Mountainfilm Festival kürt "Horse Tamer" mit Grand Prix Graz

Mountainfilm Festival kürt "Horse Tamer" mit Grand Prix Graz

Mountainfilm Festival kürt "Horse Tamer" mit Grand Prix Graz

"Horse Tamer" - Film über die letzten mongolischen Nomadenvölker

"Horse Tamer" von Regisseur Hamid Sardar ist am Samstagabend beim Mountainfilm Festival 2022 mit dem Grand Prix Graz ausgezeichnet worden. Die Jury lobte vor allem "Weite und Tiefgang" der Geschichte über die letzten mongolischen Nomadenvölker, der es gelinge, "jeden Betrachter emotional einzubinden und zu berühren". Die Kamera Alpin Austria ging an "24 Stunden Odyssee" von Christiane Mayr und Johannes Mair. Außerdem wurde vier Mal die Kamera Alpin in Gold verliehen.

"Begehungen in extremen Felswänden wie jener der Eiger Nordwand, eine der schwierigsten Routen, sind eine Sache, diese aber auch noch so meisterlich filmisch zu dokumentieren, eine andere", hielt die Jury zu "24 Stunden Odyssee" fest, gewürdigt wurde auch die gelungene Dramaturgie. Der Hauptpreis des Festivals, der Grand Prix Graz, ist mit 5.000 Euro dotiert, die Preise in den vier Kategorien mit je 3.000 Euro wie auch der Preis für die beste einheimische Produktion. Insgesamt gab es heuer 289 Einreichungen aus 34 Ländern, die im Rahmen einer Vorauswahl auf 118 Filme reduziert wurden.

"African Territory" von Joaquin & Julian Azulay wurde in der Kategorie "Alpinismus und Expeditionen" ausgezeichnet. "Die Reise des argentinischen Brüderpaares Azulay entlang der Küste des afrikanischen Kontinents nimmt eine filmische und erzählerische Sonderstellung in der Reihe der diesjährigen Beiträge ein", lobte die Jury. In der Kategorie "Sport in Berg- & Naturräumen" erhielt die Produktion "The Ultimate Run" von Christoph Thoresen die Kamera Alpin in Gold. Laut Jury eine "außergewöhnliche Abenteuergeschichte auf Skiern", welche einerseits "die hohe Kunst dieses Sports" hervorhebe, andererseits fielen Dramaturgie und "sensationelle Kamera" positiv ins Gewicht.

Mark Fletchers Einreichung "Patrick and the Whale" ging als Sieger in der Kategorie "Natur und Umwelt" hervor. Die laut Jury "außergewöhnliche Mensch-Tierbeziehung, welche sich erst über viele Jahre entwickelte", halte "großartige emotionale Momente" bereit. Und in der Kategorie "Menschen und Kulturen" ging der Preis an Werner Herzog für "Die innere Glut: Requiem für Katia und Maurice Krafft". Das Vermächtnis der beiden Vulkanologen habe "einen würdigen Erzähler gefunden", begründete die Jury die Auszeichnung: "Das bildlich oft Opulente, verwoben mit den Szenen der Verwüstung zieht einen dramaturgischen Faden durch diese tragische Geschichte dieses außergewöhnlichen Paares."

(S E R V I C E - )

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