Zwei ungleiche Schwestern

Komödie/Drama, F 2004
Louise vom Land ist in der Stadt nicht willkommen

Louise vom Land ist in der Stadt nicht willkommen

In einem Film mit Isabelle Huppert stellt man sich auf Abgründe ein. In Alexandra Leclères Spielfilmdebüt "Zwei ungleiche Schwestern" verbergen sich diese Abgründe allerdings unter einer gefälligen, komödiantischen Oberfläche. Die Schwestern (Isabelle Huppert und Cathérine Frot) sind grundverschieden - demgemäß prallen Welten aufeinander.

Der Besuch von Louise (Frot) ist der älteren Schwester Martine lästig. Die unbekümmerte Provinzlerin hat ein Buch geschrieben und sucht einen Verleger. Sie hofft auf Unterstützung von Martine und ihrem Mann, die in Paris die richtigen Leute kennen. Doch bei ihrer Ankunft liegt das Manuskript noch ungelesen im Kofferraum von Martines Auto. Die jüngere Schwester ist ein Störfaktor im kultivierten Pariser Lifestyle der im Wohlstand verhärmten Martine. Louise ist peinlich, weil sie weder Dress- noch Verhaltenscodes des großstädtischen Lebens beherrscht.

Doch so viel die ungleichen Schwestern trennt, verbindet sie auch: Zum einen die alkoholabhängige Mutter, zu der Martine vor Jahren den Kontakt abgebrochen hat. Und beide sind auf der Suche nach neuen Lebensimpulsen.

Bereits in ihrem Kurzfilm "Bouche à Bouche" hatte Alexandra Leclère den Dialog zweier Schwestern dokumentiert. Die Dialoge von Martine und Louise spiegeln die Zerrissenheit von Familien. Als "Balance über dem Abgrund" beschrieb Isabelle Huppert den Film, dementsprechend ambitioniert und direkt ist Leclères erster Spielfilm.

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