruck. Wenn das passiert, bin ich happy.

TV-MEDIA: Wir hätten uns noch eine ganze ‚Bronko und Pavel‘-Episode gewünscht!
Herbig: Ja (springt auf) ! Ich hab dafür gekämpft und bin nicht durchgekommen (lacht) . Aber im Ernst: Wir haben es probiert. Ich saß mit Christian drei Tage zusammen und wollte einen Film noir, die zwei im Nachtzug nach Bukarest. Wir haben auch was geschrieben, das war gar nicht so schlecht. Innerhalb dieser fünf Episoden sollte es einen Dreiteiler mit Pavel und Bronko geben, immer fahren sie in eine andere Stadt. Aber Christian hatte dann Bedenken, dass sich diese Figuren in der Länge womöglich ein bisschen totlaufen. Dann haben wir das weggelassen.
Tramitz: Das sind halt auch Figuren, die von der Interaktion mit dem Publikum gelebt haben. Die TV-Show wurde ja live vor Publikum aufgezeichnet, und da hat das ganz anders gewirkt. Aber vielleicht kommt ja noch ein Spin-off.

TV-MEDIA: Warum eigentlich in der ‚Winnetou in Love‘-Episode Winnetou und Old Shatterhand und nicht Abahachi und Ranger?
Herbig: Im Original in der TV-Show ‚Bullyparade‘ hießen sie ja auch so. Das Paradoxe ist, dass wir sie im ‚Schuh des Manitu‘ nicht so nannten, weil wir Probleme mit dem Karl-May-Verlag vermeiden wollten. Als ‚Der Schuh des Manitu‘ dann im Kino lief, kam der Verlagschef nach München, und ich war schon aufs Schlimmste vorbereitet, und dann sagte er, ob wir nicht gemeinsam das Buch zum Film machen könnten. Im Nachhinein also sogar noch eine Art Ritterschlag. Diesmal hab ich ihn gleich angerufen, auch vor dem Hintergrund, dass es unlängst den Hick-hack gab um den Titel des RTL-Films, und hab ihn gefragt, ob er damit ein Problem hätte, wenn wir die Episode ‚Winnetou in Love‘ nennen würden. Er fand es großartig!


„Ich finde, wir schließen das Thema Parodie mit diesem Film mit einer gewissen Eleganz und Würde ab“ – Michael „Bully“ Herbig

TV-MEDIA: Ein Wort zu den Gastauftritten. Haben sich die Stars selbst beworben?
Herbig: Bitte keine Namen verraten (lacht) ! Nein, wir hatten ja in der TV-Show auch viele Gastauftritte. Und das Publikum ist immer ausgerastet, weil die Auftritte nicht angekündigt waren. Und da haben wir gesagt: Das machen wir jetzt auch im Kino, mit den großen Namen, die wir haben. Alle haben gleich zugesagt, als wir erklärt haben, worum es geht. Eine Art Geschenk für uns.

TV-MEDIA: Gibt’s eine Erwartungshaltung, was die Zuschauerzahlen betrifft? Die Latte liegt ja hoch.
Herbig: Ein Fehler, dass ich mich dazu schon geäußert habe (lacht) . Ich hab auch gelesen, dass ich besorgt bin. Ich nehme alles zurück: Ich habe überhaupt keine Sorgen.
Tramitz: Ganz schwer, da was zu prognostizieren, weil das hat wirklich seine ganz eigenen Gesetze.
Herbig: Es kann alles passieren. Ich finde, wir schließen das Thema Parodie mit diesem Film mit einer gewissen Eleganz und Würde ab, egal ob der Film gut oder schlecht läuft.

TV-MEDIA: Ist es das letzte Mal, dass man Sie drei in einer Komödie sieht?
Tramitz: Hoffentlich nicht. In einer Parodie schon, da ist es, glaube ich, auserzählt.

TV-MEDIA-Redakteur David Schoof (2.v.l.) traf die Stars der ‚Bullyparade‘ zum großen Interview

TV-MEDIA-Redakteur David Schoof (2.v.l.) traf die Stars der ‚Bullyparade‘ zum großen Interview

TV-MEDIA: Zum Schluss: Was sind Ihre persönlichen Liebelingskomödien?
Tramitz: Ich habe zwei: ‚Sein oder Nichtsein‘ von Ernst Lubitsch und ‚Men & Chicken‘.
Kavanian: ‚Das Leben das Brian‘ liebe ich sehr, da kann ich immer wieder gleich lachen drüber. Auch über die großartige deutsche Bearbeitung.
Tramitz: Weil sie sich nicht sklavisch an das Original gehalten haben bei der Synchronisation. Anders bei den Bud-Spencer-Filmen, da war es dann irgendwann einmal zu viel, da haben sie mit den Sprüchen über die Stränge geschlagen.
Kavanian: Schön war von der deutschen Bearbeitung Die Zwei mit Tony Curtis.
Tramitz: Das ging mir auch zu weit. „Euer Merkwürden“! Kann ich nicht mehr hören.
Herbig: Was mich inspiriert hat und mein Humorzentrum getroffen hat: ‚Die unglaubliche Reise in einem verrückten Flugzeug‘. „Zigarette? Ja ich weiß (lacht) !“ Und in der näheren Vergangenheit? Da fällt mir jetzt gar nichts sein.
Tramitz: ‚Willkommen bei den Sch’tis‘ gefiel mir.

TV-MEDIA: Und neuere deutsche Komödien?
Tramitz: Den ersten ‚Fack ju Göhte‘ fand ich okay, ‚Türkisch für Anfänger‘ auch nicht schlecht.
Herbig: Also, das letzte Mal, dass ich bei einer deutschen Komödie richtig lachend im Kino saß, war bei ‚Wer früher stirbt, ist länger tot‘.
Tramitz: Grandios!

‚Bullyparade – Der Film‘ läuft ab 17. August in den österreichischen Kinos.

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