Zweiohrküken

Komödie/Romanze, D 2009
Zweiohrküken ist der Freund von Keinohrhase

Zweiohrküken ist der Freund von Keinohrhase

Mehr als 6,3 Millionen Zuschauern können nicht irren. "Keinohrhasen" war einer der erfolgreichsten deutschen Kinofilme der vergangenen Jahre. In "Zweiohrküken", der Fortsetzung, setzt Regisseur und Hauptdarsteller Til Schweiger (45) auf die bewährte Mischung. Die besteht aus Dialogen wie aus "Sex and the City", poppigen Bildern, untermalt von extrem viel Musik.

Ludo (Til Schweiger) und Anna (Nora Tschirner) kehren zwei Jahre nach "Keinohrhasen" auf die Leinwand zurück: Der Alltag ist eingekehrt in ihre Beziehung. Anna kämpft mit Eifersucht, ihn wiederum nervt Annas Kontrollwahn. Er fühlt sich eingeengt, will mehr Freiheit für sich. Da taucht Annas Ex-Freund Ralf auf, und Ludo wird seinerseits von Eifersucht heimgesucht.

Schweiger und seine Co-Autorin Anika Decker haben wieder das Drehbuch geschrieben. Viele Dialoge sitzen. Vorbild sind eindeutig angloamerikanische Komödien mit Ben Stiller oder Hugh Grant. Die gibt es im deutschsprachigen Raum in gelungener Form nicht so oft. Vorab zeigte Schweiger seinen Film nur ausgewählten Kreisen, was unverständlich ist. Auch "Zweiohrküken" wird ein großes Publikum finden, das sich über die vielen Gags freuen wird.

Manchmal wartet die Komödie mit Toiletten-Humor auf: Matthias Schweighöfer kämpft als trotteliger Moritz mit einer kaputten Klospülung. Diese Szene haben sich Fans ausgedacht, die im Internet peinliche Pärchen-Erlebnisse einreichen durften. Auch Intimrasur und Achselhaare sind ein Thema. Tschirner bekommt in der Anfangsszene Angelina-Jolie-Brüste verpasst, Schweiger hadert mit dem Alter und benutzt einen Abdeckstift.

Den Part des schleimigen Ex-Freundes (mit Riesenpenis) hat Ken Duken. Heiner Lauterbach darf einen betrunkenen Lustgreis spielen, Uwe Ochsenknecht gibt Flirt-Tipps. Wladimir Klitschko und Yvonne Catterfeld sitzen im Film als Promi-Pärchen bei Johannes B. Kerner auf dem Sofa. Die Musik liefern DJ Paul van Dyk und die Band One Republic. Der Titel stammt wieder von einem Stofftier: In einer Szene führt Ludo der kleinen Cheyenne Blue (Schweigers Tochter Emma Tiger) ein selbstgenähtes Küken mit zwei Ohren vor.

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