Wie schreibt man Liebe?

Komödie/Romanze, USA 2014
Autor Keith in der Schaffenskrise

Autor Keith in der Schaffenskrise

Wer ins Kino geht, um einen neuen Film mit Hugh Grant zu sehen, kann sich dreier Dinge ziemlich sicher sein. Erstens: Es ist eine romantische Komödie. Zweitens: Der Brite spielt einen selbstironischen und leicht schusseligen Liebeshelden mit Dackelblick. Und drittens: Es kommt zum Happy End. So gesehen enttäuscht auch Grants neueste Romanze "Wie schreibt man Liebe?" nicht.

Der abgehalfterte Hollywood-Autor Keith Michaels (Hugh Grant) ist aus Geldnot gezwungen, einen Job als Dozent an einer Provinz-Universität anzunehmen. In dem Kaff Binghamton landet er gleich mit einer blutjungen Studentin (Bella Heathcote) im Bett, anstatt sie zu unterrichten, und macht sich bei Kollegen unbeliebt. Kurzum: Es läuft nicht gut - bis die alleinerziehende Holly (Marisa Tomei) sein Herz erobert und den lustlosen Stoffel mit ihrer übersprühenden Heiterkeit bekehrt.

Grandios sind die Nebendarsteller wie J.K. Simmons ("Juno", "Spider-Man") als nah am Wasser gebauter Dr. Lerner und Allison Janney als naserümpfender Jane-Austen-Fan unter den Professoren. "Dieser Kurs hat verblüffende Ähnlichkeit mit einem Schönheitswettbewerb", schnaubt sie Michaels entgegen, der die Teilnehmer seines Schreibkurses zuvor nach Attraktivität (im Fall der Mädchen) und Unattraktivität (im Fall der Jungs) ausgewählt hat.

Michaels ungehobelte Hollywood-Attitüde rührt vom Gewinn des Oscar. Regisseur und Drehbuchautor Lawrence erzählt davon im Film mit einer witzigen Rückblende: Ein Clip zeigt die Dankesrede, die ein fast 20 Jahre jüngerer Hugh Grant als Keith Michaels hält. Es ist eine echte Aufzeichnung der Golden-Globe-Verleihung 1995, als Grant den Preis für "Vier Hochzeiten und ein Todesfall" bekam.

In TV und Kino finden: Hugh Grant, Marisa Tomei, Aja Naomi King, Marc Lawrence

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