Zwei Brüder

Abenteuer/Drama, F/UK 2004
Zwei Brüder

Mit "Der Bär" hat der französische Regisseur Jean-Jacques Annaud ("Der Name der Rose") 1988 einen ungewöhnlichen Tierfilm gedreht. Sechzehn Jahre und einige erfolgreiche Streifen ("Der Liebhaber", "Sieben Jahre Tibet") später bringt der 60-Jährige mit "Zwei Brüder" neuerlich ein Tierabenteuer in die Kinos, das mit seinen Aufnahmen verblüfft.

Bei dem Streifen handelt es sich um die Geschichte zweier Tiger im Dschungel Südostasiens zur Zeit der französischen Kolonialherrschaft. Neben den Raubkatzen spielen die Tempelanlagen von Angkor Vat in Kambodscha die Hauptrolle.

Die beiden Tigerbabys Kumal und Sangha erleben eine glückliche Kindheit in freier Wildbahn, ehe ein Statuen- und Tigerjäger (Guy Pearce) in ihre heile Welt einbricht, den Vater tötet und den kleinen Kumal fängt. Bald darauf wird auch sein Bruder, der zunächst im Maul der Mutter entkommen konnte, gefangen. Der eine landet im Zirkus, der andere zunächst als Haustier im Haus des Gouverneurs (Jean-Claude Dreyfus), ehe er in die verliesartige Privatmenagerie eines Provinzfürsten gesperrt wird. Das Drehbuch von Annaud und Alain Godard unterscheidet sich kaum von einschlägigen Tiergeschichten aus dem Hause Walt Disney. Die Machart jedoch beeindruckt.

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