‚Felt‘: Liam Neeson als „Deep Throat“ in Watergate-Film

Liam Neeson spielt im Spionagethriller ‚Felt‘ den legendären Whistleblower „Deep Throat“

Liam Neeson spielt im Spionagethriller ‚Felt‘ den legendären Whistleblower „Deep Throat“

Regisseur Peter Landesman (‚Parkland‘) versucht sich nicht als Erster an der legendären Watergate-Affäre. Für seine Version der Polit-Verfilmung konnte er Liam Neeson (‚96 Hours‘) gewinnen. Neeson schlüpft dabei in die Rolle des FBI-Whistleblowers Mark Felt (Deckname „Deep Throat“).

Die Watergate-Affäre bzw. Watergate ist laut einer Definition des Kongresses der Vereinigten Staaten von Amerika die Zusammenfassung einer Reihe gravierender „Missbräuche von Regierungsvollmachten“ während Richard Nixons Präsidentschaft. Zwischen 1969 und 1974 wurden im Rahmen des unrühmlichen Kapitels der US-Geschichte Regierungsbehörden durch das Weiße Haus missbraucht, es gab den eigentlichen Watergate-Einbruch sowie zweifelhafte Wahlkampf-Praktiken des Komitees zur Wiederwahl Nixons. Abgerundet wurde der Skandal durch illegale Parteispenden, Vorteilnahmen und unlauteres Finanzgebaren des Wiederwahl-Komitees.

Versuchte Vertuschung und Aufdeckung mit Hilfe von „Deep Throat“

Dass Beauftragte des Wahlkomittees der Republikaner im Hauptquartier der Demokratischen Partei im Watergate Building in Washington einbrachen und dort Abhörgeräte installierten, war Nixons Vertrauenspersonen bekannt. Gemeinsam mit dem amtierenden Präsidenten sollte die Aktion vertuscht werden. Die Investigativ-Journalisten Bob Woodward und Carl Bernstein von der Washington Post konnten dies 1974 jedoch aufdecken – mit der Hilfe des ersten Whistleblowers mit dem Decknamen „Deep Throat“, der die journalisten Nachforschungen tatkräftig unterstützte. Seine Identität blieb bis ins Jahr 2005 geheim. Erst vor rund 10 Jahren gab sich der Informant mit seinem Klarnamen zu erkennen: Mark Felt, seines Zeichens damaliger stellvertretender Direktor des FBI.

Der 2005 91-jährige, ehemalige stellvertretende FBI-Direktor Mark Felt alias „Deep Throat“

‚Felt‘: Watergate aus der Sicht des geheimen Informanten

Regisseur Peter Landesman (‚Parkland‘) zeichnet mit dem Spionagethriller ‚Felt‘ nun den politischen Supergau aus der Sicht des Whistleblowers, dessen Rolle der Ire Liam Neeson (‚96 Hours‘, ‚Schindlers Liste‘) übernehmen wird. Die Dreharbeiten sollen 2016 starten, wann der Film in die Kinos kommt, ist derzeit noch offen. Die Affäre wurde übrigens schon öfters filmisch aufgearbeitet – bereits kurz nach Nixons Rücktritt wurde sie mit Dustin Hoffman als Bernstein und Robert Redford als Woodward von Regisseur Alan J. Pakula unter dem Titel "Die Unbestechlichen" (1976) verfilmt.

Watergate-Verfilmung anno 1976: Dustin Hofman als Bernstein und Robert Redford als Woodward in ‚Die Unbestechlichen‘

FBI-Whistleblower als Vorbild für Snowden & Co

Der 2008 verstorbene Mark Felt gilt vielen als Vorbild für spätere US-Aufdecker wie Edward Snowden oder Wikileaks-Informant Chelsea Manning. Felts Informationen führten am 9. August 1974 zum Rücktritt des US-Präsidenten Richard Nixon.

Ohne Mark Felts Mut hätte vielleicht auch Edward Snowden nicht „ausgepackt“

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