Wolf Creek

Abenteuer/Horror, AUS 2005
No More Mr. Nice Guy

No More Mr. Nice Guy

Jährlich werden 30.000 Menschen in Australien als vermisst gemeldet, 3.000 von ihnen tauchen nie wieder auf. Um drei "Verschwundene" geht es nun im Erstlingswerk des Australiers Greg McLean, auf das Regisseure wie Quentin Tarantino ("Kill Bill") oder Robert Rodriguez ("Sin City") wahre Lobeshymnen anstimmen.

"Keine Sorge, ich pass auf mich auf", schreibt die junge Australien-Urlauberin Liz zu Beginn des Films "Wolf Creek" ihren Eltern daheim in England. Das ist natürlich ein Trugschluss. Dass Rucksacktouristen extrem gefährlich leben, weiß der Genre-Fan spätestens seit "Hostel". Und an diese Klientel richtet sich wohl auch der für mehrere Preise - nicht zuletzt auf dem renommierten Sundance-Festival - nominierte Film "Wolf Creek".

Die erste Hälfte ist ein Roadmovie. Der Regisseur führt die drei Hauptcharaktere gelungen ein: Liz (Cassandra Magrath) und Kristy (Kestie Morassi) wollen mit ihrer Strandbekanntschaft, dem jungen Australier Ben (Nathan Phillips), einen Ausflug ins Outback machen und haben zunächst nur Party, Musik, Alkohol und Kiffen im Sinn. Gleichzeitig sind die drei von der Schönheit der Natur begeistert. Je weiter das Trio in die Einsamkeit der australischen Landschaft eintaucht, desto mehr unheimliche Momente schleichen sich ein: ein unappetitliches Zusammentreffen mit Einheimischen in einer Tankstellen-Kneipe; Tierknochen auf dem Wanderweg; die Uhren bleiben stehen; das Auto springt nicht mehr an.

Als mitten in der Nacht der kauzige Outback-Bewohner Mick (John Jarratt) auftaucht und den jungen Leuten seine Hilfe anbietet, ist klar: Jetzt ist es vorbei mit der Idylle. Was dann in der zweiten Hälfte von "Wolf Creek" folgt, ist eine Ausgeburt an Grauen erregenden Ideen. Hinzu kommt die Ausweglosigkeit, der die Opfer in dieser fürchterlichen Weite des australischen Hinterlandes ausgeliefert sind.

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