Wodka Lemon

Komödie/ , F/I/CH/ARM 2003
Grotesker Film im Kaukasus

Grotesker Film im Kaukasus

Regisseur Hiner Saleem präsentiert mit "Wodka Lemon" eine skurrile Tragikomödie voll lakonischem Witz und Zärtlichkeit. Die Geschichte spielt in einem kleinen, überwiegend von Kurden bewohnten armenischen Dorf im Kaukasus, wo jeder damit beschäftigt ist, über den harten Winter zu kommen - bis die Liebe kommt.

Hamo ist ein rüstiger 60-jähriger Witwer. Mit einer Pension von 6 Dollar im Monat kann er nicht überleben, und so verkauft er nach und nach auf dem Flohmarkt in der nächsten Stadt die ganze Habe: einen Hochzeitsschrank, den alten Fernseher, die Militäruniform.

Von seinen Söhnen kann Hamo keine Hilfe erwarten. Der eine lebt in Frankreich, schickt ab und zu einen Brief, aber kein Geld; der andere lässt sich täglich mit Wodka Lemon vollaufen. Hamos Enkelin wiederum hat einen Bräutigam, der bei der Hochzeitsfeier mit vorgehaltener Pistole zur Erfüllung seiner Eheversprechen genötigt werden muss.

Trotz allem verliert Hamo seinen Optimismus nicht. Jeden Tag besucht er das Grab seiner Frau auf dem Friedhof und erzählt ihr, was es so alles Neues gegeben hat. Und hier begegnet er der schönen Witwe Nina, die ebenso arm ist wie er selbst und die ihm nicht mehr aus dem Kopf geht. Der örtliche Busfahrer, der lauthals französische Liebeslieder zu singen versteht, wird sein Verbündeter.

Mit unverwüstlicher Energie und Lebensfreude stemmen sich Hamo und Nina gegen alle Widrigkeiten ihrer Existenz. Regisseur Hiner Saleem stammt aus dem kurdischen Irak und hat einen Blick für die karge Schönheit der schneeverwehten Berglandschaft des Kaukasus. Am Schluss gönnt er den beiden Liebenden ein poetisch-surreales Happyend und bringt ein Klavier zum Tanzen.

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