Eurovision Song Contest 2016: Jetzt geht es los!

Der 61. Eurovision Song Contest wird vom 10. bis 14. Mai 2016 in der schwedischen Hauptstadt Stockholm stattfinden

Der 61. Eurovision Song Contest wird vom 10. bis 14. Mai 2016 in der schwedischen Hauptstadt Stockholm stattfinden

Es wird ernst! Am heutigen 10. Mai geht in Stockholm das erste Semifinale des ‚Eurovision Song Contest‘ über die Bühne. Mit Startnummer 12 mit von der Partie ist die 19-jährige Wienerin Zoë Straub, die mit ihrer französischen Gutelaunenummer ‚Loin d’ici‘ unsere Nation vor 200 Millionen Menschen repräsentiert. Insgesamt treten 18 Länder am heutigen Abend gegeneinander an – mit uns behalten Sie den Überblick und erfahren, wer was wann singt!

Am 10. und 12. Mai geht es für 36 Länder ans Eingemachte. Aus beiden Entscheidungsshows (zu je 18 TeilnehmerInnen) steigen jeweils die zehn punktestärksten KandidatInnen ins Finale auf. Für Österreich geht Zoë Straub ins Rennen, sie darf als zwölfte im ersten Halbfinale auf die Bühne.

Neue Punktevergabe beim Song Contest!

Neben neuen Teilnehmern und entsprechenden Songs gibt es auch neue Regeln. So z. B. ist es fortan möglich, dass jedes Land bis zu 24 Punkte abstauben kann! Damit verbunden werden wir künftig auch nicht mehr erfahren, wie die Zuseher gevotet haben. Traurig, aber wahr: Kein einziges Publikumsergebnis wird mehr verlesen oder eingeblendet. Das liebgewonnene Lästern über (mangelnde) Nachbarschaftshilfe fällt damit ebenfalls weg. Dafür werden die Entscheidungen der jeweiligen Fachjurys aus den Ländern live verkündet.

Die Ländersprecher (für Österreich tritt wieder Kati Bellowitsch an) verlesen, an wen die Experten ihre zwölf Punkte vergeben haben, der Rest – 10, 8, 7, 6 usw. – wird eingeblendet. Erst wenn die Jury-Votings aller 42 Teilnehmerländer über die Bühne gegangen sind – und damit quasi ein Halbzeitsieger feststeht –, sind die Publikumswertungen an der Reihe. Dabei wird die jeweilige Gesamtpunktezahl zum Jury-Ergebnis addiert, begonnen wird mit jener Nation, die am schlechtesten abgeschnitten hat, bis hoch zu jener, die am meisten Öffentlichkeitspunkte erhalten hat. Aus welchen Ländern die jeweiligen Punkte stammen, erfahren wir im Detail nur im Anschluss an die Show via Internet. Damit bleibt der Reiz und Charme der Punktevergabe leider auf der Strecke.

Die Lieder des ersten Halbfinales am 10. Mai 2016

Die Startreihenfolge des ersten Semifinales liest sich wie folgt: Finnland, Griechenland, Moldawien, Ungarn, Kroatien, Niederlande, Armenien, San Marino, Russland, Tschechien, Zypern, Österreich , Estland, Aserbaidschan, Montenegro, Island, Bosnien-Herzegowina und Malta. Die zehn Bestplatzierten der 18 Länder sichern sich ein Ticket für das Finale am 14. Mai.

1. Finnland

Die Lieder des zweiten Halbfinales am 12. Mai 2016

Die Startreihenfolge des zweiten Semifinales: Lettland, Polen, Schweiz, Israel, Weißrussland, Serbien, Irland, Mazedonien, Litauen, Australien, Slowenien, Bulgarien, Dänemark, Ukraine, Norwegen, Georgien, Albanien und Belgien. Die Top-10 treffen im Finale auf die Konkurrenz.

1. Lettland

Die Teilnehmer des ‚ESC‘-Finales am 14. Mai 2016

Beim Grande Finale treten insgesamt 26 Länder gegeneinander an. Folgende Länder hatten eine Fixplatzierung: Deutschland, Frankreich, Italien, Schweden, Spanien sowie das Vereinigte Königreich. Die Startreihenfolge liest sich wie folgt.

1. Belgien

Ihr ESC-Wertungsbogen zum Ausdrucken!

Auch wenn das Mitfiebern (und Lästern) vor dem Fernseher aufgrund der neuen Punktevergaberegelung ab heuer ein bisschen abgeschwächt wird, zittern dennoch 200 Millionen Menschen beim Bewerb mit und hoffen, dass ihre Nation sich nicht blamiert. Damit auch Sie daheim miträtseln, bangen und hoffen können, bieten wir Ihnen einen Wertungsbogen zum Download an. Auf diesem haben Sie immer den Überblick über die Startreihenfolge der beiden Semifinali und genügend Platz für Notizen und Ihre Punkte. Einfach HIER herunterladen und ausdrucken!

