‚Die Hölle‘: Interview mit Tobias Moretti zum Ruzowitzky-Thriller

Klare Ansage von Moretti zu heimischen Produktionen: „In Österreich kann man schon Kino machen!“

Klare Ansage von Moretti zu heimischen Produktionen: „In Österreich kann man schon Kino machen!“

Wir trafen Tobias Moretti am ‚Die Hölle‘-Set. Dort hat er über seine Rolle als Polizist Steiner, österreichische Kinoproduktionen und was bei ihm beruflich heuer noch am Programm steht erzählt.

TV-MEDIA: Ein harter Actionthriller aus Österreich – das klingt ungewöhnlich!
Moretti: Wieso? Die filmische Intention beschränkt sich ja nicht auf ein Genre, sondern hat immer den dramatischen Aspekt. Und da ist Stefan Ruzowitzky jemand, der dafür steht, dass man eine Intention umsetzen kann. In Österreich kann man schon Kino machen.

TV-MEDIA: Wobei es trotzdem spannend ist, dass man sich mit vergleichsweise kleinem Budget über so ein Projekt traut …
Moretti: Das ist immer auch eine Frage von Umsetzungsfantasien, von Visionen. Ich halte nichts davon, sich nur aufs Geld auszureden. Es gibt Rahmenbedingungen, sobald die klar sind, geht’s los. Wenn jemand wie Ruzowitzky, der den Film schon minutiös und akribisch vorab im Kopf hat, am Werk ist, dann ist das natürlich ein Vorteil. Naturgemäß ist das zum jetzigen Zeitpunkt noch kein fertiger Film, aber wenn sozusagen die Absichtserklärung da ist und alle Beteiligten am selben Strang ziehen, dann spricht das meiste dafür, dass das Endergebnis so aussieht, wie geplant. Ich habe da jedenfalls keine Bedenken.

TV-MEDIA: Zur Ihrer Rolle: Was für ein Mensch ist Christian Steiner?
Moretti: Ein verhaltensgestörter, mit einer narzistischen Psychose, zwar Polizist, aber eigentlich Musiker. Er muss mit seinem Vater leben, der Alzheimerpatient ist. Und ohne, dass er es will, trifft er auf die von Violetta Schurawlow gespielte Özge, die ihrerseits verhaltensgestört ist – gewissermaßen die Schnittmenge, die die beiden verbindet. Das ist eine Farbe der Geschichte, die andere ist der Thriller, die Action, die Härte.


Der Polizist Christian Steiner ist ein verhaltensgestörter Mensch mit einer narzistischen Psychose

TV-MEDIA: Klingt ziemlich düster …
Moretti: Na ja, lustig ist das ganze nicht gerade.

TV-MEDIA: Gibt’s Parallelen zum TV-Zweiteiler ‚Das jüngste Gericht‘ von 2008, in dem es auch um einen Serienkiller ging und Sie ein Ermittler waren? …
Moretti: Ja, wobei unser Film nicht so komplex gestrickt ist. Dadurch hat er auch ein anderes Tempo.

„Fühle mich bei Ruzowitzky gebettet bzw. auf einem Boden, auf dem man lossprinten kann“

„Fühle mich bei Ruzowitzky gebettet bzw. auf einem Boden, auf dem man lossprinten kann“

TV-MEDIA: Sie haben bereits mit vielen Regisseuren zusammengearbeitet. Merkt man bei Stefan Ruzowitzky, dass er schon international gearbeitet hat?
Moretti: Das ist ja nicht das Kriterium, entscheidend ist, mit welcher dramatischen Radikalität jemand arbeitet. Und da war vom ersten Moment an, auch schon bei der Arbeit am Drehbuch, zu merken, wie Ruzowitzy an die Sache herangeht. Ich fühle mich jedenfalls gebettet bzw. auf einem Boden, auf dem man lossprinten kann. Meine Figur ist allerdings aus diesem Actionbereich ausgeklammert, sie steht für etwas anderes, eher für eine Querhandlung. Erst am Schluss wird sie wieder eingebunden.

TV-MEDIA: Was steht bei Ihnen nach ‚Die Hölle‘ beruflich auf dem Programm?
Moretti: Im Mai drehe ich unter Regie von Matti Geschonnek ‚Brandnächte‘ (ZDF-Film, Anm.), ein Kinoprojekt für Spätsommer oder Herbst ist in Vorbereitung, und gegen Jahresende stehe ich nochmals vor der Kamera.


Stichwort Bühne: Zuviel geht auch nicht, das ist jetzt einmal abgeschlossen

TV-MEDIA: Stichwort Bühne?
Moretti: Jetzt habe ich gerade etwas gemacht (‚Dreigroschenoper‘ am Theater an der Wien, Anm.), zuviel geht auch nicht. Das ist jetzt einmal abgeschlossen.

TV-MEDIA: Zum Schluss: Sie sind bekanntermaßen motorsportaffin. Gibt’s da demnächst Moretti-Einsätze?
Moretti: Na ja, ein zwei Rennen gehen sich immer aus, dafür habe ich schon meistens Zeit (lacht).

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