"The Patient": Der Therapeut im Keller des Serienkillers

"The Patient": Der Therapeut im Keller des Serienkillers

"The Patient": Der Therapeut im Keller des Serienkillers

Steve Carell spielt Dr. Alan Strauss

Findet man keinen Ausweg aus einer Lebenskrise, sucht man im Idealfall Hilfe, etwa bei einem Therapeuten. Diesen aber zu kidnappen und im eigenen Keller einzusperren, um jederzeit Zugriff zu ihm zu haben, ist dann doch etwas extrem. Aber gut, Sam ist auch kein alltäglicher Typ, sondern ein Serienkiller. In der neuen Serie "The Patient" (ab 30. November auf Disney+) liefern sich Steve Carell und Domhnall Gleeson ein spannungsgeladenes, höchst ungleiches Duell.

Zunächst lernen wir Dr. Alan Strauss (Carell) als ruhigen Psychiater kennen, der seinen Patienten ein guter Zuhörer ist, während sein Privatleben seit dem Krebstod seiner Frau ordentlich in Schieflage geraten ist. Und dann ist da dieser junge Mann (Gleeson), der seit einigen Monaten in seiner Ordination auftaucht und Rat sucht. Die Sonnenbrille will er partout nicht ablegen, und auch sonst ist er eher ein undurchsichtiger Typ, wenngleich die Suche nach einem Ausweg aus seiner verfahrenen Situation aufrichtig erscheint - und dringend notwendig ist, wie man bald erfährt.

Denn Sam, so der Name dieses augenscheinlichen Durchschnittstypen, verspürt "den Drang, zu töten". Das erfährt Alan, als er längst im Keller seines Gegenüber festgehalten wird. Am Fuß eine solide Eisenkette, neben seiner Schlafstätte eine Bettpfanne, und täglich gibt es Take-away-Essen, das Sam von seinem Job als Restaurantkontrolleur mitbringt. Wie es soweit kommen konnte? Sam hat den Arzt kurzerhand überwältigt und entführt, um nach Monaten des Stillstands endlich mit seiner Therapie Fortschritte zu machen.

Was sich in der Folge entspinnt, ist ein vorwiegend intellektuell geführtes Match zwischen den beiden höchst unterschiedlichen Charakteren: Während Alan nach außen hin großteils versucht, die Contenance zu bewahren (nur vor seinem inneren Auge auf den Entführer einzuschlagen), wirkt Sam ständig gehetzt, zucken seine Hände nervös von hierhin nach dorthin und macht sich auch sein Kaffeekonsum deutlich bemerkbar. Lange halte er es nicht mehr aus, verrät er seiner unfreiwilligen Vertrauensperson, dann müsse er wieder jemanden ermorden. Und die Menschen, an denen er seine Wut auslässt, hätten es ja auch verdient!

Der zehnteilige Psychothriller von Joel Fields und Joe Weisberg, die mit der Spionageserie "The Americans" große Erfolge feierten, weiß durch seine Reduktion auf das Wesentliche zu überzeugen. Kaum einmal verlässt man als Zuschauer den Keller von Sam, ist beständig an Alans Seite, der sich zusehends in Erinnerungen flüchtet - auch das nicht gerade eine lockere Angelegenheit. Und natürlich versucht er mit allen Mitteln, Sam vom nächsten Mord abzuhalten, immerhin hängt davon ganz offensichtlich auch sein eigenes Leben ab. Carell und Gleeson laufen in "The Patient" zu Höchstform auf, sodass man die meist nur halbstündigen Episoden am liebsten in einem Rutsch verschlingt. Besser kann man Spannung eigentlich nicht inszenieren.

(S E R V I C E - )

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