‚All the Money in the World‘: Gender Pay Gap sorgt für Aufruhr in Hollywood

‚All the Money in the World‘: Gender Pay Gap sorgt für Aufruhr in Hollywood

Sie haben dieselbe Agentur und die gleiche Leistung erbracht. Trotzdem hat Schauspielerin Michelle Williams für die Nachdrehs zu Ridley Scotts ‚All the Money in the World‘ rund 99 Prozent weniger Gehalt bekommen als ihr männlicher Co-Star Mark Wahlberg – er kassierte 1,5 Millionen Dollar, sie nur läppische 1.000!

Dass Frauen und Männer für die gleiche Arbeit nicht das gleiche Gehalt bekommen, ist gemeinhin bekannt – nun aber geht die Debatte um Gleichberechtigung in Hollywood in eine neue Runde. Für die Nachdrehs (im Detail handelte es sich um zehn Drehtage!) zum Film ‚All the Money in the World‘ kassierte Mark Wahlberg eine Gage von mindestens 1,5 Millionen Dollar, während seine weibliche Kollegin Michelle Williams – die ebenfalls eine Hauptrolle besetzt, bereits vier Oscarnominierungen erhielt und 2012 einen Golden Globe für ‚My Week with Marilyn‘ gewann – gerade einmal um die 1.000 Dollar bekam. Weniger als ein Prozent von Wahlbergs Gehalt! Unterstrichen wird die Horrorstory durch den Fakt, dass beide Schauspieler durch dieselbe Agentur (William Morris Endeavor) repräsentiert werden, Williams jedoch nichts von Wahlbergs Monstergage wusste.

Forbes listet Wahlberg als bestbezahlten Schauspieler 2017

Zum Nachdreh kam es, weil Regisseur Ridley Scott nach den Missbrauchsvorwürfen gegen Kevin Spacey (TV-MEDIA berichtete) diesen nicht mehr im Film haben wollte. Die Rolle des 58-jährigen Oscarpreisträgers wurde mit Christopher Plummer besetzt, der dafür sogar eine Last-Minute-Golden-Globe-Nominierung erhielt.

Ende August veröffentlichte das Wirtschaftsmagazin Forbes sein alljährliches Ranking der bestbezahlten Schauspielerinnen und Schauspieler der Welt. Überraschenderweise führte 2017 Mark Wahlberg die Liste an, der zwischen dem 1. Juni 2016 und dem 1. Juni 2017 sage und schreibe 68 Millionen US-Dollar verdient hat (TV-MEDIA berichtete).

Artikel-Update (14. Jänner): Nach der Empörung über die Unterschiede bei der Gage hat Wahlberg angekündigt, 1,5 Mio. Dollar zu spenden. „Ich unterstütze zu hundert Prozent den Kampf für faire Bezahlung“, erklärte er in einem Statement. Seine Agentur spendete zusätzlich eine halbe Million Dollar. Er werde das Geld im Namen von Michelle Williams an den Rechtsschutz-Fonds von ‚Time’s Up‘ spenden. 300 Hollywoodstars hatten die Initiative gegründet, um der Belästigung von Frauen im Berufsalltag ein Ende zu bereiten.

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