Anna Veith im Comeback-Talk: „Ich will bei der WM dabei sein!“

Ready for Comeback - Anna strahlt wieder!

Ready for Comeback - Anna strahlt wieder!

Vor genau einem Jahr verletzte sich Anna Veith am Knie, jetzt winkt das Comeback. Wir trafen die 27-jährige Ski-Lady zum Comeback-Interview.

Die österreichische Alpin-Ski-Queen Anna Veith, geborene Fenninger, verletzte sich am 21. Oktober 2015 bei einem Sturz schwer. Die Skirennläuferin gab nicht auf, sondern kämpft für ein sportliches Comeback. Auf Servus TV gibt es dazu eine Reportage (‚Sturz ins Leben‘, 10. Oktober ab 20.15 Uhr) - wir sprachen im Zuge der Präsentation mit dem sympathischen Ski-Idol.

Interview mit Anna Veith über Reha, Comeback und Geparden

TV-MEDIA: Das Wichtigste: Wie lief die Saisonvorbereitung nach Ihrer schweren Knieverletzung vor einem Jahr?
Anna Veith: Nach diesem Totalschaden im Knie kann man nicht wirklich von Saisonvorbereitung sprechen. Dieses gesamte Jahr war und ist bis heute meine Reha. Mein täglicher Kampf, wieder fit zu werden für das, was ich am meisten liebe: Skirennen zu fahren.

Die österreichische Ski-Queen kämpft sich nach ihrer Knie-OP mit hartem Training zurück

Die österreichische Ski-Queen kämpft sich nach ihrer Knie-OP mit hartem Training zurück

TV-MEDIA: Wann feiern Sie Ihr Comeback? Schon in Sölden (22. 10., Anm.) ?
Anna Veith: Ich werde dann mein erstes Rennen bestreiten, wenn ich konkurrenzfähig bin und bereit dazu. Noch habe ich die Hoffnung nicht aufgegeben, dass das schon in Sölden der Fall sein kann. Ich will jeden Trainingstag nutzen – und dann spätestens am Tag vorm Rennen sagen ja, es geht oder ich warte noch.

TV-MEDIA: Was war die härteste Phase in der Reha?
Anna Veith: Leichte Phasen gibt es in so einer Reha nicht. Das war eine Zeit, die mir absolut alles abverlangt hat. Angefangen von dem Moment, in dem ich merkte, dass völlig alltägliche Dinge wie der Gang von der Küche zur Couch sich wie ein Marathonlauf angefühlt haben und ich selbst das normale Gehen wieder neu lernen musste. Bis hin zu den intensiven Kraft- und Konditionseinheiten, die ich brauchte, um überhaupt die Ski wieder anschnallen zu können. Aber das Gute ist, ich weiß ja, warum ich mir all das antue (lacht).

Annas Saisonvorbereitungen nach dem Totalschaden im Knie sind ein täglicher Kampf

Annas Saisonvorbereitungen nach dem Totalschaden im Knie sind ein täglicher Kampf

TV-MEDIA: Ist es schwierig, sich in der Comeback-Saison sportliche Ziele zu setzen?
Anna Veith: Nein, gar nicht. Mein Ziel ist es, wieder zurückzukommen und dann konkurrenzfähig zu sein. Ich bin mir ganz sicher, das erste Mal wieder im Starthaus zu stehen und zu realisieren, jetzt hast Du es wirklich geschafft, wird ein absolut emotionaler Moment sein.

TV-MEDIA: Welche Rolle in Ihren Überlegungen/Planungen spielt für Sie als Titelverteidigerin in Super G und Riesentorlauf die WM in St. Moritz?
Anna Veith: Ich will natürlich dabei sein, ganz klar, und habe den Vorteil, dass ich als Titelverteidigerin gesetzt bin und mich nicht qualifizieren muss. Aber ich weiß auch: Die WM-Titel, die ich gewinnen durfte, die kann mir niemand mehr nehmen, und alles, was vielleicht noch kommt, wäre eine wundervolle Zugabe.


Anna bleibt Anna, egal ob Fenninger oder Veith!

TV-MEDIA: Lindsey Vonns großes Ziel ist es, den Rekord von Ingemar Stenmark zu knacken (86 Weltcup-Siege). Was bedeuten Ihnen Rekorde?
Anna Veith: Lindseys Performance und Konstanz sind absolut beeindruckend, davor habe ich großen Respekt. Mir persönlich sind Rekorde nicht so wichtig. Natürlich freut man sich, wenn man einen aufstellt – aber ich für mich brauche keine Rekordjagd. Mir ist es wichtig, Spaß zu haben an dem, was ich tue, und hoffentlich ganz bald wieder perfekte Schwünge genießen zu dürfen.

Am 16. April 2016 heiratete Anna ihren langjährigen Freund Manuel

Am 16. April 2016 heiratete Anna ihren langjährigen Freund Manuel

TV-MEDIA: Das zweite einschneidende Ereignis in Ihrem Leben neben der Verletzung war in den letzten Monaten Ihre Heirat. Gibt’s etwas, das Anna Veith anders macht als Anna Fenninger? Bzw. was hat sich für Sie durch die Hochzeit verändert?
Anna Veith: Anna bleibt Anna, egal ob Fenninger oder Veith. Ich bin derselbe Mensch, vielleicht einfach durch dieses Jahr ein Stück weit reifer und überlegter geworden. Ich hatte Zeit, um vieles zu verarbeiten und Dinge ganz neu zu bewerten. Und unsere Hochzeit war etwas ganz Wunderbares. Man ist mit dem Menschen, den man liebt, einfach noch enger verbunden, und es fühlt sich toll an, sagen zu können: Manuel ist mein Mann.

Während ihrer Reha hatte Anna Zeit, vieles zu verarbeiten

Während ihrer Reha hatte Anna Zeit, vieles zu verarbeiten

TV-MEDIA: In der Servus-TV-Doku Sturz ins Leben (17. Oktober, 20.15 Uhr auf Servus TV) sieht man Sie auch in Namibia, wo Sie nicht nur geflittert haben, sondern auch als Botschafterin für den „Cheetah Conservation Fund“ im Einsatz waren. Warum liegen Ihnen gerade Geparde am Herzen?
Anna Veith: Es sind einfach faszinierende Tiere. Unglaublich schnell und überlegt. In der Art, wie sie leben und jagen, sehe ich große Parallelen zu meinem Sport: Niemals Energie verschwenden, auf genügend Regeneration achten, und dann, wenn es drauf ankommt, hellwach sein und zupacken. Als Botschafterin des CCF setze ich mich für die Geparde ein, um auch ein Stück weit auf ihr Schicksal aufmerksam zu machen – denn leider sind sie vom Aussterben bedroht.

Anna setzt sich für Geparde ein und reiste heuer nach Namibia

Anna setzt sich für Geparde ein und reiste heuer nach Namibia

TV-MEDIA: Zum Schluss: Anna Veith hat 658.000 Facebook-Fans, Marcel Hirscher 530.000. Was fällt Ihnen dazu ein?
Anna Veith: Ladys first (lacht). Nein, im Ernst: Ich freue mich über jeden Fan, der sich für mich interessiert, und bin sehr dankbar, dass so viele Menschen mich in dieser schwierigen Zeit mit so vielen lieben Botschaften und Wünschen unterstützt haben. Das tut sehr gut.

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