Yaloms Anleitung zum Glücklichsein

Dokumentation, CH/USA/F 2014
Psychotherapeut Yalom auf den Spuren des Glücks

Psychotherapeut Yalom auf den Spuren des Glücks

Die Schweizer Regisseurin Sabine Gisiger liefert in ihrer Dokumentation "Yaloms Anleitung zum Glücklichsein" ein Porträt des Therapeuten Irvin D. Yalom, der sich selbst allerdings nicht als "Glücksforscher" versteht.

Ein kleiner Weg führt zu dem Büro des emeritierten Stanford-Professors Irvin D. Yalom, einem der bedeutendsten Psychotherapeuten der USA. Viele Stunden am Tag verbringt der 83-jährige Bestsellerautor in seinem Gartenhaus in Kalifornien. Mit dem Fahrrad ist er schnell an der Universität, hier empfängt er Patienten, schreibt Bücher und beantwortet E-Mails von Menschen, die sich hilfesuchend an ihn wenden. Seit über 30 Jahren wohnt er mit seiner Frau Marilyn nebenan in dem ruhigen, beschaulichen Landhaus, ein kleines Paradies. Vier Kinder hat das seit 60 Jahren verheiratete Paar großgezogen. "Ich bin recht zufrieden mit meinem Leben", versichert Yalom mit tiefer, eindringlicher Stimme. "Ich sehe Patienten, schreibe Bücher und tue damit genau das, was mich erfüllt".

Für den Film ging die Regisseurin mit Yalom und seiner Familie, darunter zahlreiche Enkelkinder, auf Reisen. Gefilmt wurde beim Badeurlaub auf Hawaii, beim Besuch in der Provence, beim Radfahren auf dem Stanford-Campus, bei Vorträgen und Gesprächen mit Freunden. "So viel Aufmerksamkeit ist etwas peinlich", grinst Yalom. Doch die Botschaft sei ihm wichtig. Viele Menschen seien sehr viel unglücklicher, als man denkt, sagt er auch in dem Film.

In den 1960er Jahren kam der Ruf nach Stanford, eine knappe Autostunde südlich von San Francisco. Dort machte sich Yalom schnell als Pionier der Gruppentherapie und der existenziellen Psychotherapie einen Namen. Er arbeitete mit Todkranken und Patienten in schweren Lebenskrisen. Er schrieb zahlreiche Lehrbücher. Schließlich veröffentlichte er Romane, darunter den Bestseller "Und Nietzsche weinte" und "Die Schopenhauer-Kur".

"Wenn mein Mann einmal stirbt, dann kann er getrost sagen, dass er nichts bereut. Er zählt zu denen, die ihr Versprechen erfüllt haben", sagt Marilyn Yalom. Ihr Mann versichert: "Solange ich es schaffe, möchte ich Patienten sehen und Bücher schreiben." Der Titel für sein nächstes Buch steht schon fest. "Denn alles ist vergänglich" soll im Frühjahr hierzulande erscheinen.

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