Allergiker rufen zum Boykott der Kinderbuchverfilmung ‚Peter Hase‘ auf

Allergiker rufen zum Boykott der Kinderbuchverfilmung ‚Peter Hase‘ auf

Aufgrund einer Szene, in der Lebensmittelallergien auf die Schaufel genommen werden, bliesen Allergiker-Gruppen zum Halali auf den neuen Animationsfilm ‚Peter Hase‘ – und verlangten von Sony Pictures eine Entschuldigung.

Vergangene Woche lief in den amerikanischen Kinos die Literaturverfilmung ‚Peter Hase‘ – aus der Feder von Beatrix Potter – an. Sie erhielt aus diversen Gründen gemischte Kritiken: So bemängelten Zuseher u. a. die Herangehensweise an den altehrwürdigen Stoff (das Kinderbuch ‚The Tale of Peter Rabbit‘ erschien erstmals im Jahr 1902), der in der animierten Neufassung wenig von einem klassischen Kinderbuch und viel mehr von einer modernen Comedy mit Popsongs hat.

Hase tötet Menschen mit Brombeeren (aber nur fast)

Eine weitere Diskussion brach zuletzt auch eine bestimme Szene vom Zaun, in der der pelzige Protagonist beinahe zum Mörder wird. Hier geht es um eine der wohl drastischeren Methoden, mit denen sich Peter (Stimme im Original: James Corden) und seine Freunde Zugang zu Mr. McGregors (Domhnall Gleeson) Gemüsegarten verschaffen wollen. Denn: Sie attackieren ihn mit Brombeeren! Hört sich zwar nicht schlimm an, jedoch wissen die Tiere genau, dass der Herr stark allergisch auf das Rosengewächs reagiert. McGregor spürt die Folgen sofort und wendet das schnelle Ende des Films, das sein Tod gebracht hätte, nur knapp mit einem EpiPen ab.

Ähnliche Szenen haben – vor allem in Zeichentrickfilmen – die Wahrnehmung von Allergien auf das Bild roter und aufgeblähter Gesichter reduziert. Dies kann unter Umständen verharmlosend für ein Leiden wirken, das schon viele Leben gefordert hat. Dementsprechend geriet der Film für den Ausschnitt in die Kritik mehrerer auf Allergien spezialisierter Interessensverbände wie der „Kids with Food Allergies Foundation“, die sich am vergangenen Wochenende zu der Szene äußerte.

Allergische Reaktionen auf ‚Peter Hase‘

Diese und ähnliche Warnungen zielen darauf, dass Eltern von Kindern mit Allergien sich dieses Elements bewusst werden. An anderen Stellen wurde mit dem Hashtag #boycottpeterrabbit dagegen gleich zur Meidung des Films aufgerufen. Die australische Gruppe „Globalaai“ verlangte über eine Petition eine öffentliche Entschuldigung seitens Sony Pictures. Die Petition ist nur noch wenige hundert Unterstützer von ihrem Ziel der 10.000 Unterschriften entfernt, doch Sony gab schon vergangenen Sonntag ein Statement zur Situation ab. In diesem wurde betont, dass die besagte Szene unangebracht war und die Macher sich der Problematik hätten bewusst sein müssen.

Zuschauer in Österreich können die Abenteuer von Peter Hase ab 23. März erleben. Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Filmbeschreibung …

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