World War Z

Action/Drama, USA/M 2013
Brad Pitt rettet die Welt vor Zombies

Brad Pitt rettet die Welt vor Zombies

Brad Pitt gegen die Untoten: In der Rolle eines UN-Krisenexperten nimmt der Hollywood-Star den Kampf gegen eine Zombie-Invasion auf. In "World War Z" steht er Regisseur Marc Forster auch als Produzent zur Seite.

Zum Frühstück backt Gerry Lane noch Pfannkuchen für seine beiden Töchter, doch im Nu ist für den früheren UN-Mitarbeiter und für die "World War Z"-Zuschauer die Idylle vorbei. Mit Frau und Kindern steckt der von Brad Pitt gespielte Krisenexperte im US-amerikanischen Philadelphia im Verkehrsstau, als die Zombie-Attacke beginnt. Helikopter schwirren über den verängstigten Menschen, Explosionen, gefolgt von Grauen. Horden von Untoten stürmen herein. Wenige Sekunden nach ihrem Biss verwandeln sich ihre zuckenden Opfer in Zombies, mit milchigen Augen und Appetit auf Menschenfleisch.

Vorbei mit dem frühen Ruhestand des Familienvaters. Als Experte für Weltkrisen und Naturkatastrophen wird Lane abkommandiert, der Pandemie-Ursache auf den Grund zu gehen und die Zombie-Invasion zu stoppen.

"World War Z" ist ein ungewöhnlicher Hollywood-Blockbuster. Ein 200-Millionen-Dollar-Produkt in 3D, der wohl teuerste Zombiefilm aller Zeiten. Vorlage ist das gleichnamige Kultbuch von Max Brooks, Sohn von Regiegröße Mel Brooks und Oscar-Gewinnerin Anne Bancroft. Brad Pitt kaufte die Filmrechte und produzierte den Streifen über seine Firma Plan B mit. Als Regisseur kam der Deutsch-Schweizer Marc Forster ("James Bond 007 - Ein Quantum Trost", "Monster's Ball") an Bord. Eine vielversprechende Mischung.

Doch zunächst gab es nur Katastrophenmeldungen: ein explodierendes Budget, neue Drehbuchautoren zum Umschreiben des Skripts, Aufschub des Kinostarts. Das bereits teuer gedrehte Zombie-Finale am Schauplatz Moskau landete im Müll, das Ende des Films wurde komplett neu gedreht. Der geopolitische Tiefgang der Buchvorlage blieb auf der Strecke. Spannende Szenarien, wie sich Regierungen in einer apokalyptischen Krise verhalten, wurden aufs Nötigste reduziert.

"World War Z" ist dennoch viel mehr als bloßer Grusel-Horror. Über knapp zwei Stunden Laufzeit hinweg fesseln Pitt und Forster die Zuschauer mit einem halbwegs intelligenten Überlebensdrama. Hollywoodstar Pitt ist kein Actionheld mit Superkräften, sondern ein besorgter Familienvater, den man gerne als Weltenretter sieht.

Der UN-Experte hat keine Wahl. Seine Familie darf nur auf dem Zombie-freien Schiff im Atlantik in Sicherheit verweilen, solange er sich in die Gefahr stürzt und dem Ursprung der Epidemie nachgeht. Die Fährte geht über Südkorea nach Jerusalem, wo sich die Menschen mit einer riesigen Mauer vor der Invasion der Untoten schützen wollen. Vergeblich. In einer spektakulären Szene lässt Forster einen riesigen Schwarm von Zombies auf die Festung los.

Anders als die schlurfenden Untoten in George A. Romeros Horror-Klassiker "Die Nacht der lebenden Toten" (1968) sind Forsters Zombies agile, leichtfüßige Monster, die mit affenartiger Schnelligkeit ihre Opfer jagen.

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