ATV-Verkauf: Übernahme durch PULS 4 ist jetzt fix!

ATV-Verkauf: Übernahme durch PULS 4 ist jetzt fix!

Der große Merger im heimischen Privat-TV-Biz ist unter Dach und Fach: Die ProSiebenSat.1 PULS 4-Gruppe übernimmt ATV! Die Verträge wurden am Montag unterzeichnet, nun muss noch die Bundeswettbewerbsbehörde zustimmen.

Die deutsche ProSiebenSat.1 PULS 4-Gruppe plant, den österreichischen Privatsender ATV von der Tele München Fernseh GmbH & Co. Produktionsgesellschaft zu übernehmen. Entsprechende Verträge wurden am 6. Februar 2017 abgeschlossen. Die Akquisition muss von den zuständigen Medien- und Kartellbehörden in Österreich genehmigt werden. Die Bundeswettbewerbsbehörde (BWB) dürfte unter Auflagen zustimmen, kündigte BWB-Chef Theodor Thanner bereits vergangenen Donnerstag, 2. Februar 2017, an. Als mögliche Auflagen wurden etwa eine getrennte Werbevermarktung und eine weiter eigenständige ATV-Redaktion kolportiert.

„Optimale Lösung“ gefunden

Markus Breitenecker, Geschäftsführer ProSiebenSat.1 PULS 4: „Ziel des Kaufs ist es, ATV in die ProSiebenSat.1 PULS 4-Gruppe zu integrieren und die Position von ATV auf dem österreichischen TV-Markt so nachhaltig zu stärken.“ Dr. Herbert G. Kloiber, geschäftsführender Gesellschafter der Tele München: „Ich freue mich, dass wir für den Fortbestand des Unternehmens die optimale Lösung gefunden haben.“

Durch die geplante Integration und Sanierung will PULS 4 den Fortbestand von ATV langfristig sichern. Dabei würden ATV und PULS 4 wechselseitig insbesondere vom Know-how und den Prozessen innerhalb der Senderfamilie profitieren. Der österreichische Privatsender ATV ging 2003 on Air, 2011 folgten ATV2 sowie 2016 ATVsmart. Die Sender werden von der ATV Privat TV GmbH & Co KG betrieben und gehören der Tele München Fernseh GmbH & Co. Produktionsgesellschaft.

Austro-Privat-TV in deutscher Hand

Der Verkauf von ATV an die ProSiebenSat.1-Gruppe, die hierzulande PULS 4 betreibt, sorgt freilich – auch abseits der ATV-Redaktionen – für Kritik: Damit werden die beiden größten österreichischen Privatsender in deutscher Hand sein. Durch den Verkauf verschiebt sich auch das Kräfteverhältnis auf dem Werbemarkt noch stärker zugunsten der Privatsender: Der ORF kam im vergangenen Jahr auf 30 Prozent der Werbeeinnahmen, ProSiebenSat1Puls4 und die zwei ATV-Sender zusammen hingegen auf 42,8 Prozent.

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