Zwei Tage, eine Nacht

Drama, B/F/I 2014
Sandra kämpft mit allen Mitteln um ihren Job

Sandra kämpft mit allen Mitteln um ihren Job

"Zwei Tage, eine Nacht" ist ein unverwechselbares Drama der Dardenne-Brüder, in dem eine Frau nur wenig Zeit hat, um ihren Job zu retten. Erstmals steht für die belgischen Sozialphilosophen die französische Oscarpreisträgerin Marion Cotillard ("La Vie en Rose") vor der Kamera.

Für Sandra (Cotillard) steht viel auf dem Spiel. Sie wird ihren Job verlieren, sollten ihre Kollegen nicht auf ihre diesjährige Prämie verzichten. Mit 13 zu 3 haben sich die Kollegen für ihre Bonusauszahlung entschieden. Ein Schlag ins Gesicht für Sandra, die zuvor wegen depressiven Störungen mehrere Wochen krankgeschrieben war. Wegen unzulässiger Einflussnahme eines Kollegen erlaubt ihr die Geschäftsführung des Kleinunternehmens, ein zweites Votum am Montagmorgen zu organisieren. Sandra bleibt nur das Wochenende, um ihre Kollegen zu überreden, auf die 1.000 Euro zu verzichten. 

Und so geht die verheiratete Mutter von zwei Kindern um Solidarität betteln. Zwei Tage und eine Nacht dauert ihr Kampf voller Verzweiflung, Erniedrigung, aber auch Zuspruch und Hoffnung. Jede Tür, die sich Sandra öffnet, gibt Einblick in das Leben und Nöte ihrer Kollegen. Die einen wollen mit der Prämie ihr Haus weiterbauen, die anderen müssen damit die Miete abstottern oder die Ausbildung für die Kinder.

Mit "Zwei Tage, eine Nacht" zeichnen Jean-Pierre Dardenne und Luc Dardenne ein Sozialdrama, das ihre unverwechselbare Handschrift trägt: ein Dardennescher Realismus mit großer Menschlichkeit. Es ist das erste Mal, dass Cotillard mit den Brüdern dreht. Eine Zusammenarbeit, die die 39-Jährige als Symbiose bezeichnete. "Sie gaben mir alles, was ich in einem Film suche. Tiefe, Detailarbeit und Authentizität", sagte die Schauspielerin in einem dpa-Interview in Cannes, wo der Film auf dem diesjährigen Festival gezeigt wurde.

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