Happy Birthday, Sir Michael Caine! Der Gentleman-Spion wird 84

Die schwarze Hornbrille war in frühen Tagen Caines Markenzeichen

Die schwarze Hornbrille war in frühen Tagen Caines Markenzeichen

Michael Caine ist einer der profiliertesten, vielseitigsten und erfolgreichsten Charakterdarsteller seiner Generation und mehrfacher Oscar- und Golden-Globe-Preisträger. Am 14. März 2017 feiert er seinen 84. Geburtstag. Wir wünschen ihm alles Gute und ehren ihn mit einem Rückblick auf sein arbeitsreiches Leben.

Michael Caine – eine britische Ikone

Michael Caine – eine britische Ikone

Caine (geboren als Maurice Joseph Micklewhite, Jr.), der in bescheidenen Londoner Verhältnissen aufwuchs, verfolgte von früher Jugend an den ehrgeizigen Plan, reich und berühmt zu werden. Er wollte auf keinen Fall das Schicksal seines Vaters teilen, der nach Jahrzehnten harter Arbeit als armer Mann gestorben war. Nach dem Militärdienst (u. a. in Korea) begann er als Schauspieler zu arbeiten und gab sich Mitte der 1950er Jahre den Künstlernamen „Michael Caine“ (da ihn der Film ‚Die Caine war ihr Schicksal‘ beeindruckt hatte). Rund zehn Jahre lang arbeitete er sich in kleinen Rollen im Theater und Kino hoch. Er ist seit dieser Zeit auch mit seinem Kollegen Sean Connery befreundet, der ebenso wie Caine zunächst Schwierigkeiten hatte, sich als Schauspieler durchzusetzen.

Michael Caine und Sean Connery verbindet seit vielen Jahren eine Freundschaft

Michael Caine und Sean Connery verbindet seit vielen Jahren eine Freundschaft

Seinen Durchbruch erlebte Michael Caine Mitte der 1960er Jahre mit Hauptrollen in Filmen wie ‚Zulu‘ (1964), ‚Ipcress – streng geheim‘ (1965) oder ‚Der Verführer läßt schön grüßen‘ (1966).

1967: Das Das Milliarden-Dollar-Gehirn an der Seite von Françoise Dorléac und Karl Malden

1967: Das Das Milliarden-Dollar-Gehirn an der Seite von Françoise Dorléac und Karl Malden

1967: Morgen ist ein neuer Tag (Hurry Sundown) mit Jane Fonda

1967: Morgen ist ein neuer Tag (Hurry Sundown) mit Jane Fonda

Für den Film ‚Zulu‘ (über den Kampf von 139 Briten gegen ca. 4000 Zulukrieger bei der Schlacht um Rorke’s Drift) musste er sich für die Rolle des Leutnants Gonville Bromhead einen Oberklassenakzent aneignen. Caine, der sonst mit einem unüberhörbaren Cockneyakzent spricht, verkörperte in vielen Filmen den Angehörigen der Arbeiterklasse, der mit wacher Intelligenz und Chuzpe zum Erfolg kommt.

Ein neuer Typ Schauspieler

Ein neuer Typ Schauspieler

Er verkörperte damit einen Schauspieler neuen Typs, der sich von den etablierten britischen Stars unterschied, welche in der Regel durch ihren kultivierten Habitus auffielen (Laurence Olivier, James Mason, Michael Redgrave etc.). Zusammen mit Kollegen wie Sean Connery, Albert Finney, Oliver Reed oder Richard Harris konnte Caine davon profitieren, dass sich der Publikumsgeschmack in den 1960er Jahren deutlich gewandelt hatte.

Caine 1969 in Charlie staubt Millionen ab (Originaltitel: The Italian Job)

Caine 1969 in Charlie staubt Millionen ab (Originaltitel: The Italian Job)

Caine trat im Verlauf seiner Karriere in vielen Filmen unterschiedlichster Qualität auf.

Für seine Rolle in Mord mit kleinen Fehlern (Originaltitel: Sleuth) wurde Caine für den Oscar nominiert

Für seine Rolle in Mord mit kleinen Fehlern (Originaltitel: Sleuth) wurde Caine für den Oscar nominiert

Ab den späten 1970er Jahren übernahm er, offensichtlich aus finanziellen Erwägungen, immer wieder Rollen in Filmen, die rein kommerziell ausgerichtet waren und qualitativ deutlich abfielen (‚Der tödliche Schwarm‘ 1978, ‚Jagd auf die Poseidon‘ 1979, ‚Der weiße Hai – Die Abrechnung‘ 1987).

1988: Genie und Schnauze, Caine als Sherlock Holmes

1988: Genie und Schnauze, Caine als Sherlock Holmes

Er fand jedoch auch regelmäßig Rollen, die seine Reputation als vielseitiger Charakterdarsteller festigten, und zählt seit Jahrzehnten zu den renommiertesten Filmschauspielern. Wie kaum ein anderer Star seiner Generation ist Caine mit über 80 Jahren kontinuierlich im Kino zu sehen und tritt in der Regel in zwei oder drei Filmen pro Jahr auf. Zwischen 2005 und 2012 konnte er mit den Filmen der ‚Batman‘-Reihe einen großen Erfolg verbuchen, in denen er als gewitzter Butler des Titelhelden zu sehen war.

1987: Oscar für die Rolle in Woody Allens ‚Hannah und ihre Schwestern‘

1987: Oscar für die Rolle in Woody Allens ‚Hannah und ihre Schwestern‘

Caine ist einer der am häufigsten ausgezeichneten Filmschauspieler. Unter anderem führten sechs Nominierungen zu zwei Oscars, 1987 für ‚Hannah und ihre Schwestern‘ sowie 2000 für ‚Gottes Werk und Teufels Beitrag‘ an der Seite von Tobey Maguire.

2000: Oscar als Bester Nebendarsteller in ‚Gottes Werk und Teufels Beitrag‘

2000: Oscar als Bester Nebendarsteller in ‚Gottes Werk und Teufels Beitrag‘

Er erhielt 1993 den Orden Commander of the Order of the British Empire (CBE) und wurde am 16. November 2000 von Königin Elisabeth II. als Knight Bachelor zum Ritter geschlagen. Dabei wurde er zunächst seinem damals immer noch im Personalausweis eingetragenen Geburtsnamen entsprechend als Sir Maurice Micklewhite geführt. Inzwischen hat er jedoch in einem Fernsehinterview angegeben, seinen Namen offiziell in „Michael Caine“ geändert zu haben; auch in seiner neuesten Autobiographie bezeichnet er sich selbst als „Sir Michael Caine“.

Caine ist neben Jack Nicholson der einzige Schauspieler, der in jedem Jahrzehnt zwischen den 1960er und 2000er Jahren mindestens einen Film gedreht hat, für den er für einen Oscar nominiert wurde. Er ist seit mittlerweile 60 Jahren kontinuierlich als Filmschauspieler tätig. Wir wünschen ihm (und uns), dass er noch viele Jahre weiterspielen kann!

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