‚Guardians of the Galaxy‘: Drama um Regisseur James Gunn

‚Guardians of the Galaxy‘: Drama um Regisseur James Gunn

Völlig überraschend hat Disney den ‚Guardians of the Galaxy‘-Regisseur James Gunn gekündigt. Der Grund: kontroverse Tweets von vor teilweise über zehn Jahren, die nicht zum Wertebild der Mausfabrik passen. Jetzt meldet sich der ‚Guardians‘-Cast rund um Stars wie Chris Pratt, Bradley Cooper, Zoe Saldana und Vin Diesel zu Wort und stärkt dem Filmemacher den Rücken.

Vor zwei Wochen wurde Regisseur und Nerd-Liebling James Gunn von Disney gefeuert. Der Schock bei Fans und Schauspielkollegen sitzt tief, denn damit kann der 51-Jährige nicht im Regiestuhl des dritten Teils seiner ‚Guardians of the Galaxy‘-Reihe (avisierter US-Kinostart 2020) Platz nehmen. Auslöser für die überraschende Kündigung waren Twitter-Postings von Gunn zwischen 2008 und 2011, die Disney nicht tolerieren will. Im Detail handelt es sich um Tweets, in denen er sich über Themen wie Pädophilie und Vergewaltigung lustig macht.

Kontroverse „Witzeleien“ über Pädophilie und Vergewaltigung

Disney machte kurzen Prozess und setzte den Filmemacher vor die Tür. Alan Horn, Vorstandsvorsitzender von Walt Disney, hat sich in einem Statement zur Trennung von James Gunn geäußert: „Die verstörende Haltung und die Äußerungen, die in James Gunns Twitter-Feed entdeckt wurden, sind nicht zu verteidigen und passen nicht zu den Werten unseres Studios. Wir haben unsere Geschäftsbeziehung mit ihm beendet.“ Entschuldigt hatte sich Gunn bereits – zum ersten Mal vor sechs Jahren.

Offener Brief der ‚Guardians‘-Schauspieler

Vonseiten der nicht gerade kleinen Fan-Gemeinde brachen Proteststürme los, die jedoch nichts an der Grundhaltung des Konzerns änderten. Zudem verfassten die Schauspieler der ‚Guardians of the Galaxy‘-Filme – rund um Chris Pratt, Bradley Cooper, Zoe Saldana, Vin Diesel, Dave Bautista, Karen Gillan und Pom Klementieff – einen offenen Brief und stärkten „ihrem“ Regisseur und Freund den Rücken.

Die Schauspieler wollten sich zunächst Zeit nehmen, um nachzudenken, zu beten, zuzuhören und zu diskutieren. Nun hätten sie das Wort ergreifen müssen, auch aufgrund potenzieller Verschwörungstheoretiker, welche die Gelegenheit nutzten, Gunn als etwas darzustellen, was er nicht ist. Es ginge nicht darum, seine Witze von damals gutzuheißen, sondern vielmehr darum, die Erfahrung zu teilen, wie es war, mit ihm zu arbeiten, und welcher Mensch er jetzt ist. Mit seiner Geschichte über Außenseiter, die Erlösung finden, habe er nicht nur das Leben der Schauspieler verändert, so der Brief. Weiter heißt es, dass sie glauben, dass das Thema der Erlösung nie relevanter war als jetzt gerade.

Regisseur James Gunn (Mitte) mit seinen ‚Guardians‘-Darstellern (und ‚Spider-Man‘ Tom Holland im Hintergrund)

Regisseur James Gunn (Mitte) mit seinen ‚Guardians‘-Darstellern (und ‚Spider-Man‘ Tom Holland im Hintergrund)

Die Hoffnung stirbt zuletzt

Die Proteste und Petitionen der Fans und das Statement der Darsteller könnten Früchte tragen, denn wie ein Insider gegenüber dem Branchenblatt Variety berichtet, denkt Disney über eine Wiedereinstellung des Regisseurs nach. Dabei wird angemerkt, dass die Suche nach einem neuen Regisseur schnell gehen müsste, denn abgesehen davon, dass die Dreharbeiten bereits nächstes Jahr beginnen sollen, müsste der neue Regisseur auch bestimmte Änderungen am Drehbuch vornehmen. Dass Disney und Marvel sich noch nicht zu dieser Thematik geäußert haben, könnte ein weiteres Indiz dafür sein, dass Gunns letztes Stündlein noch nicht geschlagen hat.

„Widerliche Schmutzkampagne“

Artikel-Update (6. August 2018): Neben dem offenen Brief meldeten sich übers Wochenende auch die beiden ‚Guardians‘-Darsteller Dave Bautista (er spielt Drax den Zerstörer) und Kurt Russell (der Filmvater von ‚Star-Lord‘ Chris Pratt) persönlich zu Wort. Während Letzterer seine Worte weise wählt („Es ist traurig. Aber es ist nun Teil unserer Industrie und ich verstehe es. […] Aber ich denke, dass wir alle etwas überreagieren bei den falschen Menschen.“), echauffiert sich Ex-Wrestler Bautista öffentlich via Twitter.

Dabei nimmt der 49-Jährige kein Blatt vor den Mund und bezeichnet den Vorfall als „Schmutzkampagne faschistischer Cyber-Nazis“ (er bezieht sich hierbei auf rechtskonservative Twitter-User, die Gunns alte Tweets ausgegraben und hochgespült haben). Zudem hält er fest, dass ein ,Guardians‘ ohne James Gunn nicht dem Vertrag entspräche, den er seinerzeit unterschrieben habe, und dass er die Herangehensweise vonseiten Disneys „widerlich“ findet.

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