Wie man leben soll

Komödie/Drama, DK/A 2010
Charlie sucht Rat bei seinem besten Freund Mirko

Charlie sucht Rat bei seinem besten Freund Mirko

Regisseur David Schalko und Drehbuchautor Thomas Maurer erzählen die außergewöhnliche Geschichte eines Antihelden und zeigen, "Wie man leben soll". Die Komödie basiert auf dem gleichnamigen Roman von Thomas Glavinic.

Charlie Kolostrum ist dick, tollpatschig und liebenswert. Verwöhnt von seiner Großtante Ernestine, weigert er sich konsequent, erwachsen zu werden und den Schritt ins Berufsleben zu wagen. Weitblick und taktisches Denken zählen ebenso wenig zu seinen Attributen wie Elan, Durchsetzungsvermögen und Disziplin. Auf Anraten seines Studienberaters beginnt er Kunstgeschichte zu studieren - da dort die schönsten Frauen zu finden sind. Er macht auf Künstler und findet bei Kolleginnen in der Studentenvertretung Anschluss.

Dabei weiß er noch immer nicht, wie er leben soll. Eine Frage, die ihm weder sein bester Freund Mirko, noch sein neuer Job als Spendenkeiler in Deutschland beantworten können. Nach seiner Rückkehr nach Wien lernt er ein aufgeschlossenes Swinger-Ehepaar kennen und ehe er es sich versieht, sieht er für den Taxiunternehmer Hans Peter in einem Taxi. Doch was wird aus seinem großen Traum, nämlich Rockstar zu werden?

Für die Verfilmung des erfolgreichen Romans von Thomas Glavinic hat Schalko die Creme de la Creme der österreichischen Schauspiellieblinge versammelt. Lukas Resetarits gibt im Film den doppelten Kottan, Robert Palfrader den aggressiven Taxikaiser ("Ich habe Menschen kennengelernt, die so waren"), Marion Mitterhammer spielt eine wunderbar egoistische Mutter, auch Robert Stadlober, Manuel Rubey, Michael Ostrowski, Julia Jelinek, Klaus Rott oder Serge Falck gaben sich die Ehre. Eine kleine Rolle übernahm auch Roberto Blanco.

Für die Hauptfigur Charlie, einen übergewichtigen netten Kerl mit großen Ambitionen, aber ohne Elan, wurde man in Berlin fündig. Axel Ranisch ist fast in jeder Einstellung des Films zu sehen, allerdings nicht mit seiner eigenen Stimme: "Natürlich hätte ich meine Stimme gerne behalten, aber ich kenn das ja aus Deutschland. Man ist da sehr empfindlich, wenn einer zum Beispiel versucht, sächsisch zu sprechen und er kann's nicht. Das wäre sich nicht ausgegangen."

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