Flop Ten: Die 10 größten Film-Versager des Jahres

Mit ‚Der Spion und sein Bruder‘ landete Sacha Baron Cohen einen ziemlichen Bauchfleck

Mit ‚Der Spion und sein Bruder‘ landete Sacha Baron Cohen einen ziemlichen Bauchfleck

Oje, das lief dann wohl nicht so gut: In der Top-Flop-Liste landen Filme, die nicht mal ihre Produktionskosten einspielten. Die größten Flops brachten nicht mal die Hälfte der Ausgaben für die Herstellung. Auch heuer finden sich wieder Werke prominenter Namen in den Top Ten, einer davon: Oliver Stone. Wen es noch getroffen hat und wie mies die 10 schlechtesten Ergebnisse sind, lesen Sie hier:

Die Rechnung ist einfach: Die Produktion eines Film kostet den Betrag X. Die Erlöse an den Kinokassen bringen die Summe Y. Erwartet wird von den Filmemachern, dass ein Plus vor dem Ergebnis steht, wenn man von der Summe Y den Betrag X abzieht – und zwar ein saftiges.

Das sind die Flop Ten 2016:

Ein Flop ist, wenn ein Minus herauskommt. In der Flop-Ten-Liste finden sich die zehn Spitzenreiter in Sachen negative Einspielergebnisse. Was grundsätzlich aber lediglich bedeutet, dass die Streifen keine guten finanziellen Ergebnisse brachten, nicht dass sie an sich schlecht waren. Obwohl: Bei so mancher Produktion deckt sich die unerfreuliche finanzielle mit der kreativen Leistung schon. Aber urteilen Sie selbst. Die Zahlenbasis der Berechnungen ist übrigens das Portal Box Office Mojo, welches als die verlässlichste Instanz für die Einspielergebnisse von Kinofilmen angesehen werden kann.

10. Masterminds

Komödie mit Owen Wilson, Zach Galifianakis, Kristen Wiig und Jason Sudeikis rund um Gelegenheitsgangster, die ein Geldtransportunternehmen ausrauben. Nach einer wahren Geschichte, Regie: Jared Hess.

Minimaler IQ, maximale Beute – leider auch minimale Einspielergebnisse

Minimaler IQ, maximale Beute – leider auch minimale Einspielergebnisse

Budget: 25 Millionen US-Dollar

Einspielergebnis: 22 Millionen US-Dollar (88 Prozent des Budgets)

Verlust: 3 Millionen US-Dollar

9. Snowden

In Regisseur Oliver Stones biografischem Thriller-Drama spielt Joseph Gordon-Levitt den Whistleblower Edward Snowden, Shailene Woodley ist als Lindsay Mills zu sehen, Melissa Leo als Laura Poitas sowie Zachary Quinto als Glenn Greenwald.

Oliver Stones Verfilmung von Edward Snowdens Geschichte zog weniger Menschen als erwartet in den Bann

Oliver Stones Verfilmung von Edward Snowdens Geschichte zog weniger Menschen als erwartet in den Bann

Budget: 40 Millionen US-Dollar

Einspielergebnis: 34,3 Millionen US-Dollar (86 Prozent des Budgets)

Verlust: 5,7 Millionen US-Dollar

8. Der Spion und sein Bruder

Sacha Baron Cohen und Mark Strong sind die Grimsby-Brüder, welche ‚Transporter‘-Regisseur Louis Leterrier in Szene gesetzt hat. Die Spionage-Komöde nimmt Genre-Vorbilder wie ‚Mission: Impossible‘ aufs Korn, Fäkalwitze und sonstige Geschmacklosigkeiten selbstverständlich inklusive.

Das ungleiche Brüderpaar Cohen und Strong enttäuschte an den Kinokassen

Das ungleiche Brüderpaar Cohen und Strong enttäuschte an den Kinokassen

Budget: 35 Millionen US-Dollar

Einspielergebnis: 28,7 Millionen US-Dollar (82 Prozent des Budgets)

Verlust: 6,3 Millionen US-Dollar

7. Whiskey Tango Foxtrot

Tragikomische Buchverfilmung der Regisseure Glenn Ficarra und John Requa über die Gratwanderung zwischen investigativem Journalismus und Adrenalinsucht, gewürzt mit jeder Menge trocken-schwarzem Humor und Schauspielstars wie Tina Frey, Margot Robbie, Billy Bob Thornton und Martin Freeman.

