Alfreds Blondinen: Tippi Hedren und ihre Hitchcock-Schwestern

Der Meister mit Tippi Hedren, eine seiner blonden Mörder-Musen

Der Meister mit Tippi Hedren, eine seiner blonden Mörder-Musen

Tippi Hedren war nicht die einzige bildschöne Blondine, die der britische Meisterregisseur vor die Kamera holte. Auch Diven wie Ingrid Bergman, Grace Kelly oder Doris Day gehörten zum „Hitch-Harem“.

Alfred Hitchcocks kühle Blondinen

Hedren war nicht die erste blonde Schauspielerin mit der Schönheit eines Models und der Kälte eines Eisbergs. Alles begann mit dem österreichisch-tschechischen Stummfilm-Star Anny Ondra. Sie war Hitchcocks erste blonde Mörderin in ‚Erpressung‘. Der Streifen wurde als Stummfilm begonnen; im Laufe der Produktion entschied man jedoch, aus ihm den ersten englischen Tonfilm zu machen.

Die Stummfilm-Diva Anny Ondra war Hitchocks erste mordende Blondine

Janet Leigh

Als kaltblütig-diebische Marion Crane verlässt Janet Leigh in ‚Psycho‘ mit gestohlenem Geld die Stadt und fährt weg. Allerdings geht die Reise mehr (mit Zwischenstation Bates Motel/Dusche) oder weniger direkt ins Nirwana.

Leigh mordet in ‚Psycho‘ zwar nicht selbst, ist aber trotzdem nicht unbedingt die Sympathie in Person

Kim Novak

Die Geheimnisvolle: In ‚Vertigo – Aus dem Reich der Toten‘ verdreht die im Film selbst ziemlich abgedrehte Novak als Madeleine Elster bzw. Judy Barton dem armen James Stewart den Kopf.

Kim Novak gilt wegen ihrer Sensibilität und ungekünstelten Darstellung unter Kritikern als Idealbesetzung, Hitchcock war anderer Meinung - er hätte lieber Vera Miles gehabt

Joan Fontaine

Ihre heute noch bekanntesten Rollen spielte Joan Fontaine unter der Regie von Alfred Hitchcock in ‚Rebecca‘ und ‚Verdacht‘.

Joan Fontaine und Laurence Olivier in ‚Rebecca‘, dem ersten Film Hitchcocks, der in Hollywood gedreht wurde. Der Film bekam 1941 einen Oscar, Fontaine ging aber leer aus.

Grace Kelly

Alfred Hitchcock holte Grace Kelly am Höhepunkt ihrer Karriere innerhalb von nur zwei Jahren dreimal vor die Kamera. Ihre Zusammenarbeit begann 1954 mit ‚Bei Anruf Mord‘. Die Handlung spielt fast ausschließlich in einem Raum. Regisseur und Kameramann experimentierten mit neuen 3D-Aufnahmemöglichkeiten. Der Regisseur schätzte die Qualitäten von Kelly und hielt sie für die Idealbesetzung seiner weiblichen Hauptrollen. Kelly zeigte hinter einer kühlen Fassade Sehnsucht, Hingabe und Leidenschaft, trat stets stilsicher und elegant auf und wurde zur idealtypischen Hitchcock-Heldin der 1950er Jahre. 1954 arbeiteten Hitchcock und Kelly für den Klassiker ‚Das Fenster zum Hof‘ erneut zusammen. Hier spielte Grace Kelly die elegante Geliebte des wegen seines Gipsbeins auf einen Rollstuhl angewiesenen Fotoreporters Jeff (James Stewart). Von den Kritikern wurde die Darstellung der Schauspielerin hoch gelobt. ‚Über den Dächern von Nizza‘ war ihre letzte Arbeit mit Alfred Hitchcock. Dort spielte sie 1955 die Millionärin Frances Stevens, die den nur scheinbar desinteressierten Meisterdieb John Robie (Cary Grant) lustvoll umgarnt.

Grace Kelly war für Alfred Hitchcock die Idealbesetzung. Nach ihrer Zusammenarbeit suchte er Schauspielerinnen, die Kelly ähnelten.

Eva Marie Saint

Eine ihrer bekanntesten Rollen spielte sie 1959 als geheimnisvolle Blondine in dem Filmklassiker ‚Der unsichtbare Dritte‘ von Alfred Hitchcock. Der Regisseur sorgte bei den Dreharbeiten dafür, dass Saint - die für ihr langes blondes Haar bekannt war - ihre Haare kürzte, weil dies besser zu den Eigenschaften ihrer Figur passen würde.

Eva Marie Saints Markenzeichen: Ironie und Selbstironie und laszive Kommandolaune

Doris Day

1956 spielte mit James Stewart in dem Alfred-Hitchcock-Thriller ‚Der Mann, der zuviel wußte‘ und machte den Filmsong ‚Que Sera, Sera‘ (Oscar-Auszeichnung) zu ihrer Erkennungsmelodie. Die Produzenten des Films hatten auf ihre Popularität als Sängerin gesetzt, gleichwohl lobten Kritiker ihre künstlerisch anspruchsvolle Leistung als Schauspielerin.

Barbara Bel Geddes

Das Image des „durchschnittlichen, amerikanischen Mädchen von nebenan“ behielt Bel Geddes auch in ‚Vertigo – Aus dem Reich der Toten‘ bei. Da spielt sie die eifersüchtige beste Freundin von James Stewart.

Bel Geddes gibt sich auf dem Bild lasziv, ihre Rolle war sonst aber eher das nette Mädchen von nebenan

Tippi Hedren

Nachdem Grace Kelly Fürstin von Monaco geworden war, wurde Hedren die „Lieblingsblondine“ von Alfred Hitchcock, der sie in einem Werbespot für den Diätdrink Sego entdeckt hatte. In ihr fand er nach langer Suche eine Nachfolgerin für Kelly. Hitchcock gab Hedren jeweils eine Hauptrolle in den Filmen ‚Die Vögel‘ und ‚Marnie‘. Für ‚Die Vögel‘ erhielt sie 1964 den Golden Globe als beste Nachwuchsdarstellerin. Hitchcocks Interesse ging jedoch über das Berufliche hinaus. Er war geradezu vernarrt in die kühl wirkende, blonde Schauspielerin und ordnete an, dass Tippis Name im Zusammenhang mit seinen Filmen nur in einfachen Anführungszeichen, also ‘Tippi’ genannt werden durfte. Da sie seine Avancen nicht erwiderte, wurde die Zusammenarbeit aber schließlich beendet.

Tippi Hedren war Hitchcocks Obsession

Ingrid Bergman

Ingrid Bergman ist in Hitchcocks ‚Berüchtigt‘ in der damals längsten Kussszene der Filmgeschichte zu sehen. Nach den Richtlinien der Zensoren durfte ein Filmkuss damals nicht länger als drei Sekunden dauern. Hitchcock umging diese Regel, indem er in einer knapp dreiminütigen Sequenz Devlin (Cary Grant) und Alicia (Bergman), unterbrochen durch kurze Dialogsätze, sich immer und immer wieder küssen ließ, während sie sich im Appartement umher bewegten. Er ließ den beiden dabei Freiheiten in ihrem Text. In der endgültigen Fassung handelt der Dialog während des Kusses vom Essen und wer danach den Abwasch erledigt.

Ingrid Bergman in der damals längsten Kussszene der Filmhistorie

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