Formel 1: Das sind die neuen Regeln für 2018

Formel 1: Das sind die neuen Regeln für 2018

Heiligenschein, Grid Kids und mehr Reifenmischungen – alle Neuerungen der neuen Formel 1-Saison im Überblick!

Zum Auftakt der neuen Saison, sprach TV-MEDIA mit Formel 1-Moderator Ernst Hausleitner über die Neuerungen in der Formel 1. Alle Infos zu Schutzbügel, Rennen, Motoren und Reifenmischungen:

Formel-1-Experte Ernst Hausleitner steht manchen Änderungen ziemlich kritisch gegenüber

1) Halo, der häßliche Heiligenschein

Halo, das neue Bügelsystem, das Kopfverletzungen verhindern soll, ist - zumindest optisch - die markanteste Neuerung in der bevorstehenden Formel-1-Saison. Und jene, die schon im Vorfeld den meisten Gesprächsstoff lieferte. „Es ist in erster Linie hässlich", bringt ORF-Kommentator Ernst Hausleitner die Kritik auf den Punkt.

Das Heiligenschein-Bügelsystem soll Kopfverletzungen verhindern, steht aber wegen Platzierung und Optik in der Kritik

Und er präzisiert: „Halo ist unausgegoren. Wenn du siehst, wie die Indycar mit den Windscreens unterwegs ist, was eine bedeutend hübschere Lösung ist, dann glaube ich, dass man auch bei der Formel 1 eine bessere, optisch ansprechendere Lösung finden hätte können." Während der Zweck des Cockpitschutzes außer Frage steht, bleiben einige Fragen offen, immerhin haben die Piloten den Mittelsteg des Bügels buchstäblich vor der Nase. Hausleitner: „Sieht der Pole-Mann die Ampel? Und wie schaut es mit der Sicht aus, wenn es steil bergauf geht, etwa in Kurve eins in Austin oder in der Eau Rouge in Spa?"

2) Aus für die Haifischflosse

Was an den neuen Wagen neben „Halo" auffällt, ist das Fehlen der Airbox-Finne, salopp Haifischflosse genannt, mit der Ästheten nie viel Freude hatten. Ob das Aus bei manchen Boliden auf Kosten der Stabilität (etwa bei Seitenwind) geht, wird sich zeigen.

Die Airbox-Finne ist Geschichte

3) Nur mehr drei Motoren

Fix ist dafür, dass heuer nur mehr drei (statt vier) Motoren pro Fahrer und Saison erlaubt sind. Wer das Triebwerk vorzeitig tauscht, der wird wie bisher mit Rückversetzung in der Startaufstellung bestraft.

Für Ernst Hausleitner ist klar, wer von dieser Regelung profitieren wird. „Das spielt zu 100 Prozent Mercedes in die Karten, die hatten schon in der Vergangenheit den leistungsfähigsten und zuverlässigsten Motor."

4) Zwei Comeback-Rennen

Standfestigkeit ist nicht zuletzt deshalb gefragt, weil ein Rennen mehr als 2017 auf dem Programm steht. Unter den insgesamt 21 GPs finden sich zwei Comebackrennen: Am 24. Juni steigt der erste Frankreich-GP seit 2008, und zwar nach 1990 wieder auf dem Circuit Paul Ricard in Le Castellet. Nach einem Jahr Pause kehrt zudem Deutschland auf die Formel-1-Landkarte zurück; in Hockenheim wird am 22. Juli gefahren.

Wiedersehen in Hockenheim

5) Neue Beginnzeiten

Gestartet wird dort, wie nun bei allen Rennen, später als bisher. Die geänderten Beginnzeiten (in Europa in der Regel 15.10, in Frankreich sogar 16.10 Uhr) sind aus Sicht Hausleitners „eine dramatisch schlechte Entscheidung. Beim Fernsehen spielt Gewohnheit ja eine große Rolle, und die Fans haben sich über Jahrzehnte daran gewöhnt, dass ein Europa-GP um 14.00 Uhr startet." Wobei der Formel-1-Profi zumindest ansatzweise nachvollziehen kann, dass die Verantwortlichen mit Blick auf den US-TV-Markt später loslegen wollen. Die zehn Minuten nach der vollen Stunde findet er aber völlig daneben.

6) Grid Kids statt Grid Girls

Ähnlich deftige Worte findet der Oberösterreicher für die Art und Weise, wie die neuen Formel-1-Bosse das Ende der Grid Girls kommuniziert haben. „Da fragt man sich, was die Kollegen von Liberty Media zum Frühstück gehabt haben", so Hausleitner sarkastisch.

Statt den Grid Girls dürfen Nachwuchsrennfahrer die Stars begleiten

„Ein PR-technischer Super-GAU war das. Die haben das Ende der Grid Girls bekanntgegeben und erst drei Tage später gesagt, dass jetzt Kinder kommen." Dabei findet der ORF-Star, der selbst Papa ist, es sehr okay, dass ab sofort Kinder, die bereits in Nachwuchs-Rennklassen engagiert sind, vor den GPs mit ihren Helden auf Tuchfühlung gehen dürfen.

7) Mehr Reifenmischungen

Apropos Helden: Den Piloten stehen für ihre fahrbaren Untersätze heuer mehr Pirelli-Reifenmischungen zur Verfügung als zuletzt, allein das Slick-Sortiment umfasst sieben Mischungen. Bedeutet das mehr Boxenstops und mehr Action? Hausleitner: „Ich bin da eher skeptisch. Wir hatten uns ja schon vom Ultrasoft letzte Saison die ganz große Auswirkung erhofft, und das ist dann nicht passiert. Die meisten Teams waren mit deckungsgleichen Strategien unterwegs."

Pirelli bietet zwei zusätzliche Slick-Varianten an

8) Formel 1 live nur mehr bei ORF und RTL

Für ORF-und RTL-Kunden ändert sich in der Formel-1- Saison 2018 grundsätzlich nichts, das Küniglberg-TV und der Kölner Privatsender übertragen alle Rennen live. Der Abosender Sky hat dagegen sein Engagement (wegen zu hoher Rechtekosten und fehlender Exklusivität) beendet.

Seit 2009 das Formel 1-Pärchen des ORF: Ernst Hausleitner und Alex Wurz

Während der ORF in Sachen Personal auf alte Bekannte setzt - das Kommentatoren-Duo Ernst Hausleitner und Alexander Wurz startet in seine zehnte Saison -, wartet RTL mit zum Teil frischen Gesichtern auf. Nach Niki Laudas freiwilligem Abschied werden an der Seite von Moderator Florian König Ex-Weltmeister Nico Rosberg und DTM-Pilot Timo Glock analysieren.

Formel 1-Programmtipp:

Zum WM-Start heißt es wie gewohnt früh aufstehen. Achtung: Das Rennen beginnnt pünktlich um 7.10 Uhr!

GP von Australien

So 25.3. Orf Eins um 6.35

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