Zu guter Letzt

Komödie/Drama, USA 2017

Spät, aber doch: Harriet Lauler will ihr Leben ändern

Eine kontrollsüchtige Pensionistin (Shirley MacLaine) lässt ihren Nachruf schreiben - natürlich nur zu ihren Bedingungen.

Darum geht's in ‚Zu guter Letzt‘:

Harriet Lauler (Shirley MacLaine) fristet ein einsames Dasein: Die ehemals erfolgreiche Geschäftsfrau ist zwar in Pension, versucht aber, alles und jeden um sich herum zu kontrollieren und zu beherrschen: So schneidet der Gärtner die Blumen falsch und die Haushaltshilfe kocht nicht richtig. Die Verbitterung fordert ihren Tribut: Nach einem Mix aus Wein und Antidepressiva landet Harriet schließlich in der Notaufnahme. Dem Tode noch mal entkommen, beschließt sie, ihren eigenen Nachruf schreiben zu lassen.

Also beauftragt sie die Journalistin Anne Sherman (Amanda Seyfried) mit dem Verfassen einer Gedenknote - inklusive guter Ratschläge und einer Frist, versteht sich. Eine schwierige Aufgabe für Anne: Weil Harriet aufgrund ihres autoritären Gehabes keine Freunde hat und jeden in ihrem Bekanntenkreis verschreckt bzw. vor den Kopf gestoßen hat, sagt niemand ein gutes Wort über die Dame. Wie soll da ein liebenswertes Porträt entstehen?

Ernüchtert beschließt Harriet, ihr Leben zu ändern, bevor es zu spät ist - und Anne soll ihr dabei Gesellschaft leisten. So versucht sich Harriet als Radio-DJ und nimmt die kleine Brenda (Ann Jewel Lee Dixon), ein ruppiges Mädchen mit großen Träumen, unter ihre Fittiche, damit es zumindest einen Menschen gibt, dessen Leben sie berühren konnte. Die wichtigste Aufgabe: Harriet will sich mit ihrer Tochter Elizabeth (Anne Heche) versöhnen, zu der sie seit Jahren keinen Kontakt hat. Also unternehmen Harriet, Anne und Brenda eine außergewöhnliche Reise.

Unsere Meinung zu ‚Zu guter Letzt‘:

Harriet ist eine extrem spannende Figur, die von der herausragenden Shirley MacLaine (‚Das Appartement‘) ohne falsch verstandene Rührseligkeit dargestellt wird, was sich vor allem beim Treffen mit ihrer Filmtochter zeigt, das ganz anders verläuft, als man es von einer solchen Komödie erwarten würde. Toller Moment! MacLaines Performance ist großartig, Story und Nebendarsteller sind jedoch trotz guter Ansätze zu weichgewaschen, zu unecht, zu berechnend und zu schwach.

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