Wir verstehen uns wunderbar

Komödie, F/GB/RO 2006
Louis und Alice sehen sich nach langer Zeit wieder

Louis und Alice sehen sich nach langer Zeit wieder

Sie waren das Traumpaar der 70er Jahre, Starregisseur Louis Ruinard (Jean Rochefort) und die glamouröse Schauspielerin Alice d'Abanville (Charlotte Rampling). 30 Jahre später treffen die beiden Diven bei einer Preisverleihung in London erneut aufeinander. Es fliegen prompt die Fetzen, aber bald bahnen sich auch verschüttet geglaubte Zuneigungen ihren Weg.

Mit seinen wunderbaren Hauptdarstellern Charlotte Rampling ("Swimming Pool") und Jean Rochefort ("Der Mann der Friseuse") hat Regisseur Antoine de Caunes eine unverschämt unterhaltsame, frivol-verspielte, bisweilen auch alberne Komödie über zwei in Würde gealtere Egozentriker in Szene gesetzt.

Die beiden Charakterdarsteller schenken sich nichts und sind mit sichtbarem Spaß bei der Sache. So erleben wir gespielte Ohnmachtsanfälle, echte Eifersuchtsszenen, eine richtig heiße Liebesszene und melancholisches Innehalten an der Hotelbar. Da sitzen Louis und Alice dann am Ende nach all der Aufregung und wundern sich darüber, dass sie sich immer noch mögen. Nichts lässt sich so schwer kurieren wie echte Liebe.

Dabei ist "Wir verstehen uns wunderbar" keineswegs nur eine windige Slapstick-Revue. Immer wieder streift der Film auch ernste Themen wie Krankheit, Alter und Tod oder macht sich über den Jugendwahn im Showbusiness lustig. Der exzentrische Regisseur Louis kommt schließlich dem Geheimnis von Alices Sohn Paul (James Thiérrée) auf die Spur. Jean Rochefort beschrieb seine Figur durchaus wehmütig: "Er ist ein Mann und gleichzeitig ein Kind, aber er hat mein Alter und das bedauert er, das Leben ist oft nicht so, wie er es sich wünscht, deswegen erfindet er es neu, er macht Kino."

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