,Die Hollywood-Therapie‘: Humbug oder Hilfe?

,The Kid‘ soll helfen, das innere Kind wiederzufinden

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Die Autoren Margit und Ruediger Dahlke behaupten in ihrem neuen Buch ‚Die Hollywood-Therapie‘, dass Spielfilme eine psychotherapeutische Wirkung haben können. Kann das stimmen?

Ein neues Buch namens ,Die Hollywood Therapie‘ verspricht im Klappentext eine „tiefgehende, spannende, günstige und genussvolle Psychotherapie“. Die Autoren, Ruediger und Margit Dahlke, glauben, dass sich durch Spielfilme Persönlichkeitswachstum und -Entwicklung in Eigenregie angehen lassen. Ein attraktives Versprechen, zumal eine klassische Psychotherapie mit höheren Kosten und einem gewissen Zeitaufwand verbunden ist. Im Gegensatz dazu scheint es auf den ersten Blick nur logisch, den täglichen Spielfilmgenuss dazu zu nutzen, sich seinen Problemen und Lebensthemen zu nähern bzw. zu stellen.

Für jedes Problem ein Filmchen

Mehr als 100 Spielfilme und Blockbuster schlägt Dahlke zusammen mit seiner Ex-Frau Margit vor, um sich den eigenen Lebensthemen zu nähern. Zunächst gibt es eine Interpretation des Streifens, danach verschiedene Deutungsweisen sowie eine Liste von Fragen, die man sich selbst stellen kann. Abschließend folgt eine „Therapieempfehlung“ zum Film.

,Hectors Reise oder die Suche nach Glück‘: von den Autoren empfohlen für alle, die die Suche nach Glück schon aufgegeben haben

Vergnügliche Psychotherapie so nebenbei?

Zugegeben, der Ansatz klingt verlockend. Dahlkes Film-Therapie lasse sich, so der Autor, leicht umsetzen und mache auch noch Spaß. Und tatsächlich können Filme wohl der Anlass sein, auf ein aktuelles Thema aufmerksam zu werden. – Eine ordentliche Psychotherapie kann das Heimkino allerdings nicht ersetzen: Zum einen bedarf es bei Psychotherapien eines Therapeuten, „der aufgrund seiner Ausbildung dazu befähigt ist, seine Klienten umfassend, bewusst und geplant zu behandeln“, so das österreichische Psychotherapiegesetz. Therapeut und Klient treten dabei in eine besondere Beziehung, die unerlässlich ist, um Heilung zu erlangen. Ein Film hingegen kann sich nicht einfühlen, in einen Dialog treten oder in Krisen unterstützen. Kurz: Er ist eben kein menschlicher Psychotherapeut.

Kontroversieller Autor Dahlke

Apropos Therapeut: Ruediger Dahlke hat zwar eine Reinkarnationstherapieausbildung absolviert, ist aber weder im österreichischen noch im deutschen Psychotherapieverzeichnis zu finden. Um den Arzt, Autor und Esoteriker gibt es immer wieder Kontroversen: etwa 2015, als er beim umstrittenen – weil rechtsextremistisch-verschwörungstheoretisch geprägten – Quer-Denken-Kongress auftrat. Oder auch, weil Dahlke die Ernährung durch Licht für möglich hält.

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