"Einen Arsch müssen sie schon haben": "Doctor's Diary"-Star Elyas M'Barek im Talk

Über Frauen, Österreich & den Schauspiel-Durchbruch – TV-MEDIA traf den "DD"-Assistenzarzt zum Interview

TV-MEDIA:: Jetzt schon meine erste Frage, bei uns werden Sie als Österreicher verkauft, im Internet von Bravo Deutschland, mit österreichisch-tunesischen Wurzeln, das würde ich gerne genauer erklärt haben.
Elyas M'Barek:: Ich bin in München geboren, aber mein Vater ist aus Tunesien, meine Mutter ist aus Österreich. Als Kind war ich viel dort und ich habe auch einen Österreichischen Pass.

TV-MEDIA:: In der Serie spielen Sie nun den Österreicher ...
Elyas M'Barek:: Genau. Das war die Idee von unserem Autor Bora Dagtekin, weil ich zum Spaß öfter Österreichisch gesprochen hab. Und die Figur heißt Maurice Knechtelsdorfer – was übrigens der Name meiner Mutter ist. Um die größtenteils Deutschen Zuschauer aber nicht zu irritieren, spricht Maurice österreichisch, aber so, dass es natürlich für die deutschen Zuschauer verständlich ist.

TV-MEDIA:: Welche Funktion hat Maurice – wird er ein Love Interest für Gretchen?
Elyas M'Barek:: Er versucht, alles mit einen Lächeln zu lösen! Ich hoffe, ich habe die Österreicher gut repräsentiert, aber ich glaube er ist mehr Gretchens beruflicher Gegenspieler und kein Liebhaber.

TV-MEDIA:: In "Türkisch für Anfänger" spielen sie den Macho und jetzt auch wieder. Ist das Tatsache oder ist mehr Klischee dass alle Südländer Machos sind?
Elyas M'Barek:: Na klar ist das ein Klischee! Und sicher wollen die Leute das auch sehen, aber in dem Fall ist das gar nicht so. Bei DD bin ich gar kein Macho. Eher das Gegenteil von dem, was ich ansonsten spiele. Gerade das ist ja das lustige, dass die Rolle das typische Klischee vom Südländer nicht erfüllt.

TV-MEDIA:: Nach "Türkisch für Anfänger" spielen Sie nun in der zweiten erfolgreichen deutschen Serie mit. Wie hat sich Ihr Leben mit dem Erfolg verändert?
Elyas M'Barek:: Man merkt es selber gar nicht, wie weit man schon gekommen ist. Ich könnte nicht sagen: jetzt bin ich erfolgreich. Ich glaube, man muss immer weiter arbeiten und versuchen, gute Projekte zu machen und sein bestes als Schauspieler zu geben. Was sich auf jeden Fall verändert hat ist, dass ich die Schauspielerei nun Hauptberuflich machen kann. Das hätte ich mir vor Jahren nicht erträumt, dass ich, der ein Südländisches Aussehen und auch in diese Schubladen gesteckt wird, in Deutschland schaffen kann. Früher habe ich mich mit Nebenjobs durchgeboxt, und momentan kann ich davon leben. Ich werde wahrgenommen in der Branche, das hat sich verändert. Ansonst ist alles gleich geblieben also.

TV-MEDIA:: Und wie reagieren Fans auf Sie?
Elyas M'Barek:: Auch das ist jetzt nicht anders geworden. Es ist nicht so, dass sich die Leute umdrehen wie bei Brad Pitt und dann ausrasten. Ich führe ein ganz normales Leben, ich vergesse das, wenn ich in der U-Bahn sitze. Manchmal merke ich, wenn mich jemand anguckt und mich erkennt, aber das vergisst man schnell.

TV-MEDIA:: Haben Sie selbst jemals einen Star bewundert , oder ein Autogramm von jemandem geholt?
Elyas M'Barek:: Da muss ich überlegen. Ich glaube nicht. Aber, von wem ich immer noch gerne eines hätte ist Reinhard Fendrich. Für meine Mutter. Die ist der größte Fendrich Fan. Früher habe ich seine Lieder auch viel gehört. Bei „I am from Austria“ spüre ich immer meine österreichischen Wurzeln. Ich spiele den Song oft auch Freuden vor, aber in Deutschland verstehen Sie den leider nicht. Bei mir löst er aber echt etwas aus – ein unglaublicher Song! Aber sonst bin ich nicht der Fan-Typ. Als ich klein war, habe ich auch Vorbilder getroffen, aber seit ich selber in dem Beruf stecke habe ich einen anderen Zugang dazu. Da verliert man die Faszination.

TV-MEDIA:: Zurück zum Thema: DD spielt mit vielen Klischees, vor allem aber mit dem Schlankheitswahn der Frauen. Welcher Typ Frau gefällt Ihnen am Besten?
Elyas M'Barek:: Ich glaube, es kommt auf die Persönlichkeit an. Gerade Diana. die für die Serie etwas zugenommen hat und der das wirklich gut steht, hat dazu noch eine großartige Persönlichkeit. Mir geht es bei Frauen immer so, dass sie mir gefallen, wenn sie selbstsicher sind und etwas ausstrahlen, ob die schlank sind oder ob die etwas mehr wiegen ist mir nicht so wichtig. Aber allgemein denke ich, dass Frauen ruhig ein bisschen mehr auf der Hüfte haben können. Ganz so dünne Frauen finde ich nicht so sexy, einen Arsch müssen sie schon haben (lacht).

Alle Infos über "Doctor's Diary" finden Sie in TV-MEDIA 34/09!

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