X-Men Origins: Wolverine

Action/Fantasy, USA 2009
Die Kampfmaschinerie ist los

Die Kampfmaschinerie ist los

Den Sprung in die Vergangenheit wagt die vierte Verfilmung der "X-Men"-Comics. "X-Men Origins: Wolverine" erzählt die Vorgeschichte des Kampfs von Wolfsmensch Wolverine gegen das Tier in ihm und für die Freiheit der Mutanten.

Der Mutant Wolverine (Hugh Jackman) lebt in den 1970er Jahren unter dem Namen Logan in einem entlegenen Holzfäller-Camp in den kanadischen Rocky Mountains. Hier sucht er Ruhe vor seinen dunklen Erinnerungen an Kriegseinsätze und findet sie in der Beziehung mit der sanftmütigen Lehrerin Kayla Silverfox (Lynn Collins). Als Logans gewalttätiger Bruder Victor Creed (Liev Schreiber) in die Idylle eindringt und Kayle tötet, verbündet sich der Mutant mit einem alten Bekannten, William Stryker (Danny Huston). Dem Oberst der Armee war Logan einst in einer Spezialeinheit unterstellt.

Stryker, der bereits in "X-Men 2" auftauchte, verbessert in einem Labor Logans bereits vorhandenen übermenschlichen Kräfte und stattet sein Skelett mit einer besonderen Legierung aus. Logan wird zur unzerstörbaren Kampfmaschine Wolverine. Unmittelbar nach der Transformation erfährt Logan jedoch, dass Stryker ihn und andere Mutierte missbraucht, um aus ihren Fähigkeiten das perfekte Wesen zu erschaffen. Es kommt zum Kampf gegen die Wissenschaft um die Freiheit der Mutanten und um Logans menschliche Seite.

Während in der zwischen 2000 und 2006 erschienenen Trilogie die Gruppe der Fantasywesen «X-Men» im Mittelpunkt des Geschehens steht, wendet sich der vierte Teil komplett der Figur Wolverine zu. Seine Vergangenheit und seine Beziehung zu Stryker sind später Auslöser der Gründung der X-Men.

Superstar Hugh Jackman spielt erneut den verwegenen Helden Wolverine und zeigt erstmals dessen emotionale Züge. Er weint, schreit, leidet, liebt und vereint das «Monster» mit seiner romantischen Seite. Und: Der amtierende "sexiest man alive" zeigt sich nackt.

Schwindelerregende Spezialeffekte

Dennoch setzt "X-Men Origins: Wolverine" von Regisseur Gavin Hood (Oscar-Preisträger für «Tsotsi») in Stil und Tonalität die düstere Actionserie fort. Wie die Vorgängerstreifen ist auch der neue Teil mit Spezialeffekten aufgeladen. Hervorragend umgesetzt ist etwa eine Kampfszene auf der Kante eines Atom-Kühlturms. Mit den Augen Logans wankt und schwankt der Zuschauer Hunderte Meter über dem Boden -wer nicht schwindelfrei ist, wird im Kinosessel keinen Spass haben.

Auch wenn "Wolverine" zeitlich vor dem Inhalt der "X-Men"-Trilogie spielt, handelt es sich um eine Fortsetzung. Wer keinen oder nur einen Teil der "X-Men" gesehen hat, wird Zusammenhänge nicht verstehen.

Der Blockbuster greift immer wieder Inhalte der vorhergehenden Filme auf und legt etwa offen, warum der Wissenschaftler William Stryker in "X-Men 2" Mutanten vernichten will oder wie Professor Xaviers seine Schule für talentierte Mutanten gründet. Wer also Spass an der Geschichte haben will, sollte vorher noch mal "X-Men" 1 bis 3 in den DVD-Player einlegen.

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