Wish I Was Here

Komödie/Drama, USA 2014
Bloom hat es gerade nicht leicht im Leben

Bloom hat es gerade nicht leicht im Leben

Zehn Jahre ist es her, dass Zach Braff mit "Garden State" eine Generation verlorener Mittzwanziger ansprach. Seither mehr als Serienstar ("Scrubs") denn als Filmemacher aktiv, veröffentlicht er nun den Nachfolgerfilm "Wish I Was Here". Die bittersüße Komödie dürfte Fans der Braff'schen Sentimentalität vollends zufriedenstellen.

Der große Held ist Aidan Bloom (Zach Braff) nur in seinen Tagträumen: Als Astronaut jagt er dann durch den Wald, wie einst mit seinem mittlerweile eigenbrötlerisch im Wohnwagen lebenden Bruder Noah (Josh Gad). Im eigenen Haus in Los Angeles fühlt sich Aidan mehr als Versager, versucht er sich doch seit jeher mehr schlecht als recht als Schauspieler, während Ehefrau Sarah (Kate Hudson) mit einem eintönigen Bürojob die Familie über Wasser hält und Vater Gabe (Mandy Patinkin) für die Jeschiwa-Schule der zwölfjährigen Grace (Joey King) und des sechsjährigen Tucker (Pierce Gagnon) aufkommt. Als Aidans Vater erkrankt und für die kostspielige Schule nicht mehr aufkommen kann, beschließt Aidan, seine Kinder temporär daheim zu unterrichten - und erlangt, den Lehrplan bald verwerfend, dabei so manch eigene Lebenserkenntnis.

Was tun, wenn die eigenen Kinder beginnen, Fragen über das Leben aufzuwerfen, die man sich selbst noch nicht so richtig beantwortet hat? Zach Braff und sein Bruder Adam, die gemeinsam das Drehbuch zu "Wish I Was Here" schrieben, sind Teil jener Generation, die es - eine oft geradlinige, konservative Erziehung im Rücken - bei den eigenen Kindern anders machen will und bei dem Streben nach eigener Selbstverwirklichung auch mal den Bezug zur Gegenwart verliert. Hauptfigur Aidan sei eine Kombination aus den beiden, wie Zach Braff im APA-Interview verriet. "Für mich ist es ein ständiger Kampf, im Hier und Jetzt zu sein, sich nicht wegen Fehlern der Vergangenheit zu malträtieren oder sich wegen der Zukunft zu sorgen", sagt der bis dato kinderlose 39-Jährige. "Über diesen ständigen Kampf, diese Sehnsucht, in der Gegenwart zu leben, sollte der Film erzählen."

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