Zettl

Komödie, D 2012
Zettl im Stress

Zettl im Stress

Helmut Dietl hat ein Stück deutsche Fernsehgeschichte geschrieben. Seine Serien sind Kult - allen voran "Kir Royal - Aus dem Leben eines Klatschreporters" von 1986. Mehr als ein Vierteljahrhundert nach dem großen Erfolg hat Dietl sich nun an eine Fortsetzung gewagt. Der Film "Zettl" kommt nun ins Kino.

Mit der herausragenden Abrechnung mit der Münchner Schickeria von einst hat sein neuer Film "Zettl" wenig gemein. Und das liegt sicher nicht daran, dass der Film nun in Berlin spielt, der neuen Hauptstadt der Reichen und Schönen. Die hat nämlich noch viel mehr Intrigen, Affären und Skandale zu bieten als die Münchner Schickeria von einst. Was im München der 1970er und 80er Jahre die Promis und Möchtegern-Promis aus Film und Fernsehen waren, sind im Berlin des 21. Jahrhunderts die Politiker und die, die sie beraten - in ihrem Geltungsdrang auf die Spitze getrieben.

Dietl erzählt die Geschichte des Promi-Chauffeurs Max Zettl (Michael "Bully" Herbig), der mit Skandal-Geschichten aus der Politik zum gefeierten Chefredakteur aufsteigt. Zettl verkauft die Berliner Bürgermeisterin (Dagmar Manzel), die eigentlich ein Mann ist, als seine verlorengeglaubte Mutter. Mit Hilfe von "Kir Royal"-Urgestein Herbie Fried (Dieter Hildebrandt) deckt er auf, dass der Bundeskanzler tot in einer Promi-Klinik tiefgekühlt wird. Besonders pikant daran: Die Geliebte des Kanzlers (Karoline Herfurth) ist auch die von Zettl.

"Die Wirklichkeit ist viel düsterer als der Film. Ich habe ja drei Jahre in Berlin gelebt und diese Geschichte recherchiert. Wenn ich alles erzählt hätte, was ich wirklich weiß, das würde kein Mensch glauben", sagt Dietl im Interview der Nachrichtenagentur dpa. Nicht alles in seinem Film basiere aber auf der Realität, betonte er. Sein Film sei "ein Gleichnis". "Ich finde es einfach komisch, wie sich diese Leute verhalten in ihrer Machtgier, in ihrer Sexgier."

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