Kult-Komiker Jerry Lewis ist mit 91 Jahren gestorben!

Kult-Komiker Jerry Lewis ist mit 91 Jahren gestorben!

Im Komödienfach galt er bis zuletzt als ganz große Nummer, für etliche Generationen war er – gemeinsam mit seinem Filmpartner Dean Martin – eine Kindheitserinnerung. Am Sonntag verstarb Oberclown Jerry Lewis im Alter von 91 Jahren in Las Vegas – ein Nachruf.

Wie seine Agentin Candi Cazau bestätigte, ist der amerikanische Kult-Entertainer Jerry Lewis am Sonntagmorgen mit 91 Jahren in seinem Haus in Las Vegas eines natürlichen Todes gestorben. Seine Familie war in den letzten Stunden bei ihm. Ein Blick zurück auf den Werdegang des Schauspielers, Komikers und Regisseurs:

Lewis, am 16. März 1926 in New Jersey als Joseph Levitch geboren, war – gemäß dem Titel von Martin Scorseses Film ‚The King of Comedy‘ (1982) – eine Legende. Zu internationaler Berühmtheit schaffte er es nach dem Zweiten Weltkrieg in Kino-Komödien an der Seite von Dean Martin, mit dem er insgesamt 16 Filme (u. a. ‚Der Prügelknabe‘) drehte, ehe sie sich zerstritten und getrennte Wege gingen. Danach startete er seine Solokarriere. So schrieb er z. B. das Drehbuch und spielte die Hauptrolle in ‚Hallo, Page!‘ (1960) und in ‚Der verrückte Professor‘ (1963), der 33 Jahre später mit Eddie Murphy neu verfilmt wurde. Bei ‚Wo, bitte, geht’s zur Front?‘ (1970) nahm er ebenfalls im Regiestuhl Platz und spielte gar eine Doppelrolle. In seinem letzten Langfilm ‚Max Rose‘ (2013) gab er mit 87 Jahren einen alternden Jazz-Pianisten. Doch was machte Lewis eigentlich so besonders?

Dean Martin (l.) und Jerry Lewis 1976 auf einer TV-Spendengala in Las Vegas

Dean Martin (l.) und Jerry Lewis 1976 auf einer TV-Spendengala in Las Vegas

Der Tag, an dem der Clown weinte …

Sein Markenzeichen waren Klamauk und Grimassen, mit denen er Menschen zum Lachen brachte. Sein „Lebenswerk“ sollte die Dramödie ‚The Day The Clown Cried‘ sein, die er 1972 in Stockholm drehte. Der Film war gleichzeitig Fluch und Segen, und verschwand in seinem privaten Giftschrank: Bei diesem gewagten Experiment wollte er das Publikum auch von seiner ernsten Seite überzeugen, und gab einen Clown, der jüdische Kinder in Konzentrationslagern kurz vor ihrem Gang zur Gaskammer begleitete. Der Versuch, ein solch ernstes Thema mit einer radikalen Komödie aus einem neuen Blickwinkel zu zeigen, schlug fehl. Lewis, der den fertigen Film niemals zeigte, erklärte später: „Ich schämte mich für diesen Film und war dankbar für meine Macht, ihn verschwinden und niemand ihn jemals sehen zu lassen. Er war schlecht, schlecht, schlecht.“

Seine Komödie ‚Der verrückte Professor‘ (1963) sollte 33 Jahre später mit Eddie Murphy neu verfilmt werden

Seine Komödie ‚Der verrückte Professor‘ (1963) sollte 33 Jahre später mit Eddie Murphy neu verfilmt werden

Auch mit über 90 wollte Lewis zurück auf die Bühne

Zwischen 1952 und 2011 trat Lewis regelmäßig in TV-Spendenmarathons auf, um Geld für Muskelkranke zu sammeln – mehr als zwei Milliarden US-Dollar sollten so über die Jahre zusammengekommen. Er selbst hatte auch immer wieder mit Gesundheitsproblemen zu kämpfen: Im Jahr 1982 überlebte er einen ersten Herzinfarkt, zehn Jahre später erkrankte er an Prostata-Krebs. Außerdem litt er lange an chronischen Rückenschmerzen. „Er ließ sich nicht unterkriegen“, sagte seine Agentin Cazau am Sonntag. Lewis habe vorgehabt, in den nächsten Monaten in New York und Las Vegas auf der Bühne zu stehen.

1944 heiratete Lewis die Sängerin Patty Palmer, mit der er sechs Söhne hatte. Nachdem die Ehe geschieden wurde, ehelichte er in den Achtzigerjahren die Tänzerin SanDee Pitnick, mit der er eine Tochter adoptierte. Lewis wurde mehrfach für sein Lebenswerk geehrt. 2009 bekam er für seinen Einsatz im Kampf gegen Armut und Krankheiten einen Ehren-Oscar, 2014 einen Stern am Walk of Fame – bei der Festivität biss er Regisseur Quentin Tarantino in die Hand. Über seine Karriere sagte er einmal selbst: „Ich war sehr erfolgreich damit, ein totaler Idiot zu sein.“

UPDATE: Todesursache steht fest

Der US-amerikanische Komiker starb offenbar an Herzversagen, wie der Gerichtsmediziner von Clark County (Nevada) gegenüber TMZ bestätigte. Demnach litt Jerry Lewis an einer Herzkrankheit im Endstadium. Weil das Herz nicht mehr richtig durchblutet wurde, konnte der Körper nicht mehr mit genügend Blut versorgt werden.

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