Yves Saint Laurent

Drama, F 2014
Newcomer Pierre Niney verkörpert den Designer

Newcomer Pierre Niney verkörpert den Designer

YSL - drei Buchstaben, hinter denen sich das bewegte Leben und Schaffen eines der größten Modeschöpfer verbirgt. Yves Saint Laurent hat die Mode revolutioniert, die schönsten Frauen der Welt eingekleidet, 1971 nackt für sein Männerparfüm "YSL Homme" posiert, Männer geliebt und war süchtig nach Alkohol und Drogen. Reichlich Stoff für den Film "Yves Saint Laurent", der nun anläuft.

Das Leben und Schaffen des 2008 verstorbenen manisch-depressiven Mode-Genies könnte mehrere Filme füllen. Der französische Regisseur Jalil Lespert hat sich in seinem Biopic für die Jahre zwischen 1957 und 1976 entschieden - und mehr für das Leben von YSL als das Schaffen. Angelehnt hat er sich dabei an die 1995 und seitdem mehrmals neu aufgelegte Biografie von Laurence Benaïm, die erste und ausführlichste Lebensbeschreibung des Ausnahmedesigners. Sie erschien noch zu Lebzeiten von YSL und geht auf den Menschen ein, der sich hinter der dreibuchstabigen Erfolgsmarke versteckt.

Yves Saint Laurent umgaben zeitlebens Rätsel und Gerüchte - auch um seinen Tod im Juni 2008 im Alter von 71 Jahren. Offiziell starb er an einem Gehirntumor. Manche vermuteten jedoch, er sei an Aids gestorben. "Yves Saint Laurent war komplex. Er war genial, modern, zartbesaitet und zutiefst unglücklich", charakterisierte Pierre Niney den Modezar, den er in dem Film brillant verkörpert.

Yves Saint Laurent war ein stiller, schüchterner Mann, der 1955 seine wohlhabende kolonial-französischen Familie in Algerien verließ und nach Paris ging. Dort war er Assistent von Christian Dior und übernahm nach dessen Tod 21-jährig eines der größten Modehäuser der Welt.

Der Film ist keine Geschichte über das kreative Schaffen von Yves Saint Laurent, der mit seinem Anzug für die Dame und der Einführung der Trapez-Linie die Mode revolutionierte. Seine Schneiderkunst wird nur nebenbei angeschnitten. Lespert zeigt die persönliche Veränderung des Designers und die selbstzerstörerischen Kräfte, aus denen sich seine Kreativität nährte.

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