Weder Tina Frey noch Margot Robbie oder Martin Freeman verhalfen dem Film zu einem besseren Ergebnis

Weder Tina Frey noch Margot Robbie oder Martin Freeman verhalfen dem Film zu einem besseren Ergebnis

Budget: 35 Millionen US-Dollar

Einspielergebnis: 24,9 Millionen US-Dollar (71 Prozent des Budgets)

Verlust: 10,1 Millionen US-Dollar

6. Die Jones – Spione von nebenan

Actionkomödie von Greg Mottola: Jon Hamm und Gal Gadot sind Tim und Natalie Jones. Schon bald ziehen sie ihre spießigen Nachbarn Jeff und Karen (Zach Galifianakis und Isla Fischer) in ihre aberwitzigen Agentenabenteuer.

Die Jones konnten als Spione von nebenan leider nicht genügend Menschen erheitern

Die Jones konnten als Spione von nebenan leider nicht genügend Menschen erheitern

Budget: 40 Millionen US-Dollar

Einspielergebnis: 26,9 Millionen US-Dollar (67 Prozent des Budgets)

Verlust: 13,1 Millionen US-Dollar

5. Ratchet & Clank

Regisseur Kevin Munroe bringt zwar auf liebenswerte Art und Weise die beiden Hauptfiguren des gleichnamigen PlayStation-Films auf die große Leinwand, jedoch ist der Schmäh leider fragwürdig, auch die Story mag nicht wirklich ins Rollen kommen. Technisch ganz gut gemacht.

Die herzige 3D-Animation versagte – vermutlich wegen der dummen Witze

Die herzige 3D-Animation versagte – vermutlich wegen der dummen Witze

Budget: 20 Millionen US-Dollar

Einspielergebnis: 11,8 Millionen US-Dollar (59 Prozent des Budgets)

Verlust: 8,2 Millionen US-Dollar

4. Stolz und Vorurteil und Zombies

Jane Austens England des 19. Jahrhunderts trifft auf Untote. Elizabeth Bennet wird von Lily James verkörpert, Mr. Darcy von Sam Riley. Regisseur Burr Steers hat die Austen-Story mit einer Zombieseuche angereichert, das Ergebnis ist eigentlich witzig und ansehnlich (Kostüme, Special-Effects).

Die durchaus gelungene Horrorkomödie fanden viele nicht lustig

Die durchaus gelungene Horrorkomödie fanden viele nicht lustig

Budget: 28 Millionen US-Dollar

Einspielergebnis: 16,4 Millionen US-Dollar (59 Prozent des Budgets)

Verlust: 11,6 Millionen US-Dollar

3. Popstar: Never Stop Stopping

Hier wird die Justin-Bieber-Biografie (‚Never say never‘) komödiantisch zitiert und mit Songs garniert. Die Regisseure Akiva Schaffer und Jorma Taccone sind dem Bewusstsein des Publikums hier wahrscheinlich zu weit voraus (ähnlich wie damals bei Idiocracy').

Ein eher trauriges Ende für ‚Never Stop Stopping‘

Ein eher trauriges Ende für ‚Never Stop Stopping‘

Budget: 20 Millionen US-Dollar

Einspielergebnis: 9,5 Millionen US-Dollar (48 Prozent des Budgets)

Verlust: 10,5 Millionen US-Dollar

2. Free State of Jones

Das Historiendrama nach wahren Begebenheiten aus dem amerikanischen Bürgerkrieg sollte der nächste Triumph von Matthew McConaughey werden. Autor und Regisseur Gary Ross hat die Story aber mit zu vielen Klischees und Fadesse belastet.

Für die Revolte des Farmers aus Mississippi gegen die Konföderierten interessierten sich nicht besonders viele Zuseher

Für die Revolte des Farmers aus Mississippi gegen die Konföderierten interessierten sich nicht besonders viele Zuseher

Budget: 50 Millionen US-Dollar

Einspielergebnis: 23,2 Millionen US-Dollar (46 Prozent des Budgets)

Verlust: 26,8 Millionen US-Dollar

1. Max Steel

Die Mattel-Actionfigur Max Steel hat von Disney seinerzeit eine Zeichentrickserie bekommen, die durchaus erfolgreich war. Der Realfilm von Stewart Hendler mit Ben Winchell als Max hat das Problem, dass es keine richtige Geschichte hinter der Figur gibt. Was bei Barbie funktioniert hat, ist hier zum Top-Flop geworden.

Max Steel, der Superheld aus der Animationsserie, konnte das Publikum im Kino nicht von sich überzeugen

Max Steel, der Superheld aus der Animationsserie, konnte das Publikum im Kino nicht von sich überzeugen

Budget: 10 Millionen US-Dollar

Einspielergebnis: 4,4 Millionen US-Dollar (44 Prozent des Budgets)

Verlust: 5,6 Millionen US-Dollar

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