Wolfsbergen

Drama, B/NL 2007
Allgemeine Schwäche bestimmt den Film

Allgemeine Schwäche bestimmt den Film

Das neue Drama "Wolfsbergen" der niederländischen Autorenfilmerin Nanouk Leopold kreist in archaischer Manier um existenzialistische Fragen und um einen alten Mann, der seinen Lebenswillen verloren hat.

Konrad ist 83 Jahre alt, seine Frau lebt nicht mehr. In einem Brief unterrichtet er seine engeren Verwandten von seinem beabsichtigen Freitod. Doch überraschenderweise hat dies keine großen Folgen - denn seine Familie reagiert nicht darauf. Seine einzige Tochter will seine Intentionen nicht diskutieren. Konrads Enkelin reagiert ähnlich: Auch sie will nicht darüber sprechen und meldet sich nicht bei ihrem Großvater. Außerdem findet sie, dass jeder das Recht hat sich umzubringen, doch sollte man dies ohne viel Aufhebens darum machen. Konrads Brief gerät schon bald in Vergessenheit.

In "Wolfsbergen" bestimmt die allgemeine Schwäche der Protagonisten den gesamten Film, der eindringliche Bilder aneinanderreiht. Dabei wird wenig gesprochen, der Fokus liegt auf dem Visuellen, vor allem auf den Innenräumen und der Körpersprache der Darsteller. Nanouk Leopolds Drama beleuchtet mit hintergründigem Humor, wie sich wohlhabende Menschen in ihrem Alltagsleben verlieren. 

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