Wissenswertes und Kurioses rund um den Song Contest

Beim Eurovision Song Contest galt schon immer: Nicht jeder Song stößt auf Gegenliebe. Heuer geht der Bewerb in die 61. Runde und sorgte schon vorab für so manchen Aufreger. So z. B. wollte Kandidat Ivan (geht für Weißrussland an den Start) nackt mit Wölfen auf der Bühne auftreten, das Regenbogen-Banner (das als Symbol für die Friedensbewegung und die Rechte Homosexueller steht) sollte gänzlich verboten werden und dem verschuldeten Rumänien wurde die Teilnahme gänzlich untersagt. Doch im Laufe der Geschichte gab es noch viele andere Skurrilitäten.

Tanzen verboten! Während die Teilnehmer in den 50ern noch ziemlich statisch und in weniger auffälligen Kostümen ihre Lieder zum Besten gegeben haben, kam Mitte der 1960er-Jahre ein Wandel: Plötzlich wurden Begleitmusiker zugelassen, ab 1971 durften sogar Gruppen am Bewerb teilnehmen, die Bühnenoutfits wurden auffälliger und aufwendiger Tanzperformances wurden mindestens genauso zur Beurteilung eines Kandidaten hinzugezogen wie dessen Song selbst. Warum es davor nicht möglich war? Das hat schlichtweg technische Gründe. Zum einen standen den Fernsehsendern zu wenige Kameras zur Verfügung, um aus zig Perspektiven die Tänze festzuhalten und jedes Mitglied einer Band auf Zellulid zu bannen, zum anderen waren damals die Röhrenmikrofone (!) noch wesentlich erschütterungsempfindlicher und deshalb nicht fürs Herumspringen auf der Stage geeignet.

61 Jahre, hunderte Stücke! Über 1400 Songs wurden beim Eurovision Song Contest schon geträllert! Brian Kennedy aus Irland gab im Jahr 2006 das 1000. Lied in der Geschichte des ESC zum Besten, 2003 lieferte Zypern den 900. Song ab. Das 100. Song-Jubiläum wurde mit ‚T'en va pas‘ übrigens 1963 gefeiert – Kandidatin Esther Ofarim trat mit der auf französisch dargebotenen Nummer für die Schweiz an. Für den Sieg reichte es damals nicht: Esther belegte „nur“ Platz 2, damals traten erst 16 Länder an.

Die Schwedenbomben von ABBA legten mit ‚Waterloo‘ 1974 den Grundstein für ihre steile Karriere

ABBA, eine Legende. Ähnlich wie bei den diversen Casting-Shows im TV hört man von den Finalisten abseits des ESC nur mehr wenig. Eine große Ausnahme bildet jedoch die schwedische Gruppe ABBA, die nach ihrem Sieg im Jahr 1974 mit ‚Waterloo‘ den Grundstein für eine steile Karriere legten und danach noch internationale Erfolge verbuchen durften. Mit 15 % der erhaltenen Jurystimmen gilt das Voting von damals nach 1969 jedoch als schlechtestes Ergebnis für einen Siegertitel in der Geschichte des Bewerbs!

‚Nel blu dipinto di blu‘ (besser bekannt als ‚Volare‘) ist der meistgecoverte Beitrag des Eurovision Song Contest

Sing meinen Song. Wussten Sie, dass der meistgecoverte Eurovison-Song ‚Nel blu dipinto di blu‘ ist? Falls Ihnen das Lied auf Anhieb nichts sagt, dann kennen Sie es bestimmt unter dem Titel ‚Volare‘ – es wurde 1958 beim Grand Prix Eurovision de la Chanson (so der offizielle Name des Bewerbs bis zum Jahr 2001) von Domenico Modugno gesungen und seither u. a. von Dean Martin, Cliff Richard und David Bowie gecovert, Peter Alexander dichtete die Nummer zu ‚Bambina‘ um.

Ralph Siegel zum 24. mal dabei. Der deutsche Songwriter, Komponist und Produzent Ralph Siegel nahm vergangenes Jahr indirekt zum 24. Mal beim ESC teil. Unter anderem war er für die Stücke ‚Dschinghis Khan‘ (1979) und ‚Ein bisschen Frieden‘ (Nicole holte 1982 mit der Nummer den Sieg für Deutschland!) mitverantwortlich. In den letzten vier Jahren schrieb er die Lieder für Teilnehmerland San Marino. Lustiger Fakt: Valentina Monetta trat 2012, 2013 und 2014 mit Songs von Siegel an, er begleitete die Sängerin beim Contest 2014 sogar live am Klavier (davor stand er zuletzt 1982 auf der ESC-Bühne).

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